Sick Of It All: Based On A True Story

Es ist schlichtweg unglaublich, mit wie viel Energie die Hardcore-Veteranen auch auf diesem Album zu Werke gehen. Lou Koller und seine Mannen scheinen nicht müde zu werden, die Fahne des New Yorker Hardcore in den Himmel zu recken und ihren Aggressionen mehr oder weniger freien Lauf zu lassen. Die neuen Songs sind genauso wütend, schnell und kompromisslos, wie man es von Sick Of It All seit vielen Jahren her kennt. Weiterlesen

Lieblingsvideo #006: EyeHateGod

Eigentlich wäre die Nummer 666 treffender für diese bösen Buben aus New Orleans. Aber man kann nicht alles haben. Jedenfalls fand ich beim Stöbern in der Vergangenheit wieder Zugang zu dieser großartigen Musik, auch Doomcore oder Sludge Rock genannt. Hier ein Ausschnitt von einem ihrer jüngeren Auftritte auf einem Boot (!) in New York.

EYEHATEGOD Boat Show 2009 from William on Vimeo.

Liars: Sisterworld

Ohne diesen Herren zu nahe treten zu wollen, aber Liars haben wirklich einen Dachschaden. Solch verrückte, seltsame Musik kann kein normaler Mensch schreiben. Um es noch deutlicher zu sagen: Im Fall von Liars kann nicht zwischen Genie und Wahnsinn getrennt werden. Sie sind geniale Wahnsinnige, und ihre Musik ist wahnsinnig genial. So sehr gar und so fremdartig und anders ist sie, dass es von Mal zu Mal schwerer fällt, sie angemessen zu umschreiben, geschweige denn zu definieren. Weiterlesen

Vom Adrenalin getrieben

Das hat man selten: Am Sonntagabend trumpften im ausverkauften Atelier gleich zwei exzellente Bands auf: Two Door Cinema Club und Phoenix.

Fünf Singles haben Two Door Cinema Club bereits über das französische Electrolabel Kitsuné Music herausgebracht. Jetzt steht die Veröffentlichung ihres Debütalbums „Tour History“ an. Das verspricht ein interessantes Newcomer-Werk zu werden – zumindest wenn man den jüngsten Auftritt im Atelier mit in Betracht zieht. Weiterlesen

Gorillaz: Plastic Beach

Bands bestehen mal aus nur einer Person, einem schier unübersichtlichen Kollektiv an Musikern oder auch aus fiktiven Personen. Bei Gorillaz trifft alles irgendwie zu. Die Person, die alleinverantwortlich für die Musik ist, hört auf den Namen Damon Albarn. Sein „Bandkollege“ Jamie Hewlett ist fürs Grafische zuständig. Denn eigentlich sind Gorillaz vier Comicfiguren namens 2D, Murdoc Niccals, Noodle und Russel Hobbs. Das Kollektiv wiederum ist im Fall des aktuellen Albums „Plastic Beach“ eine Heerschar an Gästen. Weiterlesen

Blood Red Shoes: Fire Like This

Gute Rock-Duos gibt es einige. Man denke an The White Stripes oder an The Ting Tings. Und nicht zu vergessen Blood Red Shoes aus Brighton. Laura-Mary Carter singt und spielt Gitarre, Steven Ansell singt und spielt Schlagzeug. So ähnlich ist auch die Rollenverteilung bei den eingangs erwähnten Bands. Allerdings sind Carter und Ansell The White Stripes näher als den poppigen The Ting Tings. Wobei die Songs auf „Fire Like This“ ungeschliffen klingen und verschiedenste Einflüsse offenbaren.
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Lieblingsvideo #005: Tiny Vipers

Trotz all der nicht mal durchschnittlichen Alben, die allmonatlich auf den längst übersättigten Markt geworfen werden, es gibt sie noch: Alben, deren Songs schon beim ersten Hördurchlauf eine magische Anziehungskraft ausstrahlen. Bestes Beispiel hierfür ist „Life On Earth“ von Tiny Vipers. Hinter diesem Pseudonym versteckt sich die aus Seattle stammende Musikerin Jesy Fortino. Ihr spartanisches, aber effektvolles Spiel auf der Akustikgitarre, ihre prägnante Stimme, die in einem Moment recht düster, im anderen verhältnismäßig hell klingt – das sind nur zwei Gründe, sich dieses faszinierende Singer-Songwriter-Album zuzulegen. Dieses Album zu hören, macht ungeheuren Spaß – obwohl die elf Songs durchweg von Traurigkeit und Finsternis geprägt sind. Es folgt aus „Les sessions du Cargo“ das Video zum Song „CM“…

Sade: Soldier Love

Mit Schnelligkeit hat sie es nicht so: In 25 Jahren hat Sade nur sechs Alben mit zarten, schleichenden Songs aufgenommen. Immerhin schon zehn Jahre sind seit der Veröffentlichung ihres letzten Albums „Lover‘s Rock“ verstrichen. Sie selbst erklärt die lange Pause damit, dass sie nur dann neue Songs schreibe, wenn sie etwas zu sagen hätte. Weiterlesen