Lieblingsvideo #009: OK Go

Wäre Beck Hansen nicht nur der spinnerte Musiker Beck, sondern gar eine ganze ebensolche Band, und hätte der Sänger von eben dieser Band ein Faible für Prince, dann würde das vielleicht so klingen wie „Of The Blue Colour Of The Sky“ von OK Go.
Das Video zu dem grandiosen Song „This Too Shall Pass“ ist unschlagbar. Die Band hat dafür extra eine Rube-Goldberg-Maschine gebaut, eine äußerst komplexe Kettenreaktionsapparatur, die am Ende des Videos die Musiker mit Farbe beschießt. Ein Gaudi für die Augen und die Ohren.

Turbostaat: Gekommen, gerockt, gefeiert

Turbostaat hatten sich vor einiger Zeit mit einem Majorlabel eingelassen, mit einem der finanzstarken und den Markt dominierenden Industrieriesen also. Ihrem guten Ruf und ihrem Ansehen hat das in der Punkrock-Szene überraschenderweise nicht geschadet. Im Gegenteil: Die Konzerte ihrer aktuellen Tournee sind bestens besucht. Weiterlesen

Fettes Brot: Größenwahnsinig wie wir sind

1992 gründeten die Vorstadt-Gymnasiasten Boris Lauterbach, besser bekannt als König Boris, Martin Vandreier alias Dokter Renz und Björn Warns (Björn Beton) Fettes Brot. Seitdem hat die Hamburger HipHop-Band scheinbar mit Leichtigkeit unzählige Hits geschrieben: angefangen bei „Nordisch By Nature“ und „Jein“ über „Viele Wege führen nach Rom“ und „Schwule Mädchen“ bis hin zu „Bettina, zieh dir bitte etwas an“ und aktuell „Kontrolle“, einer Auskopplung aus ihren beiden zuletzt veröffentlichten Livealben „Fettes“ und „Brot“. Wie es möglich ist, über Jahre konstant hohe Qualität abzuliefern, das erklärt Boris Lauterbach. Weiterlesen

Lieblingsvideo #008: M.I.A.

Selten ein heftigeres Video gesehen. Brutal, gnaden- und kompromisslos. M.I.A. schockt. Mehr muss man nicht dazu sagen: Die Bilder sprechen eine unmissverständliche Sprache. Eins nur noch: Regie führte der Franzose Romain Gavras, der schon für Justice und Simian Mobile Disco gearbeitet hat.

M.I.A, Born Free from ROMAIN-GAVRAS on Vimeo.

Midge Ure: Wie ein Urlaubstrip

Er hätte Sänger der Sex Pistols werden können, spielte dann aber in der Punkband The Rich Kids. Danach wurde er Frontmann von Ultravox, gründete Visage, stand mit Thin Lizzy auf der Bühne und schrieb mit Bob Geldorf den Band Aid-Hit „Do They Know It’s Christmas?“. Davon ab ist er seit Jahren erfolgreicher Solomusiker. Das Leben von Midge Ure ist wahrlich bewegt und ein Interview mit ihm kurzweilig und unterhaltsam zugleich. Weiterlesen

Editors: Freundschaft über alles

Auf ihrem Debütalbum „The Black Room“ kokettierte die aus Birmingham stammende Band Editors mit dem Sound von Joy Division, Echo And The Bunnymen und auch Interpol. Fünf Jahr später fürchtete das Quartett, in einer Sackgasse zu enden und wandte sich auf seinem dritten Album „In This Light And On This Evening“ elektronischen Klangwelten zu. Eine gewagte, aber überlebensnotwendige Maßnahme, wie Schlagzeuger Edward Lay im Gespräch erklärt. Weiterlesen

Story Of The Year: Keine Erfolgsgeschichte

In den USA standen sie bereits mit zwei Alben in den Top 20 der Charts: 2005 mit „In The Wake Of Determination“ und drei Jahre später mit „The Black Swan“. Ihr brandneues, viertes Album schaffte es aber nur auf Rang 42. Ironischerweise heißt es „The Constant“ – eben diese konstante Größe sind Story Of The Year in Sachen kommerzieller Erfolg wohl nicht mehr. Weiterlesen

CocoRosie: Grey Oceans

Die musikalische Welt der Casady-Geschwister Bianca alias Coco und Sierra (Rosie) ist eine ganz eigene. Ihre Musik ist experimentell, aufregend, spannend und hauptsächlich anders. Die einen sagen Freak Folk dazu, wobei der Freak-Anteil wesentlich größer ist als der Folk-Anteil. Avantgarde-Indiepop wäre eine passende Umschreibung. Aber auch diese wird dem künstlerischen Schaffen der beiden Damen nur annähernd gerecht.
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