Kurt Wagner, Kopf des aus Nashville stammenden Indie-Kollektivs Lambchop, sinniert über die Frage, was ein Bild und was Musik interessant macht. Seit jeher interessiert er sich für das Wahrnehmungsvermögen. Und er gibt Tipps zur Unabhängigkeit der Musiker von Plattenfirmen. Weiterlesen
Frédérique Veith über „Fußballgöttinnen“
Fußballgötter gibt es wie Sand am Meer. Nunmehr gibt es auch Fußballgöttinnen. Auf dem Rasen schon länger und seit einigen Wochen auch auf Zelluloid. Der Dokumentarfilm „Fußballgöttinnen“ zeigt vier fußballbegeisterte Frauen: die Schiedsrichterin Beatrix Nieder (16), die Turbine Potsdam-Spielerin Viola Odebrecht (22), Kickers Offenbach-Fan Tina Hennemann (37) und die Berliner Platzwartin Trautchen Ziegert (62). Wahlberlinerin Frédérique Veith, die mit Nina Erfle Regie führte, erklärt das Wieso-Weshalb-Warum. Weiterlesen
Uwe Viehmann (Spex): „Berlin braucht die ‚Spex‘ nicht und ‚Spex‘ nicht Berlin“
Die Redaktion der Kölner Popkultur-Bibel „Spex“ sieht momentan einer ungewissen Zukunft entgegen. Der Verlag, die Piranha Media GmbH, kündigte vor einigen Wochen an, dass man zum Zwecke der Kostenersparnis beziehungsweise der Kräftebündelung, die Redaktion der „Spex“ nach Berlin verlegen wolle, wo bereits andere Piranha Medien angesiedelt sind. Eine Entscheidung, die in der „Spex“-Redaktion nicht gerade für gute Laune sorgte. Weiterlesen
Corey Rusk (Touch & Go Records): „Ich bin glücklich, wenn ich einen Scheck ausstellen darf“
Seit 25 Jahren beschert das Label Touch & Go der Independent-Szene bedeutende Veröffentlichungen: Von den Hardcore-Urgesteinen Negative Approach über die Noiserocker The Jesus Lizard und Girls Against Boys bis hin zu den Postrockern Slint und zuletzt etwa Coco Rosie. Im Interview berichtet Label-Inhaber Corey Rusk von einer bewegten Firmengeschichte. Es war laut eigener Aussage sein vielleicht fünftes Interview seit seiner Zeit als Bassist bei der Hardcore-Band Necros. Weiterlesen
Top Ten-Alben 2005
1. Arcade Fire „Funeral“
2. …And You Will Know Us By The Trail Of Dead „Worlds Apart“
3. Stars „Set Yourself On Fire“ Weiterlesen
Top Ten-Alben 2004
1. Franz Ferdinand „Franz Ferdinand“
2. Interpol „Antics“ (Labels/EMI)
3. The Libertines „The Libertines“ Weiterlesen
Top Ten-Alben 2003
1. Mogwai „Happy Songs For Happy People“
2. Starsailor „Silence Is Easy“
3. U.N.K.L.E. „Never, Never, Land“ Weiterlesen
20 Jahre Haldern Pop
Dieses Sommerwetter ist fast zu schön, um wahr zu sein. Vor allen Dingen ist es zu heiß. Zum 20. Jubiläum des Haldern Pop Festivals mussten sich die Veranstalter keine Gedanken über Regen und Windböen machen. Viel mehr um die Gluthitze. Zwei Tage vor Start des Festivals gaben sie bekannt, dass offenes Feuer und Grillen auf dem Camping-Terrain untersagt sei. Zur Vorbeugung gegen Brände. Gleichzeitig wurden Anwohner des idyllischen Städtchens am Niederrhein aufgerufen, Schläuche und Rasensprenger zur Verfügung zu stellen. Sicher ist sicher. Passiert ist Gott sei Dank nichts. Weiterlesen
Electricity 2003 – eine Clubreise
Frühaufsteher hatten beim „Electricity Festival“ keine Chance. Das Beste kam – wie erwartet – erst mitten in der Nacht. Ausdauer und Kondition waren gefragt, um drei Nächte lang durchzuhalten. Das Stehvermögen wurde erfreulicherweise durch einige unvergessliche Momente belohnt. Freitagnacht, 1 Uhr. Das Soul II Soul Soundsystem hatte gerade die Kontrolle über das DJ-Pult im „Club No. 1“ übernommen. Soul II Soul, eine der begehrtesten und bekanntesten britischen Dance-Bands der späten Achtziger und frühen Neunziger („Back To Life“ und „Keep On Movin'“), war vertreten durch Jazzie B. Der ist mit Herz und Seele Entertainer. Nur zu gerne moderierte er den nächsten Song an. Die Mischung aus altbekanntem und neuem Material war atemberaubend. Die letzten drei Dekaden schwarzer Musik wurden binnen weniger Minuten abgearbeitet. „Jogi“, dem Ohrwurm von Panjabi MC, folgte der Tanzflächenfüller schlechthin: Deee-Lites „Groove Is In The Heart“. Immer wieder gerne gehört und immer wieder gerne dazu getanzt. Weiterlesen
Mike Patton: Einst Sänger von Faith No More
Beeindruckende Sänger gibt es derer viele. Unter jenen, die ihre Stimmbänder zu einer Kapitalanlage gemacht haben, die einen Schritt weiter gehen und ihre Stimme nicht ausschließlich zum Artikulieren von Worten, sondern auch von Tönen einsetzen, gibt es wenige. Die Stimme wird zum Instrument, zur Rhythmusmaschine ja, gar zum Geräusch-Labor. Das können mitunter seltsame und verstörende Klanggebilde sein, die bei einem Vokal-Akrobaten wie Mike Patton einer ist im Rachen entstehen. Weiterlesen