Die einstigen Grungerock-Helden Pearl Jam veröffentlichen erstmals ein Album über ihr eigenes Label Monkeywrench. Ihr neunter Streich, „Backspacer“ betitelt, beginnt furios: Mit „Gonna See My Friend“ rocken sie ungewohnt laut und wüst los. Der Song sei laut Sänger Eddie Vedder vom Garage-Rock der Kinks inspiriert, Gitarrist Stone Gossard fühlt sich indes eher an die befreundeten Mudhoney erinnert. Weiterlesen
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Gemma Ray: Zum Frühstück bitte keinen Heavy Metal
Die in Essex geborene Singer-Songwriterin Gemma Ray hatte sich im Vorfeld ihres sonntäglichen Auftritts im kleinen Club der Garage in Saarbrücken redlich Mühe gegeben. Die Haare hatte sie sich zu einer Art Turmfrisur hochgesteckt und – wie die Mikrofonständer – mit Rosen geschmückt. Ihre weiß-schwarzen Lackschuhe glänzten, als hätte sie sie noch nie zuvor getragen. Dazu trug sie ein strenges Kleid und Strümpfe, die sie bis über die Knie hochgezogen hatte. All diese Mühe für nur ein Dutzend Fans. Weiterlesen
Der Kriminalist (4. Staffel)
Das ZDF setzt am Freitag um 20.15 Uhr wie gewohnt auf Krimis. Auf dem Sendeplatz, den schon „Der Kommissar“ und „Derrick“ inne hatten, hat sich mittlerweile auch „Der Kriminalist“ etabliert. In vier Staffeln wurden bereits 22 Folgen ausgestrahlt. Die zweite Staffel erschien zuletzt auf DVD (edel motion), die vierte startet am 25. September mit der Folge „Das Geständnis“. Weiterlesen
Max Goldt: Ein Buch namens Zimbo
In den Achtzigern war Max Goldt Musiker in der avantgardistischen Pop-Band Foyer Des Arts. Heutzutage ist er Schriftsteller und dürfte nicht nur Lesern des Satiremagazins „Titanic“, für das er seit 20 Jahren Kolumnen verfasst, ein Begriff sein. Schließlich haben seine humorvollen, augenzwinkernden, teils auch ermahnenden Texte schon knapp zwei Dutzend Bücher gefüllt. Im November 2008 wurde er obendrein auf „Empfehlung (oder auf Geheiß?)“ (so Goldt) von Schriftsteller Daniel Kehlmann mit dem renommierten Kleist-Preis ausgezeichnet. Weiterlesen
Geoff Tate (Queensryche): „Mein Vater kämpfte im Koreakrieg“
Die aus Seattle stammende Band Queensryche hat seit jeher ein Faible für progressiven Metal und Konzeptalben. Das gilt für ihren 1988 veröffentlichten Meilenstein „Operation: Mindcrime“ ebenso wie für ihr aktuelles und mittlerweile zehntes Studioalbum „American Soldier“. Mit dessen Songs im Gepäck kommen Queensryche auf Deutschlandtournee. Kai Florian Becker sprach mit Sänger Geoff Tate. Weiterlesen
Lily Allen: Aufreizend und frech
Ist Luxemburg nunmehr eine britische Satelittenstadt? Diesen Eindruck konnte man zumindest im Rahmen des Konzerts von Lily Allen gewinnen. Klar, auf der Insel ist Allen nach den Erfolgsalben „Alright, Still“ (2006) und „It’s Not Me, It’s You“ (2009) sowie den Hits „Smile“ und „The Fear“ längst ein Popstar. Weiterlesen
Peter Doherty: Fast ganz allein und fast ohne Eklat
Es soll vorgekommen sein, dass Saarländer bis nach Köln fuhren, um Peter Doherty live zu erleben. Allerdings erfuhren sie dort erst nach der Vorband, dass Doherty und seine Babyshambles den Auftritt platzen gelassen hatten. Insofern war am Sonntag, an dem Doherty in der Rockhal auftreten sollte, Skepsis angebracht. Weiterlesen
Das Phänomen Mashup
HipHop- und Electro-Discjockeys sind bei ihren Auftritten stets darauf bedacht, den Übergang von einem zum nächsten Lied möglichst flüssig, im besten Fall nahtlos zu gestalten. Dieser Drang nach Perfektion existiert seitdem DJs mit zwei Plattenspielern hantieren. Vor einigen Jahren entstand dann die Idee, nicht nur das Ende des einen mit dem Anfang eines anderen Liedes perfekt zu koppeln, sondern gleich ganze Lieder miteinander zu verschmelzen. Bastard Pop nannte man dieses Phänomen anfangs. Weiterlesen
Manic Street Preachers: Journal For Plague Lovers
Die Geschichte der britischen Rockband Manic Street Preachers ist unweigerlich mit der von Richey Edwards verknüpft. Der frühere Gitarrist und Texter der Waliser verschwand im Februar 1995 spurlos. Bis heute ranken sich allerlei Gerüchte um dessen Schicksal. Weiterlesen
The Ting Tings: Gut ist, was Spaß macht
Was in Großbritannien auf Nummer eins der Charts steht, muss in Deutschland noch lange nicht bekannt geschweige denn erfolgreich sein. Beispiele hierfür gab es in der Vergangenheit zu genüge. Dieses Schicksal scheint das britische Rock-Duo The Ting Tings nicht zu ereilen. Weiterlesen