Slowdive: Slowdive

22 Jahre nach ihrem letzten Album wieder neue Musik zu veröffentlichen, das kann man mal machen. Das ist auch gerne gesehen, wenn das Ergebnis so klingt wie „Slowdive“, das Comeback-Album gleichnamiger Band. Vielleicht stehen die Sterne heutzutage besser für das Quintett aus dem englischen Reading. Leider reichte es in der ersten Phase ihrer Karriere nicht für die erste Liga. Ihr Shoegaze/Dreampop-Sound war damals schon gut, aber die mediale Aufmerksamkeit wurde anderen Bands aus diesem seinerzeit florierenden Genre zuteil: My Bloody Valentine und The Jesus And Mary Chain etwa. Zudem haderten einige Kritiker mit dem Sound der Band. Weiterlesen

Gorilla: Humanz

Seit einigen Wochen infiltrieren sie die sozialen Netzwerke mit Kurzvideos, Bildern, Nachrichten und Vorabsongs: die Gorillaz. Sieben Jahre nach ihrem letzten Album, dem auf einem iPad produzierten „The Fall“, meldet sich die virtuelle Comic-Band von Damon Albarn, bekannt als Frontmann der einstigen Oasis-Rivalen Blur, und Illustrator/Zeichner Jamie Hewlett doch wieder zurück. Weiterlesen

Sophia: Definitiv Sophia und definitiv anders

Robin Proper-Sheppard gründete 1995, nach dem Aus des Post-/Alternative Rock-Trios The God Machine (1990-1994), die Indieband Sophia. Mit der hat er bis dato sechs Studioalben veröffentlicht, die von atmosphärischem, melancholisch-traurigem Indierock geprägt sind. Fröhliche Songs zu schreiben, konnte Proper-Sheppard bisher keine schreiben. SZ-Mitarbeiter Kai Florian Becker sprach mit ihm auch darüber. Weiterlesen

Max Richter und Minor Victories: Von und hin zur Klassik

Pop- und Rockkünstler tendieren dazu, etwa alle zwei bis fünf Jahre neue Musik oder ein neues Album zu veröffentlichen. Bei Klassikkomponisten ist das anders. Wer sich anschaut, was beispielsweise der in Deutschland geborene Brite Max Richter allein in letzten drei Jahren an neuer Musik hervorgebracht hat, wird sich verwundert die Augen reiben: Das Angebot reicht von seinem fast achteinhalbstündigen Mammut-Album „Sleep“ über Musik für TV Serien (siehe „The Leftovers“) bis hin zu Film-Soundtracks. Weiterlesen

Andrew Falkous (Future Of The Left): Kein großer Marilyn Manson-Fan

Als die renommierte Noiserock-Band Mclusky und das Dancepunk-Quintett Jarcrew auseinander brachen, entstand anno 2005 Future Of The Left. Nach einige Umbesetzungen besteht die walisische Noise/Post-Hardcore-Band heute aus den Ex-Mclusky-Mitgliedern Andrew Falkous und Jack Egglestone sowie Julia Ruzicka (Bass, Ex-Million Dead). Ein Gespräch mit Falkous über Mclusky und Future Of The Left. Weiterlesen

Daughter: Die Band gewann, die Liebe verlor

Ihr erstes Album, „If You Leave“ (2013), war wirklich gut. Aber auf ihrem zweiten, Anfang des Jahres veröffentlichten Werk „Not To Disappear“ konnte sich das aus London stammende Trio Daughter nochmals steigern. Darauf bieten sie eine Synthese aus Shoegaze, Postrock und The xx. Ein Gespräch mit Elena Tonra (Gesang, Gitarre) über ihre Band, ihre Texte und ihre Schüchternheit auf der Bühne. Weiterlesen

Me + Marie: Faible für Sprachen

Maria De Val und Roland Scandella sind Me + Marie. Sie stammt aus Südtirol, ist studierte Jazzschlagzeugerin und auch Mitglied der Südtiroler Popband Band Ganes. Er kommt aus Graubünden (Schweiz), war früher Radioredakteur und in diverse Rock- und Soloprojekte involviert. Als De Val mit Ganes in der Schweiz auf Werbereise war, lernten sie sich kennen. Kurz darauf war sie Backgroundsängerin bei ihm. Mitte 2014 entstand die Idee, das Indiepop-Duo Me + Marie zu gründen. Im Mai erschien das Debütalbum („One Eyed Love“) der Wahlmünchner. Ein Gespräch mit den beiden. Weiterlesen

Metallica: Hardwired… To Self-Destruct

Über Metallica zu lästern, ist ein Leichtes. Gründe dafür gibt es gleich mehrere: Der nach Meinung vieler Fans unsympathische und mittelmäßige Schlagzeuger Lars Ulrich. Die zahlreichen musikalischen Enttäuschungen seit dem 1988er Album „… And Justice For All“ (Oder doch schon seit „Masters Of Puppets“ von 1986, dem letzten Album mit dem legendären Bassisten Cliff Burton?) Die in der Doku „Some Kind Of Monster“ zur Schau getragenen, teils peinlichen Bandquerelen. Und nicht zuletzt James Hetfields jüngste Äußerungen, er genieße es, in seiner Freizeit Tiere zu jagen: „Das ist etwas zutiefst Befriedigendes. Je näher ich dem Tod komme, desto lebendiger fühle ich mich.“ Puh, das muss erst mal verdaut werden. Weiterlesen