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	<title>KAI FLORIAN BECKER (KFB)</title>
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		<title>Boots Electric: Es war unausweichlich</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 05:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jesse Hughes, neben Josh Homme (Queens Of The Stone Age) Kopf von Eagles Of Death Metal, hat unter dem Namen Boots Electric das Soloalbum "Honkey Kong" veröffentlicht. Die Songs komponierte er zusammen mit Money Mark, der als Beastie Boys-Keyboarder bekannt wurde. saar-scene störte Hughes bei der Gartenarbeit mit seiner Freundin Tuesday Cross, einer ehemaligen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jesse Hughes, neben Josh Homme (Queens Of The Stone Age) Kopf von Eagles Of Death Metal, hat unter dem Namen Boots Electric das Soloalbum &#8220;Honkey Kong&#8221; veröffentlicht. Die Songs komponierte er zusammen mit Money Mark, der als Beastie Boys-Keyboarder bekannt wurde. saar-scene störte Hughes bei der Gartenarbeit mit seiner Freundin Tuesday Cross, einer ehemaligen Pornodarstellerin und nunmehr Bassistin in seiner Band.<span id="more-836"></span></p>
<p>Du hattest schon einige Künstlernamen. Wie bist Du auf Boots Electric gekommen?<br />
Hughes: Wie so vieles in meinem Leben, so hat auch das mit Joshua Homme zu tun. Ich hieß anfangs Devil. Aber als Devil kann man sonntags nicht seine Mutter besuchen gehen und bei ihr essen. Also musste ein anderer Name her. Ich bin früher viel Rollschuh gelaufen. Daher nannte mich Josh irgendwann &#8216;fruit boots&#8217;, ein Slangwort für Inlineskater. Als ich dann endlich im Rock&#8217;n'Roll angekommen war, sagte er, ich hätte die &#8216;fruit boots&#8217; gegen elektrische Stiefel eingetauscht.</p>
<p>Wie kam es, dass Du für &#8220;Honkey Kong&#8221; ausgerechnet mit Money Mark zusammengearbeitet hast?<br />
Hughes: Es war eine sehr wichtige Entscheidung, ihn dazu zu holen. Aber erst mal will ich erklären, warum ich ein Soloalbum machen wollte. Es ging nicht um mein Ego. Ich wollte all meinen Freunden, die mir über Jahre geholfen hatten, danken. Es war ein unausweichlicher Schritt für mich. Also ging ich zu meinen Wurzeln zurück und überlegte, welches Album mich als Kid am meisten beeindruckt hatte und mich dazu brachte, Musik zu machen. Das war &#8216;Check Your Head&#8217; von den Beastie Boys. So kam ich auf Money Mark.</p>
<p>Die Songs überraschen. Du als Rock&#8217;n'Roller machst nun gar keinen Rock&#8217;n'Roll. Bist Du den R&#8217;n'R leid oder muss R&#8217;n'R nicht nach R&#8217;n'R klingen, um R&#8217;n'R zu sein?<br />
Hughes: Das ist eine verdammt gute Frage… Da steckt viel Wahrheit dahinter. Nimm etwa Punkrock: Public Enemy sind ebenso Punkrock wie Black Flag. Und N.W.A. ist ebenso R&#8217;n'R wie Ted Nugent. R&#8217;n'R ist eine Attitüde. (…) Letztlich ist Eagles Of Death Metal mein nacktarschiger Versuch, flachgelegt zu werden. Boots Electric ist der anspruchsvolle Versuch, flachgelegt zu werden.</p>
<p>Bei einer der letzten Europatourneen von EODM hattet ihr Pornosonnenbrillen und Klebe-Schnurbärte im Angebot. Wie sieht das Boots Electric-Merchandising aus?<br />
Hughes: Oh, wir haben ganz hervorragende Ideen.</p>
<p>Schwingende Schwänze oder so?<br />
Hughes: Da bringst du mich auf eine Idee: ein Schwanz als Metronom-Zeiger. Da steht dann drauf: &#8216;Keep time with the swinging dick of Boots Electric&#8217;. Mann, großartig. (…) Nein, wir haben Damenslips entworfen, auf deren Innenseite mein Gesicht abgebildet ist. Haha.</p>
<p>Kai Florian Becker (September 2011)</p>
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		<title>Möfahead: Von Discowixern und Schiffschaukelbremsern</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 05:00:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sie tragen Künstlernamen wie Judas von Mattel und Wolfgang Amadeus, schweigen sich aber über ihre Herkunft aus. Wenn man per E-Mail mit ihnen Kontakt aufnehmen will, muss man seine Nachrichten an ein Postfach senden, das "King of Rock &#038; Worschd" heißt. Wird einem ein Interview gewährt, muss man sich auf ehrliche, ironiefreie Antworten gefasst ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie tragen Künstlernamen wie Judas von Mattel und Wolfgang Amadeus, schweigen sich aber über ihre Herkunft aus. Wenn man per E-Mail mit ihnen Kontakt aufnehmen will, muss man seine Nachrichten an ein Postfach senden, das &#8220;King of Rock &#038; Worschd&#8221; heißt. Wird einem ein Interview gewährt, muss man sich auf ehrliche, ironiefreie Antworten gefasst machen. Kai Florian Becker wagte es dennoch und interviewte Möfahead, die just ihr Debütalbum &#8220;Zauber der Magie&#8221; veröffentlichten.<span id="more-824"></span></p>
<p>Möfahead sei &#8220;eine Band wie ein Oktan&#8221;, sagt Ihr. Schöner Spruch, aber was hat der zu bedeuten?<br />
Judas von Mattel: Wie jeder, der ein Kraftfahrzeug fährt, weiß, definiert die Oktanzahl ein Maß für die Klopffestigkeit eines Ottokraftstoffes. Wir haben uns gedacht, das wäre ein gutes Wortspiel, das jeder versteht, weil ja der Klopffaktor der Zweitaktmischung geringer ausfällt als beim Benzin.<br />
Wolfgang Amadeus Mofa: Oft denken die Leute tatsächlich, wir hätten einen Schreibfehler. Bei Möfahead bedeutet Klopffaktor auch, wie fest unser Schlagzeuger Thor Hammerschmied auf seine Fußtrommel tritt. Dieser Klopffaktor liegt nach unseren Messungen bei einem Oktan.</p>
<p>Der Real Madrid-Fußballer Cristiano Ronaldo ist kein erklärtes Idol von Euch. Bei einem Eurer letzten Auftritte hattet Ihr ihm das Lied &#8220;Discowixer&#8221; gewidmet. Warum ausgerechnet ihm?<br />
Judas von Mattel: Nach reichlichen Überlegungen und vielen Gedanken haben wir gesagt: Genau, das ist es. Das trifft den Nagel voll. Weil die Spieler der zweiten Mannschaft, bei uns wo wir herkommen, am liebsten so aussehen wollen und dann auch diese Farben anziehen und sich übelst Margarine in die Haare machen und immer brauner werden. Sowas gehört weder auf den Fußballplatz noch in die Dorfdiskothek. Wenn wir mal ein heißes Eisen angefasst haben, dann lassen wir es auch nicht so schnell wieder los. Phrasendreschen ist nicht unser Ding. Wir lassen uns den Mund nicht verbieten. Einer muss ja mal die Wahrheit sagen. Wie war noch mal die Frage?</p>
<p>Aber stehen die Möfacats, Eure Sängerinnen, auf den schönen Ronaldo?<br />
Diesel Deluxe: Nein, ich mag lange schwarze Haare, Lederjacken und Kleinkriminalität. Außerdem sollte er ein schönes buntes Tattoo am Arm haben, Rock oder Hardrock hören und ein geiles Mofa fahren.<br />
Cara M. Bolage: Ein Job mit Zukunft und Aufstiegschancen ist auch nicht unwichtig, zum Beispiel Kartenabreißer bei der Himalaya-Bahn oder Stoßautobahneinparker.</p>
<p>Sind die Möfacats dazu verdammt, nur mit den Männern in der Band anzubändeln oder dürfen sie sich auch im Publikum beim männlichen Frischfleischangebot bedienen?<br />
Petroletti Villamofa: Die Möfacats sind frei wie ein Igel. Wir holen uns, was wir brauchen. Wenn ein hübscher Schiffschaukelbremser im Publikum steht, wird auch mal poussiert.</p>
<p>Kai Florian Becker (September 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=824&amp;md5=8784f5f3dcce872ae24bd0d610fda3db" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lovers Electric: Impossible Dreams</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 15:59:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Lovers Electric waren bereits im Vorprogramm von O.M.D. als auch von Hurts zu sehen. Zwei Bands, in deren Umfeld sich die beiden Australier sicherlich wohlgefühlt haben. Musikalisch gesehen trennen sie keine Welten. Allesamt sind sie in den Achtzigern hängengeblieben oder, da noch zu jung, haben sich auf die Achtziger zurückbesonnen. Eine weitere Gemeinsamkeit: Alle ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lovers Electric waren bereits im Vorprogramm von O.M.D. als auch von Hurts zu sehen. Zwei Bands, in deren Umfeld sich die beiden Australier sicherlich wohlgefühlt haben. Musikalisch gesehen trennen sie keine Welten. Allesamt sind sie in den Achtzigern hängengeblieben oder, da noch zu jung, haben sich auf die Achtziger zurückbesonnen.<span id="more-822"></span> Eine weitere Gemeinsamkeit: Alle drei Bands bestehen zur Hauptsache aus zwei Protagonisten. Andy McCluskey und Paul Humphreys sind die beiden Köpfe hinter Orchestral Manoeuvres In The Dark, Theo Hutchcraft und Adam Anderson ziehen bei Hurts die Strippen und Lovers Electric, das sind Eden Boucher und David Turley &#8211; mit dem feinen Unterschied, dass Boucher und Turley als einzige den gemeinsamen Bund der Ehe geschlossen haben.</p>
<p>Boucher sagt, dass Cindy Lauper einen sehr großen Einfluss auf sie hatte: &#8220;So wie wahrscheinlich jede starke Frau, die sich künstlerisch betätigt. Ich mag starke Frauen, die nicht so tun müssen, als wenn sie jemand anderes wären oder die bei jedem gesungenen Ton darauf achten, ob sie dabei auch toll aussehen.&#8221; Lauper ist auf dem Debütalbum &#8220;Impossible Dreams&#8221; weit weniger präsent wie ihre Landsfrau Kylie Minogue, die man in &#8220;Hearts Jaded&#8221; in ihrer Stimme heraushören kann.<br />
Lovers Electric klingen trotz des immensen Achtziger-Einflusses nicht plastisch. Die Lieder sind lebendig und abwechslungsreich. Boucher und Turley gehen mit viel Selbstbewusstsein zu Werke. Wen wundert das, wenn sie mit 15 Jahren Australien in Richtung Großbritannien verlassen hatte, um mit ihren Schwestern Theater zu spielen. Danach, immer noch nicht volljährig, gründete sie ein Modelabel, deren Kleider sie heute noch zur Schau trägt.</p>
<p>Turley wiederum hatte mit 16 seine erste Band, tourte mit der über die britische Insel und lernte dabei seine heutige Ehefrau kennen. Lovers Electric ist die Geschichte zweier Frühreifer, die ihr Leben schnell in die eigene Hand genommen haben. Sie haben klare Vorstellungen, was sie wollen, und entgegen manch anderer sogenannter Electropop-Sensationen der vergangenen Jahre, offenbaren ihre Kompositionen ein beachtliches Hit-Potenzial. Die Melodien sind eingängig, ohne kitschig und pseudo-nostalgisch zu sein. Man sollte keinesfalls den Fehler begehen, dieses Album fix durchzuhören und abzuhaken. Erst beim zweiten oder dritten Durchlauf werden all seine Geheimnisse, wird all seine Schönheit erkennbar. Und am Ende beglückt einen immer wieder die Ballade &#8220;Keep The Fire Burning&#8221;.</p>
<p>Kai Florian Becker (August 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=822&amp;md5=670d5a93f17488fd1b4bb07f837dfb37" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Thees Uhlmann: Thees Uhlmann</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 15:49:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Schon komisch, dass Thees Uhlmann, bekannt als Sänger und Gitarrist der deutschen Rockband Tomte, mit seinem selbstbetitelten Solodebüt sein bisher bestes Album abliefert. Vielleicht weil er erstmalig seine eigenen Ideen ohne Kompromisse einzugehen umsetzen konnte? Oder weil Tomte seit zwei Jahren pausieren und Uhlmann diese Pause gut getan hat? Wie auch immer: Anno 2011 ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon komisch, dass Thees Uhlmann, bekannt als Sänger und Gitarrist der deutschen Rockband Tomte, mit seinem selbstbetitelten Solodebüt sein bisher bestes Album abliefert. Vielleicht weil er erstmalig seine eigenen Ideen ohne Kompromisse einzugehen umsetzen konnte?<span id="more-819"></span> Oder weil Tomte seit zwei Jahren pausieren und Uhlmann diese Pause gut getan hat? Wie auch immer: Anno 2011 singt er besser und schüttelt sich bereits mit dem Auftaktsong &#8220;Zum Laichen Und Sterben Ziehen Die Lachse Den Fluss Hinauf&#8221; einen makellosen Hit aus dem Ärmel. Auch &#8220;Die Nacht War Kurz (Ich Stehe Früh Auf)&#8221; überzeugt dank eines eingängigen Refrains, etwas Klavier und Mundharmonika. Die Freiheit des Solomusikers weckte in Uhlmann scheinbar neue Geister. In &#8220;&#038; Jay-Z Singt Uns Ein Lied&#8221;, einem weiteren Ohrwurm, hat er Casper, den neuen Star am Deutsch-HipHop-Himmel, im Schlepptau. Man möchte Uhlmann wünschen, Tomte würden sich nicht so schnell reformieren.</p>
<p>Kai Florian Becker (August 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=819&amp;md5=c54233f5e98c9403e3f86831d8bcbd27" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Red Hot Chili Peppers: I&#8217;m With You</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 15:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie sagen, sie seien nach der zweijährigen Pause und dem Wechsel an der Gitarre (Josh Klinghoffer kam für John Frusciante) eine runderneuerte Band. Wer das glaubt, den besucht alljährlich noch der Osterhase und der Weihnachtsmann.

Seit dem Tode von Hillel Slovak hatte der Gitarrist bei Red Hot Chili Peppers stets die Außenseiterrolle. Sei es der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sagen, sie seien nach der zweijährigen Pause und dem Wechsel an der Gitarre (Josh Klinghoffer kam für John Frusciante) eine runderneuerte Band. Wer das glaubt, den besucht alljährlich noch der Osterhase und der Weihnachtsmann.<span id="more-816"></span></p>
<p>Seit dem Tode von Hillel Slovak hatte der Gitarrist bei Red Hot Chili Peppers stets die Außenseiterrolle. Sei es der stille John Frusciante, der zwei Mal bei ihnen einstieg (1988 und 1998), der exzentrische Dave Navarro, der mit Jane&#8217;s Addiction bekannt wurde, oder jetzt Frusciantes Kumpel Klinghoffer. Ergo ist die Schlussfolgerung, Letztgenannter hätte der Band zu mehr Feuer und Esprit verholfen, falsch. Klinghoffer steht in der Bandhierarchie ganz unten. Ähnlich ist es bei Metallica, wo seit dem Tode von Cliff Burton anno 1986 der Bassist das geringste Mitspracherecht hat und mitunter gar mies behandelt wird (siehe Jason Newstedt). Das Red Hot Chili Peppers vorzuwerfen, ginge jedoch zu weit.</p>
<p>Nicht aber zu behaupten, dass &#8220;I&#8217;m With You&#8221; (Warner) ein erschreckend schwaches Chili Peppers-Werk ist. Die &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; sprach zu Recht von einer amtsmüden Band. Um den Titel wörtlich zu nehmen: Es wird nicht ganz klar, auf welcher Seite die Kalifornier stehen. Bestimmt nicht auf der ihrer älteren Fans. Die Mainstream-Medien können noch so oft die Großartigkeit dieser Band heraufbeschwören und runterbeten, wie toll all ihre Platten sind &#8211; das unsägliche Doppelalbum &#8220;Stadium Arcadium&#8221; wird jetzt sogar als gut bezeichnet. Das ändert nichts daran, dass &#8220;I&#8217;m With You&#8221; eine herbe Enttäuschung ist. Das letzte makellose Chili Peppers-Album war &#8220;Blood Sugar Sex Magik&#8221;. 1991 spielten sie sich mit &#8220;Give It Away&#8221;, dem Radio-Dauerbrenner &#8220;Under The Bridge&#8221; und &#8220;Breaking The Girl&#8221; in die Herzen unzähliger Fans.</p>
<p>Diesmal ist bereits die erste, mit viel Tamtam angekündigte Single &#8220;The Adventures Of Rain Dance Maggie&#8221; der absolute Reinfall. So bitter es für die Fans klingen mag: Das Feuer ist bei Anthony Kiedis, Flea, Chad Smith und Klinghoffer seit langem erloschen. Es bedarf schon viel Geduld, das Album nicht vorzeitig aus dem CD Player zu werfen. Wer durchhält wird wenigstens mit der wunderschönen Ballade &#8220;Police Station&#8221; entlohnt, die an elfter Stelle kommt. Zuvor weiß &#8220;Brendan&#8217;s Death Song&#8221; einigermaßen zu gefallen; ebenso &#8220;Did I Let You Know&#8221;. Aber das auch nur aus der Not heraus, weil nichts Besseres zur Hand ist. Akzeptabel ist auch das allerletzte Stück &#8220;Dance Dance Dance&#8221;. Doch am Ende bleibt ein für diese einst so kreative und wegweisende Band ein vernichtendes Urteil. &#8220;I&#8217;m With You&#8221; ist wie ein delikates Rumpsteak oder Kobe-Rinderfilet, das allerdings bei voller Hitze eine halbe Stunde pro Seite durchgebraten wurde und als zäher und fader Lederlappen auf den Teller kommt.</p>
<p>Kai Florian Becker (August 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=816&amp;md5=553a83821883e4e35e9fd629588199db" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Paul Miles: Lemmy und das Masturbieren</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 16:08:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Frau machte den Australier Paul Miles 1989 zum Mötley Crüe-Fan. Seitdem ist es seine absolute Lieblingsband. Daher hat der leidenschaftliche Crüe-Fan, DJ und Autor einige Bücher über die LA-Band geschrieben. Doch nun macht er mit "Sextipps von Rockstars" von sich reden. 23 hat er befragt. Darunter Lemmy von Motörhead, Jesse Hughes (Eagles Of ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Frau machte den Australier Paul Miles 1989 zum Mötley Crüe-Fan. Seitdem ist es seine absolute Lieblingsband. Daher hat der leidenschaftliche Crüe-Fan, DJ und Autor einige Bücher über die LA-Band geschrieben. Doch nun macht er mit &#8220;Sextipps von Rockstars&#8221; von sich reden. 23 hat er befragt. Darunter Lemmy von Motörhead, Jesse Hughes (Eagles Of Death Metal), Courtney Taylor-Taylor (The Dandy Warhols) und Biohazards Evan Seinfeld, der mal mit Pornostar Tera Patrick verheiratet war. Ein Buch mit explizitem Inhalt. Grund genug, Paul Miles zu interviewen.<span id="more-833"></span></p>
<p>Wie bist du auf die Idee gekommen, Musiker nach Sextipps zu befragen?<br />
Miles: Neil Strauss bat mich, ihm bei dem Buch &#8216;The Dirt&#8217;, der erfolgreichen Autobiografie von Mötley Crüe, zu helfen. Etwa vier Jahre später tauschten wir uns bezüglich weiterer Buchideen aus. Ich wollte ein Rock&#8217;n'Roll-Kochbuch namens &#8220;Rezepte von Rockstars&#8221; machen. Strauss schlug Sex als besseres Thema vor. Wahrscheinlich weil er gerade die Autobiografie von Pornostar Jenna Jameson geschrieben hatte. So fing alles an.</p>
<p>War es schwierig, auskunftsfreudige Interviewpartner zu finden?<br />
Miles: Es war eine Herausforderung. Ich habe bei allen nur erdenklichen bekannten Rockstars angefragt &#8211; auch Rod Stewart, Steven Tyler, David Bowie, Robert Plant, Iggy Pop, Mick Jagger, David Lee Roth, Roger Daltrey, Bryan Adams und sogar Bono. Gerade mal 15 Prozent meiner Wunschliste waren bereit dazu. Einige bzw. deren Management ignorierten meine höflichen Anfragen völlig. Andere lehnten u.a. aus Zeitgründen ab, wünschten mir aber wenigstens viel Erfolg. Ich bin glücklich mit der Auswahl, die zustande gekommen ist. Ich wollte auch das gesamte Rockspektrum abdecken.</p>
<p>Gab es Sachverhalte, die du nicht erzählen durftest oder wolltest?<br />
Miles: Abgesehen davon, dass ich einige Namen änderte, um gewisse Leute nicht zu kriminalisieren, wurde nichts zensiert. Was jetzt im Buch steht, ist die direkte Transkription der Interviews.</p>
<p>Wovon warst du besonders positiv oder negativ überrascht?<br />
Miles: Vieles in dem Buch ist sehr, sehr privat. Ich weiß noch, dass ich leicht nervös war, als ich Lemmy wegen des Interviews anrief. Ich war mir sicher, der Pate des Metal würde mir sagen, ich solle mich verpissen, als ich ihn nach Details zum Masturbieren befragte. Dankenswerterweise war er ein sehr anständiger Kerl, was eine angenehme Überraschung war. Er war ebenso humorvoll wie Jesse Hughes. Die meisten schienen das Interview genossen zu haben, weil es mal was anderes war. Das Buch endet mit dem Wunschpartner-Profil: Wenn man all die Antworten nebeneinander stellt, ist es sehr interessant zu sehen, welche gemeinsamen Charakteristiken und Eigenschaften zum idealen Sexpartner eines Rockstars führen. Überraschend finde ich, dass die Frau brünette Haare und natürliche Brüste haben sollte. Das entlarvt die typischen Klischees.</p>
<p>Kai Florian Becker (August 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=833&amp;md5=2000527648ee464e2f9673281cbe4668" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Robert Stadlober: Das war sehr zwiespältig</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 16:02:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Robert Stadlober schaffte in den Filmen "Sonnenallee" und "Crazy" seinen Durchbruch als Schauspieler. Er ist im Kino, im Fernsehen und auch am Theater zu sehen. Was die wenigsten wissen werden: Der 28-Jährige ist auch Musiker. Er ist Sänger und Gitarrist der Indiepop-Band Gary, die am kommenden Wochenende auf dem Nauwieser Fest gastieren wird. Kai ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Robert Stadlober schaffte in den Filmen &#8220;Sonnenallee&#8221; und &#8220;Crazy&#8221; seinen Durchbruch als Schauspieler. Er ist im Kino, im Fernsehen und auch am Theater zu sehen. Was die wenigsten wissen werden: Der 28-Jährige ist auch Musiker. Er ist Sänger und Gitarrist der Indiepop-Band Gary, die am kommenden Wochenende auf dem Nauwieser Fest gastieren wird. Kai Florian Becker sprach mit dem ehemaligen Waldorfschüler und Indie-Fan Stadlober.<span id="more-828"></span></p>
<p>Haben Sie überhaupt Zeit, sich zwischen all den Drehterminen und Proben um Ihre Musikerkarriere zu kümmern? Oder ist die Musik sekundär?<br />
Stadlober: &#8220;In erster Linie ist es so, dass ich gar keine Karriere habe. Ich verachte jedwede Karriereplanung und Dinge, die sich Karriere nennen. Für mich bedeutet die Musik genauso viel wie die Schauspielerei. Beides gehört zu meinem Leben. Das eine ist weder wichtiger noch unwichtiger als das andere. Es ist alles ein Teil eines großen Ganzen. Wenn ich ein Album aufnehme, mache ich zwei Monate lang nur Musik. Wenn ich ein Theaterengagement habe, bin ich eben eine gewisse Zeit ausschließlich der Schauspielerei verpflichtet. So ergeht es ja den meisten Musikern, die selten hauptberuflich Musiker sind.&#8221;</p>
<p>Wie meinen Sie das: Karriere ist Ihnen nicht wichtig? Wie schwierig ist es folglich, innerhalb der Schauspielindustrie nicht zu sehr vermarktet zu werden?<br />
Stadlober: &#8220;Es ist eigentlich sehr leicht. Aber wenn man dennoch das Ziel hat, seinen Lebensunterhalt mit der Schauspielerei zu verdienen, ist es wiederum recht schwierig. Klar kann man zu allem nein sagen. Dann muss man sich allerdings eine andere Verdienstmöglichkeit suchen. Wenn man einen gewissen Anspruch wahren und davon leben möchte, hat das viel mit ständigem Abwägen und Zweifeln zu tun. Natürlich macht man Fehler. Man wurschtelt sich immer irgendwie durch und lernt im besten Fall immer etwas dazu und weiß, was man beim nächsten Mal besser machen könnte.&#8221;</p>
<p>Wer gibt Ihnen außer Ihrem Management Ratschläge? Ihre Familie? Ihre Freunde?<br />
Stadlober: &#8220;Ich verlasse mich da ziemlich auf mein Bauchgefühl. Zumal es ein sehr komplexes Thema ist, das andere vielleicht gar nicht so durchschauen können. Als Schauspieler und Musiker treffe ich alle Entscheidungen alleine. Es gab nie einen Manager. Ich habe lediglich eine Agentur. Die hält sich aber mit Ratschlägen zurück. Sie vermittelt lediglich.&#8221;</p>
<p>Wie wurden Sie musikalisch sozialisiert? Welche Musik hat Sie geprägt?<br />
Stadlober: &#8220;Ich bin ganz klar ein Kind der frühen und mittleren Neunziger. Als es den Indie-Boom gab &#8211; sowohl auf der englischen wie auf der amerikanischen Seite. Sei es nun Teenage Fanclub, Sebadoh, Pavement oder Lemonheads. Besonders die drei Letztgenannten waren meine großen Idole.&#8221;</p>
<p>Sind das Bands, die Sie auch heute noch hören beziehungsweise sich live ansehen?<br />
Stadlober: &#8220;Oh ja, Sebadoh habe ich mittlerweile vier Mal live gesehen. Lou Barlow liebe ich sowieso. Ich habe alles, was dieser Mann veröffentlicht hat.&#8221;</p>
<p>Barlow spielt Gitarre. Ihr erstes Instrument war aber eine Geige. Warum?<br />
Stadlober: &#8220;Ich war Waldorfschüler und zwangsbeglückt, ein Instrument spielen zu müssen. Ich war sieben Jahre alt und fand damals Mozart sehr toll. Da der Geige gespielt hatte, wollte ich das auch. Geschadet hat es mir ja nicht. Mit 13 Jahren wechselte ich dann zur Gitarre.&#8221;</p>
<p>War die Waldorfschule für Sie der richtige Weg?<br />
Stadlober: &#8220;Das ist sehr zwiespältig zu sehen. Die ersten drei, vier Jahre ist die Waldorfschule für die freie Entfaltung sehr hilfreich. Aber sobald man anfängt, eigene Interessen zu entwickeln, wird es schwierig, weil die Waldorfschule schon sehr rigide ist in Bezug auf das, was in ihr Programm passt und was nicht. Das ging bei mir mit zwölf, 13 Jahren los. Ich eckte in der Folge öfters an.&#8221;</p>
<p>Kai Florian Becker (Juli 2011)</p>
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		<title>Eva Briegel: Ich habe genügend Arbeit zu erledigen</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 16:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit ihrer ersten Single "Perfekte Welle" kennt man die aus Gießen stammende Band Juli. Deren Sängerin Eva Briegel ist seit längerem mit Andy Penn von der Pop-Band Mia. liiert. Im Frühjahr 2010 wurden sie Eltern. Wie es ist, mit einem gleichermaßen erfolgreichen Musiker zusammen und auch Mutter zu sein, erzählte Briegel.

Wie und wann sind ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ihrer ersten Single &#8220;Perfekte Welle&#8221; kennt man die aus Gießen stammende Band Juli. Deren Sängerin Eva Briegel ist seit längerem mit Andy Penn von der Pop-Band Mia. liiert. Im Frühjahr 2010 wurden sie Eltern. Wie es ist, mit einem gleichermaßen erfolgreichen Musiker zusammen und auch Mutter zu sein, erzählte Briegel.<span id="more-830"></span></p>
<p>Wie und wann sind Sie zum Singen gekommen?<br />
Briegel: &#8220;Das kann ich gar nicht genau sagen. Ich habe mein Leben lang schon ganz privat für mich gesungen: beim Spazierengehen oder bei meinen Eltern auf dem Autorücksitz. Irgendwann war ich im Kinderchor, danach im Kirchenchor. Über einen Kumpel wurde ich Background-Sängerin in einer Band. Dann verkrachte sich deren Sängerin mit ihrem Freund, dem Gitarristen, und so wurde ich kurzerhand befördert.&#8221;</p>
<p>Sie sind mit Mia.-Gitarrist Andy Penn liiert. Wie ist das bei Ihnen zuhause, wird da oft über die Musik und die Arbeit geredet?<br />
Briegel: &#8220;Ganz viel sogar. Das bereichert mich enorm, weil man dadurch viel mehr darüber nachdenkt, was man will. So komme ich auf viel mehr Ideen. Wir unterstützen uns gegenseitig. Jeder kann rumspinnen und sich in die Gedankenwelt des anderen einklinken. Anders kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen. Uns ist nie langweilig.&#8221;</p>
<p>Hängt der Haussegen schief, wenn Ihnen ein Song Ihres Freundes nicht gefällt?<br />
Briegel: &#8220;Das passiert ganz selten. Ich entdecke ihn stets in seinen Songs wieder. Es gibt einige Sachen, die mir richtig gut gefallen. Aber eigentlich keine, die ich wirklich schlecht finde.&#8221;</p>
<p>Seit Frühjahr 2010 sind Sie Eltern. Wie handhaben Sie das mit dem Touren? Ist das Kind dabei oder daheim beim Vater?<br />
Briegel: &#8220;Jetzt ist es mal so, dass beide zuhause sind. Aber generell sind beide mit auf Tour.&#8221;</p>
<p>Und wenn Mia. touren, sind Sie und Ihr Kind dann auch dabei?<br />
Briegel: &#8220;Ich glaube, ich werde dann eher daheim bleiben. Ich habe genügend Arbeit zu erledigen. Früher oder später werde ich sogar nicht drum herum kommen, eine Nanny oder dergleichen einzustellen.&#8221;</p>
<p>Sie waren Mitglied der deutschen Jury beim diesjährigen Eurovision Song Contest. Hatte Lena in Ihren Augen eine reelle Chance auf den Sieg?<br />
Briegel: &#8220;Schon. Nachdem ich den Song erstmals gehört hatte, dachte ich ehrlich gesagt, dass das nichts werden wird. Aber ihre Performance war beeindruckend: ihre Sicherheit, die Grandesse und der taffe Sex-Appeal. Das hätte ich ihr nicht zugetraut. Ich ging davon aus, sie würde unter die ersten fünf kommen. Leider lief es anders.&#8221;</p>
<p>Kai Florian Becker (Juli 2011)</p>
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		<title>Jana Förster: Es ist nur ein Job</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/07/jana-forster-es-ist-nur-ein-job/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jul 2011 23:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[exklusives]]></category>
		<category><![CDATA[interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Jana Förster wollte nicht kellnern oder Zeitungen austragen wie ihre Klassenkameradinnen und -kameraden. Stattdessen wurde sie mit 18 Jahren GoGo-Tänzerin und später Stripperin. Heute ist die 28-Jährige glücklich verheiratet, Mutter einer vierjährigen Tochter und in der Finanzbranche tätig. Was sie seinerzeit beim Strippen alles erlebte, schrieb sie in dem Buch "Ausgezogen" nieder.

Sie sind heute ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jana Förster wollte nicht kellnern oder Zeitungen austragen wie ihre Klassenkameradinnen und -kameraden. Stattdessen wurde sie mit 18 Jahren GoGo-Tänzerin und später Stripperin. Heute ist die 28-Jährige glücklich verheiratet, Mutter einer vierjährigen Tochter und in der Finanzbranche tätig. Was sie seinerzeit beim Strippen alles erlebte, schrieb sie in dem Buch &#8220;Ausgezogen&#8221; nieder.<span id="more-795"></span></p>
<p>Sie sind heute in der Finanzbranche tätig, früher haben Sie gestrippt &#8211; womit lässt sich leichter Geld verdienen?<br />
Förster: &#8220;Das ist nicht so einfach zu beantworten. Es lässt sich immer dann leicht Geld verdienen, wenn einem der Job Spaß macht. Das war in meinem Fall beim Strippen so und ist auch jetzt so.&#8221;</p>
<p>Nun haben Sie das Buch &#8220;Ausgezogen&#8221; veröffentlicht. Haben Sie nicht befürchtet, dass Ihre Vergangenheit Ihre derzeitigen Finanzkunden irritieren könnte? Zumal Sie recht offenherzig von Ihren damaligen sexuellen Erlebnissen berichten.<br />
Förster: &#8220;Meine Kunden kennen mich sehr gut und wissen, dass ich keine durchschnittliche Finanzberaterin bin. Ich bin anders und generell locker &#8211; auch im Umgang mit ihnen. Insofern habe ich keine Befürchtungen, dass sie mein Buch irritieren könnte. Ich gehe nicht von negativen Rückmeldungen aus. Die Leute können heutzutage mit sowas gut umgehen.&#8221;</p>
<p>Wie kommt man auf die nicht alltägliche Idee, zu strippen? Und wie reagierten Ihre Eltern?<br />
Förster: &#8220;Viele meiner Schulkameraden hatten sich seinerzeit Geld dazuverdient. Ich konnte mir allerdings nicht vorstellen, für ein paar Euro Zeitungen auszutragen oder zu kellnern. Ich entdeckte eine Zeitungsannonce, in der Frauen gesucht wurden, die tanzen konnten. Auf die habe ich mich ganz blauäugig beworben. Es stellte sich heraus, dass es um GoGo-Tanz ging. Ich tanzte vor, nahm mir eine Bedenkzeit heraus und sprach zwischendurch mit meinen Eltern. Die reagierten überraschenderweise entspannt und stellten mir nur einige Bedingungen &#8211; unter anderem, dass ich die Schule abschließen sollte. Ansonsten vertrauten Sie mir, dass ich nicht etwas tun würde, was ich nicht machen wollte. Sie wussten, dass ich nicht zu weit gehen würde. Die ersten Male fuhren sie sogar mit und wurden schnell meine größten Fans.&#8221;</p>
<p>Sie sind nie einen Schritt weiter gegangen &#8211; den hin zur Prostitution. Sicherlich gab es genügend lukrative Angebote. Wie schwer war es, den Verlockungen des Geldes zu wiederstehen?<br />
Förster: &#8220;Ich muss gestehen, dass ich wirklich nie gefragt worden bin, mich zu prostituieren. Ich weiß von einer damaligen Kollegin, dass sie später auf dem Strich landete. Mir hatte man nie ein solches Angebot unterbreitet. Wahrscheinlich, weil ich schnell die Leute aus dieser Branche erkannt hatte und sie mied. Prostitution ist von Striptease weiter entfernt als man denkt. Für mich war alles jenseits des Strippens tabu.&#8221;</p>
<p>Was war Ihre skurrilste Erfahrung als Stripperin?<br />
Förster: &#8220;Die Geschichte steht auch im Buch. Es war ein Strip mit einer Frau auf einer Erotikmesse. Die Presse war da, unendlich viele Zuschauer und alles ging schief. Erst bekam meine Partnerin heißes Wachs ins Auge, dann rasselten wir mit den Köpfen aneinander. Ich wäre am liebsten vor Scham im Boden versunken.&#8221;</p>
<p>Gab es eine spezielle Musik, einen Song, zu dem Sie am liebsten strippten? Oder war die Musik von Auftrag zu Auftrag verschieden?<br />
Förster: &#8220;Für meine Einzelstrips hatte ich tatsächlich einen Lieblingssong. Ich bin ein großer Madonna-Fan und ließ immer ihren Song &#8216;Erotica&#8217; laufen. Dieses Lied ist Sinnlichkeit pur.&#8221;</p>
<p>Können Sie sich &#8216;Erotica&#8217; heute noch unbefangen hören?<br />
Förster: &#8220;Oh ja. Ich freue mich, sobald ich es im Radio höre. Was leider viel zu selten passiert. Dann kommen natürlich immer wieder all die Erinnerungen in mir hoch.&#8221;</p>
<p>Wie oft ist es Ihnen passiert, dass Sie sich die Männer mit aller Gewalt vom Leib halten mussten?<br />
Förster: &#8220;Es passierte recht häufig, dass einer zu aufdringlich wurde. Gott sei Dank wurden wir meist von einem Bodyguard begleitet. Bei Einzelstrips musste ich nur auf denjenigen aufpassen, der vor mir auf dem Stuhl saß, also den Auserkorenen, der betanzt wurde, auch Stuhlopfer genannt. Die meisten sind sehr verlegen und wollen durch eine Aktion alles ins Lächerliche ziehen, zum Beispiel, indem sie die Tänzerin irgendwo anfassen. Das war immer ein wenig knifflig. Es gab letztlich nur einen schlimmen Vorfall. Da hatte mich ein Mann angefasst, was sehr demütigend war. Ansonsten konnte ich mich immer gut wehren. Meine Highheels mit Pfennigabsatz waren dabei stets sehr hilfreich.&#8221;</p>
<p>Glauben Sie, dass sich manch ehemaliger Kunde in den Geschichten wiederfinden wird?<br />
Förster: &#8220;Ich denke schon. Aber ich habe die Namen und Orte abgewandelt. Klar, wenn ich von Stripkollegen oder von bestimmten Erlebnissen erzähle, dann könnten sich die Betroffenen schon erkennen. Wenn dem dann tatsächlich so sein sollte, gehe ich nicht davon aus, dass es die- oder derjenige zugeben würde.&#8221;</p>
<p>Hatten Sie seinerzeit einen Freund? Wie stand der zu der Sache?<br />
Förster: &#8220;Ich hatte bis auf zwei Mal keine feste Beziehung. Die taten anfangs sehr verständnisvoll, wollten aber mit der Zeit doch, dass ich mit dem Strippen aufhöre. Für mich ging das gar nicht, und damit war dann auch Schluss. Anders war es mit meinem heutigen Ehemann. Er war von Beginn an sehr tolerant, was mir sofort imponierte.&#8221;</p>
<p>Können Sie verstehen, dass Männer damit ein Problem haben, wenn die Freundin strippt?<br />
Förster: &#8220;Aus der unwissenden Sicht heraus: Ja. Aber wer sich damit auskennt oder auseinandersetzt, sollte wissen, wie es wirklich ist: Strippen ist ein Job und hat nichts mit echter Begierde zu tun. Man kann auf Knopfdruck einen lasziven Blick aufsetzen.&#8221;</p>
<p>Aber auch der aufgesetzte Blick kann den Freund rasend eifersüchtig machen.<br />
Förster: &#8220;Ich kann das bedingt nachvollziehen. Dennoch sollte man nicht zu viel rein interpretieren. Es ist nur ein Job. Zumal ich nie weitergegangen bin. Wenn bei einem Strip 50 Leute zuschauen, kam bei mir nie Erotik auf.&#8221;</p>
<p>Es geht für den Mann vielleicht nicht darum, was passiert, sondern darum, was der Zuschauer am liebsten mit Ihnen anstellen würde oder was er glaubt, in Ihnen zu sehen.<br />
Förster: &#8220;Stimmt, das ist ein schwieriges Thema. Da muss man als Frau stark sein und drüber stehen. Meine damaligen Freunde konnten das nicht. Auf der anderen Seite gehört es doch auch zum Leben dazu, der Fantasie ab und zu freien Lauf zu lassen und auf der Straße dem anderen Geschlecht hinterher zu schauen. Ich habe durch den Job eine ganz andere Einstellung zu der Sache bekommen. Ich finde es überhaupt nicht verwerflich, wenn mein Mann sich nach einer anderen Frau umdreht. Ich unterhalte mich dann sogar mit ihm darüber, dass sie einen tollen Hintern hat.&#8221;</p>
<p>Sind Sie sich als Stripperin nie benutzt vorgekommen? Schließlich haben Sie den Männern das geboten, nach was die verlangt hatten&#8230;<br />
Förster: &#8220;Nein, nie. Denn die Spielregeln hatte ich bestimmt &#8211; nicht die Männer. Es gab wie gesagt nur eine Situation, in der ein Typ mich unsittlich angefasst hatte. Das war sehr demütigend. Allerdings können davon auch viele andere Frauen berichten. Sowas passiert selbst in der Discothek oder auf Partys.&#8221;</p>
<p>Was war Ihr Geheimrezept beim Strippen? Worin haben Sie sich Ihrer Meinung nach von der Konkurrenz unterschieden?<br />
Förster: &#8220;Ich war nie die 90-60-90-Frau. Ich hatte nie die perfekten Masse und keine Beine bis zum Himmel. Ich war und bin Durchschnitt. Aber man sollte sich nie zu viel Gedanken um seinen Körper und seine Figur machen. Das braucht man nicht, solange man dem Mann das Gefühl gibt, dass man ihn begehrt und haben will. Das habe ich beim Strippen durch Gesten und Blickkontakt gut hinbekommen. Und genau das würde ich am liebsten der Frauenwelt weitergeben: Es bringt nichts, sich verrückt zu machen. Offenheit, Lockerheit und Natürlichkeit sind der bessere Weg.&#8221;</p>
<p>Kai Florian Becker (Mai 2011)</p>
<p>&#8220;Ausgezogen: 33 verrückte und erotische Geschichten aus dem frivolen Leben einer Stripperin&#8221;, 208 Seiten, Taschenbuch, ISBN 978-3-89602-588-3, Schwarzkopf &#038; Schwarzkopf Verlag, Berlin 2011</p>
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		<title>Moby: Destroyed</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 23:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[albumrezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Richard Melville Hall, der gemeinhin Moby genannt wird, ist ein Vielkönner. Er hat schon mit Metallica, Michael Jackson, Public Enemy und New Order gearbeitet und sich selbst in so unterschiedlichen musikalischen Feldern wie Electro, Techno, Rock und Punkrock ausgetobt. Außerdem beherrscht er mehrere Instrumente. Für sein neues Album "Destroyed" hat er alle selbst bedient. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Richard Melville Hall, der gemeinhin Moby genannt wird, ist ein Vielkönner. Er hat schon mit Metallica, Michael Jackson, Public Enemy und New Order gearbeitet und sich selbst in so unterschiedlichen musikalischen Feldern wie Electro, Techno, Rock und Punkrock ausgetobt. Außerdem beherrscht er mehrere Instrumente.<span id="more-763"></span> Für sein neues Album &#8220;Destroyed&#8221; hat er alle selbst bedient. Über dieses sagte er übrigens im Vorfeld, es fiele im Vergleich zu seinen Vorgängern akustischer und weniger elektronisch aus. Das Gegenteil ist aber der Fall: &#8220;Destroyed&#8221; ist rein elektronisch. Außerdem sagte er, es sei der Soundtrack für leere Städte nachts um 2 Uhr, schließlich habe er es unterwegs und eben nachts geschrieben.</p>
<p>&#8220;Destroyed&#8221; enthält konsequenterweise schlafwandlerische, sphärische Lieder, für deren Umsetzung er sich mehrere Gastsängerinnen einlud. Spektakulär ist das nicht. Allenfalls &#8220;Lie Down In Darkness&#8221;, &#8220;After&#8221;, die Ballade &#8220;The Right Thing&#8221; und die auf Soundtrack getrimmten Electro/Klassik-Stücke &#8220;The Violent Bear It Away&#8221; und &#8220;When You Are Old&#8221; stechen heraus.</p>
<p>Kai Florian Becker (Juni 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Korn: Beengendes Klang-Korsett</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 23:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[konzertrezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits zum zweiten Mal besuchten die Nu Metal-Ikone Korn die Escher Rockhal. Wie schon im Juni 2009 legten sie erneut im Rahmen ihrer Festivaltournee eine Zwischenstation ein. 90 Minuten dauerte ihr Gastspiel. Dabei präsentierten sie sowohl altbewährte Hits als auch neue Lieder.

Es geht doch nicht über ein gutes Aufwärmprogramm. Nach zwei Vorgruppen stand am ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits zum zweiten Mal besuchten die Nu Metal-Ikone Korn die Escher Rockhal. Wie schon im Juni 2009 legten sie erneut im Rahmen ihrer Festivaltournee eine Zwischenstation ein. 90 Minuten dauerte ihr Gastspiel. Dabei präsentierten sie sowohl altbewährte Hits als auch neue Lieder.<span id="more-785"></span></p>
<p>Es geht doch nicht über ein gutes Aufwärmprogramm. Nach zwei Vorgruppen stand am Sonntagabend ein langhaariger, wie wild sein Haupthaar rotierender DJ auf der Bühne der Rockhal und rief mit seinem Macbook einen kurzweiligen Mix aus Nu Metal-Hits ab, der die knapp 1.900 Korn-Fans in Stimmung brachte. Insbesondere als &#8220;Angels Deserve To Die&#8221; aus der Feder der nicht minder bekannten, erfolgreichen wie beliebten Nu Metal-Band System Of A Down, die wie Korn einen hohen künstlerischen Anspruch hat und der Progression durchaus offen gegenüber steht, ertönte. Der &#8220;Musikexpress&#8221; schrieb dieser Tage, System Of A Down sei &#8220;die vielleicht wichtigste Metal-Band der vergangenen Dekade&#8221;. Vielleicht ist dem so. Andererseits sollte man gemeinhin mit Superlativen vorsichtig sein und weniger inflationär mit ihnen um sich schmeißen. Zumal auch Korn in ihrer nunmehr 18-jährigen Laufbahn einen nicht unwesentlichen Teil zur Etablierung des Genres Nu Metal beziehungsweise Crossover beigetragen haben. Vor Jahren hörte man doch aus nahezu jedem Proberaumloch Korn-mäßige Töne nach draußen dringen. Was heute kaum mehr vorstellbar erscheint.</p>
<p>Die Luft ist bei den Korn-Begründern Jonathan Davis, James Shaffer alias Munky und Reginald Arvizu, auch Fieldy genannt, aber noch nicht raus. Das machte dieser Auftritt deutlich. Allerdings auch, dass die über Jahre immer gleichen Gesten, Posen, Faxen und Sprüche (&#8220;Are you ready?&#8221;) mittlerweile langweilen. Dass Bassist Fieldy den Kopf seines Instruments immer noch in der Höhe seines linken Ohrläppchens rangiert, mögen die einen für authentisch erachten, andere drehen sich beim Anblick gelangweilt ab. Aber das gehört wohl oder übel zu Korn dazu. Gleichfalls die im Gesicht baumelnden Haare beziehungsweise Dreadlocks, die von Fieldy und Munky stark in Anspruch genommenen Bass- und Gitarrensaiten, die dadurch ganz unverwechselbare Töne preisgeben, und Jonathan Davis, der hinter dem vom Schweizer Künstler und &#8220;Aliens&#8221;-Erfinder H.R. Giger entworfenen Mikrophonständer seiner Wut und Aggression verbal freien Lauf lässt.</p>
<p>Viele Songs waren nach ähnlichem Muster gestrickt. Da erfreute es einen natürlich, wenn kurzzeitig ruhigere Töne angestimmt wurden oder ein brandneuer Song wie &#8220;Get Up&#8221; zum Einsatz kam, in dem Korn ihren Nu Metal mit groovenden Industrial-Klängen verfeinerten und mal aus ihrem auf Dauer beengendem Klang-Korsett schlüpften. Schön auch als auf &#8220;Shoots And Ladders&#8221;, einer der Hits auf ihrem 1994 veröffentlichten selbstbetitelten Debütalbum, den Davis auf seinem fast schon legendären Dudelsack einläutete, eine kurze Hommage an Metallica folgte. Bei &#8220;One&#8221; bewies Davis, dass er durchaus singen und nicht nur schreien oder sich die Töne aus der Lunge pressen kann. Am meisten faszinierte aber das, was Ray Luzier hinter einer Wagenburg aus Becken, Trommeln und Percussions feilbot. Mit welcher Präzision er zu Werke ging, das suchte seinesgleichen.</p>
<p>So ließ sich am Ende feststellen, dass Korn ihren Zenith noch (!) nicht überschritten haben und die im Vergleich zu 2009 geringere Zuschauerzahl eher der Tatsache geschuldet war, dass die Band in der Nacht zuvor auf dem verhältnismäßig nahegelegen Festival &#8220;Rock Am Ring&#8221; zu Gast war. Da dort auch System Of A Down und ähnlich geartete Bands anzutreffen waren, fiel der Zuschauerandrang in der Rockhal verständlicherweise etwas geringer aus. Mit dem Stellenwert der Kalifornier hatte dies weniger zu tun. Ihre Fans halten ihnen nach wie vor die Stange.</p>
<p>Kai Florian Becker (Juni 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Ozzy Osbourne: Danke, Ozzy!</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 23:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[konzertrezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ozzy Osbourne, einer der berühmtesten Metal-Sänger, gastierte am Freitag in der Escher Rockhal. Seinem Ruf folgten knapp 5.000 Fans. Es war ein mehrere Generationen übergreifendes Metal-Konzert mit einer Songauswahl, die keine Wünsche offen ließ. Im Gegenteil: Sie barg viele positive Überraschungen. So war kein Song älter als von 1995 und damit aus der musikalisch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ozzy Osbourne, einer der berühmtesten Metal-Sänger, gastierte am Freitag in der Escher Rockhal. Seinem Ruf folgten knapp 5.000 Fans. Es war ein mehrere Generationen übergreifendes Metal-Konzert mit einer Songauswahl, die keine Wünsche offen ließ. Im Gegenteil: Sie barg viele positive Überraschungen. So war kein Song älter als von 1995 und damit aus der musikalisch besten Phase seiner Solokarriere.<span id="more-780"></span> Zudem waren ganze fünf aus dem Repertoire seiner vorherigen Band Black Sabbath (1969-1979), den Mitbegründern des Heavy Metal. Darunter die Klassiker &#8220;Iron Man&#8221;, Paranoid&#8221; und &#8220;War Pigs&#8221;, die heute noch von unzähligen Bands gespielt werden.<br />
Spannend war die Frage, wie der neue Gitarrist Gus G. abschneiden würde. Er kam 2009 für den von Fans und Kritikern hochgeschätzten Zakk Wylde in die Band. Der 30-Jährige Grieche zeigte, dass er sich nahtlos in die Reihe von Ausnahmegitarristen, die schon für Ozzy tätig waren, einfügt.</p>
<p>Das Hauptaugenmerk lag natürlich auf dem &#8220;Prinzen der Finsternis&#8221; höchstpersönlich. Wie fit ist Ozzy noch? Ist er noch gut bei Stimme oder treffen die Gerüchte zu, dass ihn von hinter der Bühne ein Sänger unterstützt? Okay, er wackelte tattrig über die Bühne, fast roboterhaft. Dennoch sang er mit großer Inbrunst &#8211; ohne Geistersänger im Hintergrund &#8211; und sprühte nur vor Energie. Erst spritzte er mit einem Schlauch Schaum in die begeisterte Menge, später schüttete er eimerweise Wasser hinterher. Ganz der alte Ozzy. Letztlich war es genau der Abend, den man sich als Fan, der in seiner Jugend Ozzy vergötterte, gewünscht hatte. Danke, Ozzy.</p>
<p>Kai Florian Becker (Juni 2011)</p>
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