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	<title>KAI FLORIAN BECKER (KFB)</title>
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		<title>Tokio Hotel: Kurzweiliges Spektakel</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 15:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[konzertrezensionen]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es passiert nicht alle Tage, dass eine international erfolgreiche Band, die bis dato weltweit über 40 Awards einheimste, ihre Europatournee in der Escher Rockhal eröffnet. Insofern war das Interesse seitens der Medien und insbesondere der Fans schon im Vorfeld groß. Zumal es sich bei besagter Band um Tokio Hotel handelte, deren Anhänger einen Hang zum Fanatischen haben und etwas hysterisch reagieren können, wenn sie ihren Idolen nahkommen.<br />
<span id="more-495"></span><br />
Wie sehnsüchtig ihre Anhänger den Auftakt der aktuellen Tour, die 32 Konzerte in 19 Ländern umfasst, erwarteten, war bereits elf Tage zuvor zu spüren. Da positionierten sie die ersten Autos vor der Rockhal. Nur wenige Tage später gesellten sich die ersten Zelte dazu. Am Ende standen trotz eisiger Kälte fast 100 davon auf dem Vorplatz. Schließlich gibt es gewisse Regeln unter Tokio Hotel-Fans: Der Einlass erfolgt nach einer Liste, in die man sich eintragen kann. Wer ganz oben steht, darf als Erstes in die Halle. Verrückt. Zumal nicht nur Teenager ihre Zelte aufschlugen, sondern auch ältere Fans. Ein Indiz dafür, dass die Band kein reines Teenie-Phänomen mehr ist. Davon ab haben sich die Brüder Bill und Tom Kaulitz, Georg Moritz Hagen Listing und Gustav Klaus Wolfgang Schäfer auch musikalisch weiterentwickelt. Während sie 2005 mit dem leicht nervigen Ohrwurm &#8220;Durch den Monsun&#8221;, der dank eines Plastik-MP3 Players als Menü-Dreingabe einer Fast Food-Kette millionenfach den Weg in unzählige Kinderhände fand, ihre Karriere starteten, klingt ihr aktuelles Album &#8220;Humanoid&#8221; vergleichsweise erwachsen.</p>
<p>Insofern war die Rockhal am Montagabend nicht nur mit hysterisch kreischenden Kindern und Teenies bevölkert. Unter den knapp 5.000 Fans befanden sich zudem zahlreiche Erwachsene – und das nicht in Begleitung ihrer Sprösslinge. Die einen hatten sichtlich Spaß an der gigantischen Show, die Tokio Hotel boten. Die anderen hatten Spaß mit sich selbst und trugen eine Bill Kaulitz-Perücke und ein lila &#8220;Bill ich will ein Kind von Dir&#8221;-T-Shirt zur Schau.</p>
<p>Unterdessen gaben Tokio Hotel ihr Bestes, um gleich zum Tourauftakt einen tadellosen Eindruck zu hinterlassen. Was hatten ihre Fans diesen Moment so sehnlichst erwartet, als das Hallenlicht erlosch. Sofort brach ein ohrenbetäubendes Kreischen los. Der Vorhang fiel und zum Vorschein kam eine riesige metallene Kugel, die sich mit dem Einsetzen der ersten Takte von &#8220;Komm&#8221; öffnete. Drinnen saß Schlagzeuger Schäfer auf einem beweglichen Podest und heraustrat Sänger Bill. Links und rechts von der Bühne hatten bereits Bills Bruder Tom (Gitarre) und Bassist Listing Stellung bezogen.<br />
Dem Motto der Tour entsprechend, das &#8220;Welcome to Humanoid City&#8221; lautet, glich die Kulisse einer futuristischen, urbanen Industriestätte. Wohin könnte diese besser passen als ins Escher Industriegebiet Belval. Zu schade nur, dass das Konzert nicht draußen vor den rostigen Fabrikruinen stattfand.</p>
<p>Vom dritten Lied an, dem fetzigen &#8220;Ich brech aus&#8221;, hatte Bill seine anfängliche Nervosität abgelegt und rannte befreit durchs Bühnenbild. Es folgte die erste kurze Unterbrechung: Bill verschwand hinter der Bühne und wechselte sein Kostüm. Die wurden allesamt exklusiv von dem US-Modelabel &#8220;Dsquared2&#8243; (Madonna, Britney Spears) angefertigt und glichen einem ausgefallenen Mix aus Biker-Outfit, Kiss-Uniform und Raumfahreranzug &#8211; alle in schwarzem Leder und mit Nieten und LED-Lämpchen bestückt. Das gefiel nicht nur einer Gruppe junger Damen, die fortwährend in Richtung Bühne riefen: &#8220;Umziehen! Umziehen! Umziehen!&#8221;. Wahrscheinlich wären sie am liebsten mit Bill hinter der Bühne verschwunden.</p>
<p>Mitten im einem kurzen Akustikset, der mit &#8220;Humanoid&#8221; eröffnet wurde, bekannte der begehrte Sänger: &#8220;Ihr glaubt gar nicht, wie viel uns das hier bedeutet. Vielen Dank, Luxemburg! Dankeschön.&#8221; Für die anschließende Ballade &#8220;Geisterfahrer&#8221; wurden einmal mehr Feuerzeuge entflammt, Leuchtstäbe geschwenkt und die Handys gezückt, um auch diesen Moment digital festzuhalten.</p>
<p>Mit der flotten 80er Jahre-Reminiszenz &#8220;Dogs Unleashed&#8221;, die englische Version von &#8220;Hunde&#8221;, rissen Tokio Hotel ihre Fans kurzzeitig aus ihrer sehnsuchtsvollen Stimmung heraus. Die Pianoballade &#8220;Zoom&#8221;, &#8220;Für immer jetzt&#8221; und der Hit, den die Band laut Bill seit fünf Jahren jeden Abend spielt, &#8220;Durch den Monsun&#8221;, markierten das Ende dieses kurzweiligen Spektakels. Zurück blieben weitestgehend beseelte Fans. Darunter auch der überglückliche Ludovic Gros, 16, aus dem lothringischen Seignbouse: &#8220;Es war einfach nur geil! Die Jungs haben uns mit Material zugeschmissen&#8221;, freute er sich und zeigte die zerknautschte leere Wasserflasche, die ihm Tom Kaulitz zugeworfen hatte. Ebenso überwältigt von der 90-minütigen Show war die sechsjährige Suzanna Barth: &#8220;Es war toll. Am besten hat mir von der Band der Tom gefallen. Das beste Lied war &#8216;Übers Ende der Welt&#8217;&#8221;, sagte sie, ehe sie sich, sichtlich erschöpft, mit ihren Eltern auf den Heimweg nach Völklingen machte. So schnell wird sie diesen Abend sicherlich nicht vergessen. Wie so viele Tokio Hotel-Fans.</p>
<p>Kai Florian Becker (Februar 2010)</p>
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		<title>Lieblingsvideo #004: Biffy Clyro</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 05:00:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer immer schon mal sehen wollte, wie drei Schotten, namentlich Biffy Clyro, Reise nach Jerusalem spielen, sollte sich das folgende Interview mit iNterview ansehen.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer immer schon mal sehen wollte, wie drei Schotten, namentlich Biffy Clyro, Reise nach Jerusalem spielen, sollte sich das folgende Interview mit <a href="http://www.youtube.com/user/1NterviewTV" target="blank">iNterview</a> ansehen.</p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/QfL9bQpU0C0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/QfL9bQpU0C0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
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		<title>Lieblingsvideo #003: Liars</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 05:00:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Liars haben ein tolles neues Album aufgenommen, das auf den Namen &#8220;Sisterworld&#8221; hört. Daraus ausgekoppelt haben Aaron Hemphill, Angus Andrew und Julian Gross den Song &#8220;Scissor&#8221;, dessen beängstigendes wie geniales Video einem filmischen Crossover aus &#8220;Lost&#8221; und &#8220;Blairwitch Project&#8221; gleichkommt. Buh!

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Liars haben ein tolles neues Album aufgenommen, das auf den Namen &#8220;Sisterworld&#8221; hört. Daraus ausgekoppelt haben Aaron Hemphill, Angus Andrew und Julian Gross den Song &#8220;Scissor&#8221;, dessen beängstigendes wie geniales Video einem filmischen Crossover aus &#8220;Lost&#8221; und &#8220;Blairwitch Project&#8221; gleichkommt. Buh!</p>
<p><object id="flashObj" width="404" height="436" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=9,0,47,0"><param name="movie" value="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9/1813626064?isVid=1&#038;publisherID=1564549380" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="flashVars" value="videoId=66845385001&#038;playerID=1813626064&#038;domain=embed&#038;" /><param name="base" value="http://admin.brightcove.com" /><param name="seamlesstabbing" value="false" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="swLiveConnect" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><embed src="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9/1813626064?isVid=1&#038;publisherID=1564549380" bgcolor="#FFFFFF" flashVars="videoId=66845385001&#038;playerID=1813626064&#038;domain=embed&#038;" base="http://admin.brightcove.com" name="flashObj" width="404" height="436" seamlesstabbing="false" type="application/x-shockwave-flash" allowFullScreen="true" swLiveConnect="true" allowScriptAccess="always" pluginspage="http://www.macromedia.com/shockwave/download/index.cgi?P1_Prod_Version=ShockwaveFlash"></embed></object></p>
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		<title>Dúné: Flucht vor der Langeweile und Einöde</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 05:00:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die sieben Mitglieder der dänischen Band Dúné sind im Schnitt 20 Jahre jung, haben aber schon zwei Alben veröffentlicht: &#8220;We Are In There, You Are Out Here&#8221; (2007) und &#8220;Enter Metropolis&#8221; (2009). Gegründet wurde die Alternative/Wave-Rock-Formation vor neun Jahren in dem kleinen Städtchen Skive. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Kopenhagen leben sie mittlerweile in Berlin. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die sieben Mitglieder der dänischen Band Dúné sind im Schnitt 20 Jahre jung, haben aber schon zwei Alben veröffentlicht: &#8220;We Are In There, You Are Out Here&#8221; (2007) und &#8220;Enter Metropolis&#8221; (2009). Gegründet wurde die Alternative/Wave-Rock-Formation vor neun Jahren in dem kleinen Städtchen Skive. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Kopenhagen leben sie mittlerweile in Berlin. Kai Florian Becker im Gespräch mit Sänger Mattias Kolstrup.<br />
<span id="more-483"></span><br />
Warum sind Sie mit der kompletten Band nach Berlin gezogen?<br />
Kolstrup: &#8220;Nachdem wir alle die Schule abgeschlossen hatten, gingen wir nach Kopenhagen. Es ist eine wundervolle Stadt, aber wir wollten etwas noch Größeres und Aufregenderes erleben – etwas, das uns inspiriert. So kamen wir auf Berlin. Gleichzeitig wurden wir als Musiker ambitionierter und suchten den engen Kontakt zu unserem Label, das hier seinen Sitz hat.&#8221;</p>
<p>Hat der Albumtitel &#8220;Enter Metropolis&#8221; etwas mit dem Umzug vom Land in die Großstadt zu tun?<br />
Kolstrup: &#8220;Richtig. Der Titel verweist auch auf all die anderen größeren Städte, die wir während unserer letzten Tourneen besucht haben. Für uns Landeier war es natürlich etwas Besonderes, Los Angeles, Moskau und Tokio zu Gesicht zu bekommen. &#8216;Enter Metropolis&#8217; bezieht sich zudem auf die Erfahrung, erwachsen zu werden und mehr zu erleben.&#8221;</p>
<p>Was fasziniert Sie an diesen Metropolen?<br />
Kolstrup: &#8220;Die Tatsache, dass hinter jedem dieser Millionen Fenster ein Mensch lebt, der sein ganz individuelles Leben führt. Viele kennen vielleicht nicht mal ihre Nachbarn, obwohl sie mit ihnen Tür an Tür wohnen. Ich erinnere mich da im Besonderen an Tokio und die unzähligen Wolkenkratzer. Das war beeindruckend.&#8221;</p>
<p>Vermissen Sie denn Dänemark?<br />
Kolstrup: &#8220;Ehrlich gesagt: Bis jetzt nicht. Was nicht heißt, dass ich nicht mal wieder meine Familie und meine Freunde sehen will.&#8221;</p>
<p>Sie gründeten Dúné, da waren Sie gerade mal ein Teenager. Verrückt, oder? Woher nahmen Sie nur den Mut?<br />
Kolstrup: &#8220;Das hat mit Skive zu tun. Wir waren tierisch gelangweilt und hatten einfach nichts anderes zu tun. Wir waren wegen unserer langen Haare und unserer Kleidung in der Schule stets die Außenseiter. Die Musik war unsere Flucht vor der Langeweile und der Einöde. Wir gaben uns von Beginn an voll und ganz der Musik hin. Letztendlich wurden wir in der Band groß. Sie ist zu unserer Identität geworden.&#8221;</p>
<p>In Ihrer Heimat haben sie schon zahlreiche Musikpreise abgeräumt. Was bleibt da noch als Ziel?<br />
Kolstrup: &#8220;Der Erfolg in Dänemark ist das eine. Aber auf der ganzen Welt Erfolg zu haben, das wäre ein Traum. Doch bis dahin ist es ein langer, schwerer Weg. Immerhin läuft es derzeit schon mal in Deutschland ganz gut für uns. Darauf wollen wir aufbauen.&#8221;</p>
<p>Kai Florian Becker (Februar 2010)</p>
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		<title>Friska Viljor: Kindermusik mit Erwachsenen-Texten</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 05:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die schwedische Band Friska Viljor wurde vor fünf Jahren von Daniel Johansson und Joakim Sveningsson gegründet. Sie nutzten das gemeinsame Musizieren, um sich von ihren gescheiterten Beziehungen zu therapieren. Heute sind die beiden Gitarristen glücklich – nicht nur wegen des wachsenden Bekanntheitsgrades ihrer Band. Kai Florian Becker erreichte Joakim Sveningsson in der Schweiz, auf einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die schwedische Band Friska Viljor wurde vor fünf Jahren von Daniel Johansson und Joakim Sveningsson gegründet. Sie nutzten das gemeinsame Musizieren, um sich von ihren gescheiterten Beziehungen zu therapieren. Heute sind die beiden Gitarristen glücklich – nicht nur wegen des wachsenden Bekanntheitsgrades ihrer Band. Kai Florian Becker erreichte Joakim Sveningsson in der Schweiz, auf einer der zahlreichen Stationen ihrer aktuellen Europatournee.<br />
<span id="more-485"></span><br />
Sie sollen ihr Debütalbum &#8220;Bravo!&#8221; als &#8220;Kindermusik mit Erwachsenen-Texten&#8221; beschrieben haben. Stimmt das?<br />
Sveningsson: &#8220;Ja. Denn die Musik ist direkt und die Melodien sind eingängig. Doch die Texte behandeln ernste Themen aus der Erwachsenenwelt, die allerdings zum Teil in kindlicher Art und Weise erzählt sind. Weshalb sie wiederum leicht verständlich sind.&#8221;</p>
<p>Ihr erstes Album war stark von der Musik der Kanadier Arcade Fire beeinflusst. Auf dem zweiten, &#8220;Tour De Hearts&#8221;, kam noch Ska-Punk und Indiepop hinzu. Mit ihrem dritten Album, &#8220;For New Beginnings&#8221;, scheinen Sie endgültig beim Indiepop gelandet zu sein. Brauchen Sie oft Veränderungen?<br />
Sveningsson: &#8220;Das waren – wie so oft bei Künstlern – ganz natürliche Entwicklungsprozesse. Zur Zeit unseres ersten Albums standen wir vor allem unter dem Einfluss von Alkohol. Schließlich hatten wir beide kurz zuvor unsere Freundin verloren. Während der Aufnahmen zu unserem zweiten Album tranken wir kaum noch und dachten viel mehr über die Songs nach. Bei &#8216;For The New Beginnings&#8217; war es wieder ganz anderes: Wir trafen uns nur drei Mal. Ansonsten arbeiteten Daniel und ich separat an den Songs. Insofern entstand jedes Album unter anderen Umständen und obendrein in unterschiedlichen Gemütszuständen.&#8221;</p>
<p>Der Song &#8220;Wohlwill&#8221; handelt von einer gleichnamigen Straße auf St. Pauli, in dem es einen Plattenladen gibt, der für Ihre Karriere eine entscheidende Rolle gespielt haben soll. Welche?<br />
Sveningsson: &#8220;Im Sommer 2006 gingen wir mit unserem ersten Album im Gepäck nach Hamburg, um auf der Straße Musik zu machen. So kamen wir in den besagten Plattenladen, dessen Chef uns nach einer Hörprobe begeistert zehn CDs abkaufte und obendrein einlud, abends im Laden aufzutreten. Letztlich gaben wir in Hamburg fünf Konzerte an verschiedenen Orten und lernten vor der Abreise sogar noch einen Labelbetreiber kennen, der uns bald darauf unter Vertrag nahm. Wir hatten verdammt viel Glück.&#8221;</p>
<p>Kai Florian Becker (Februar 2010)</p>
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		<title>Air: Spartanisch, statisch, schön</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 15:16:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[konzertrezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie so oft in den vergangenen Monaten war auch am Montagabend das Atelier restlos ausverkauft. Unten auf dem Parkett und oben auf der Galerie drängten sich lange vor Konzertbeginn die Menschen, um später nur ja einen Blick auf die Bühne erhaschen zu können. Schließlich hatten sich Air angekündigt, einer der Pop-Exportschlager Frankreichs. Doch bevor die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie so oft in den vergangenen Monaten war auch am Montagabend das Atelier restlos ausverkauft. Unten auf dem Parkett und oben auf der Galerie drängten sich lange vor Konzertbeginn die Menschen, um später nur ja einen Blick auf die Bühne erhaschen zu können. Schließlich hatten sich Air angekündigt, einer der Pop-Exportschlager Frankreichs. Doch bevor die ihren Chill Out-Electro servierten, war George Pringle an der Reihe.<br />
<span id="more-479"></span><br />
Auf der Myspace-Seite der jungen Musikerin aus London steht: &#8220;Posh girl moans&#8230;&#8221;. Weiter unten ist eine Definition von &#8220;Diseuse&#8221; zu lesen: &#8220;A female entertainer who performs monologues&#8221;. Was zugleich eine treffende Umschreibung ihrer Bühnenperformance ist. Im Gegensatz zu ihrem männlichen Alltagsphilosophen Mike Skinner von The Streets ist Pringle, die eigentlich Georgina Richards-Pringle heißt und zuvor in einer Punkband sang und danach solo Akustikmusik machte, äußerst schüchtern. Die schlaksige 25-Jährige kam lediglich mit Mikrofon und iBook auf die Bühne und machte nicht den Eindruck, als fühlte sie sich pudelwohl ob der vielen Blicke, die auf sie gerichtet waren. Sie schien leicht nervös zu sein und brach die Versuche, mit dem Publikum auf französisch zu kommunizieren, auch mal mitten im Satz ab. Andererseits zog sie ihr Programm durch &#8211; trotz des nicht unerheblichen Geräuschpegels im Publikum. Einige unterhielten sich nämlich lieber als dieser jungen Künstlerin zuzuhören, die auf unnachahmliche Weise die Spoken Word-Kunst mit dem am Computer generierten LoFi-Electro kombinierte.</p>
<p>Mit solch spartanischen Mitteln komponieren Air natürlich nicht ihre Songs. Allenfalls ihre Bühnendarbietung war spartanischer Natur. Jean-Benoît Dunckel, komplett in weiß gekleidet, bewegte sich so gut wie gar nicht. Er stand mit stoischer Ruhe da und bediente die Tasten, Knöpfe und Regler seiner teils sehr antiquiert anmutenden Instrumente. Zwischen den Songs kam stets ein Assistent geeilt, um an den Apparaturen die Einstellungen für die passenden Klänge des nächsten Songs vorzunehmen. Der trug übrigens &#8211; einem Butler gleich &#8211; weiße Handschuhe und einen dunklen Anzug. Das hatte Stil.</p>
<p>Im Hintergrund saß Schlagzeuger Alex Thomas (auch Bat For Lashes) und auf der rechten Bühnenseite stand Nicolas Godin, der etwas mehr Einsatz als sein Kollege Dunckel zeigte. Er spielte Bass, Keyboard, sang ab und an und in ganz raren Momenten huschte ihm sogar ein Lächeln über sein strenges Gesicht. Beispielsweise als das die Stimmung im Saal über zu kochen drohte, weil Air gerade &#8220;Sexy Boy&#8221; von ihrem 1998 veröffentlichten Debüt &#8220;Moon Safari&#8221; anstimmten.</p>
<p>Obwohl ihr Bewegungsradius auf der Bühne minimalst war und sich nach vielen Wochen auf Tour zusätzlich Routine eingeschlichen hatte, die Musik war vom Allerfeinsten. Los ging es mit &#8220;Do The Joy&#8221;, dem ersten Song ihres aktuellen Albums &#8220;Love 2&#8243;. Sechs weitere Songs davon folgten. Dazwischen gesellten sich die Klassiker &#8220;Kelly Watch The Stars!&#8221;, &#8220;Cherry Blossom Girl&#8221;, &#8220;La Femme d&#8217;Argent&#8221; und &#8220;How Does It Make You Feel?&#8221;.</p>
<p>Die einzigen Mankos an diesem Abend waren, dass die Bühne des Atelier zu klein für die standardmäßige Lichtshow war und dass vom hervorragenden &#8220;The Virgin Suicides&#8221;-Soundtrack nur &#8220;Highschool Lover&#8221; und leider nicht das brillante &#8220;Playground Love&#8221; gespielt wurde. Wahrscheinlich fehlt Letzteres immer wieder auf der Setlist, weil es im Studio von Gordon Tracks alias Thomas Marx (Phoenix) eingesungen wurde. Glücklicherweise war es auch ohne &#8220;Playground Love&#8221; ein gelungener Abend.</p>
<p>Kai Florian Becker (Februar 2010)</p>
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		<title>Lieblingsvideo #002: Mogwai</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 05:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vincent Moon und Nataniel La Souanec, bekannt von La Blogotheque, haben einen Live-Film über Mogwai gedreht. Dieser trägt den Titel &#8220;Burning&#8221; und das hier ist der beeindruckende Teaser des Films. Dieser wird übrigens der im Frühjahr erscheinenden Vinyl-Box-Version des ersten Mogwai-Livealbums auf einer DVD beiligen.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Vincent Moon und Nataniel La Souanec, bekannt von <a href="http://www.blogotheque.net/" target="blank">La Blogotheque</a>, haben einen Live-Film über Mogwai gedreht. Dieser trägt den Titel &#8220;Burning&#8221; und das hier ist der beeindruckende Teaser des Films. Dieser wird übrigens der im Frühjahr erscheinenden Vinyl-Box-Version des ersten Mogwai-Livealbums auf einer DVD beiligen.</p>
<p><object width="400" height="225"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=7500309&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=7500309&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="400" height="225"></embed></object></p>
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		<title>Part Chimp: Thriller</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 05:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[albumrezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Rock Action Records ist ein kleines, von Mogwai initiiertes Musiklabel. Die neueste Veröffentlichung der Schotten trägt den Titel &#8220;Thriller&#8221; und stammt aus der Feder von Part Chimp. Um es vorwegzunehmen: Dies ist keine Huldigung vor dem gleichnamigen Meisterwerk von Michael Jackson.
Auf ihrem mittlerweile dritten Album geben sich Part Chimp wie gewohnt dem lauten, ungestümen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rock Action Records ist ein kleines, von Mogwai initiiertes Musiklabel. Die neueste Veröffentlichung der Schotten trägt den Titel &#8220;Thriller&#8221; und stammt aus der Feder von Part Chimp. Um es vorwegzunehmen: Dies ist keine Huldigung vor dem gleichnamigen Meisterwerk von Michael Jackson.<span id="more-476"></span></p>
<p>Auf ihrem mittlerweile dritten Album geben sich Part Chimp wie gewohnt dem lauten, ungestümen und krachenden Rock hin. Zusammen mit Neuzugang Tracy Bellaries (Ex-Ikara Colt) am Bass entzünden die drei Herren aus Camberwell in London ein deftiges, durchweg hörbares Noise Rock-Doom-Feuerwerk. Melodien sind ihnen nicht fremd (&#8221;Sweet T&#8221;). Zudem darf es mitunter sehr ruhig und leise zugehen &#8211; zumindest für etwas mehr als drei Minuten, ehe der Gitarren-Bass-Schlagzeug-Orkan abermals loslegt (&#8221;Super Moody&#8221;).</p>
<p>Man mag übrigens kaum glauben, aber Part Chimp gingen aus Ligament hervor. Eben jener Band, die 1996 auf Flower Shop Recordings, dem Label von Robin Proper-Sheppard (Sophia, Ex-The God Machine), das eindrucksvolle Album &#8220;Kind Deeds&#8221; veröffentlichte. Damals machten Tim Cedar (Gesang, Gitarre) und Schlagzeuger Jon Hamilton noch sleazigen Alternative Rock mit vereinzeltem Schreigesang. Die Ansätze für das, was mit Part Chimp folgen sollte, waren zumindest entfernt zu erkennen. Jener Hamilton spielte obendrein auf dem ersten Sophia-Album &#8220;Fixed Water&#8221; Schlagzeug. Und jetzt stehen Cedar und Hamilton bei Mogwai bzw. Rock Action unter Vertrag, die wiederum in der Vergangenheit mit Sophia tourten.</p>
<p>Kai Florian Becker (Februar 2010)</p>
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		<title>First Aid Kit: The Big Black And The Blue</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 05:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[albumrezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn eins derzeit gut ankommt, dann sind es mehrstimmige Gesänge. Man stelle sich vor, die Fleet Foxes wären allesamt Frauen. So klingt der Auftakt auf &#8220;The Big Black And The Blue&#8221;. Diese Feststellung allein ist schon großartig. Es wird aber noch besser: First Aid Kit, das sind die Schwedinnen Klara und Johanna Söderberg. Die eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn eins derzeit gut ankommt, dann sind es mehrstimmige Gesänge. Man stelle sich vor, die Fleet Foxes wären allesamt Frauen. So klingt der Auftakt auf &#8220;The Big Black And The Blue&#8221;. Diese Feststellung allein ist schon großartig. Es wird aber noch besser: First Aid Kit, das sind die Schwedinnen Klara und Johanna Söderberg. Die eine ist 16, die andere doch schon 19 Jahre alt. Keine Ahnung, mit welcher Musik oder unter welchen Umständen sie aufgewachsen sind. Aber ihre Stimmen gehen durch Mark und Bein. Diese Leidenschaft im Gesang ist schier beeindruckend.<span id="more-442"></span></p>
<p>Auf YouTube ist ein Video aus dem Sommer 2008 zu sehen, in dem sie <a href="http://www.kaiflorian.de/2010/01/lieblingsvideo-001-first-aid-kit/">&#8220;Tiger Mountain Peasant&#8221;</a> von den eingangs erwähnten Fleet Foxes covern. Über eine Million Menschen haben sich das schon angesehen. Wie jung, schüchtern und unscheinbar sie darin aussehen und wie gut sie diesen Song performen: Wahnsinn.</p>
<p>All das kann man auch über ihr Debütalbum &#8220;The Big Black And The Blue&#8221; sagen. Sie tragen ihre Songs mit beeindruckender Ernsthaftigkeit und Reife vor. Es ist fast schon beängstigend, wie gut Klara und Johanna Söderberg sind. First Aid Kit, die ihre Musik als &#8220;what Gary Numan would sound like if he made folk music&#8221; umschreiben, haben das erste Folk-Highlight des Jahres veröffentlicht – und leicht wird es sicherlich nicht, dieses zu überbieten.</p>
<p>Kai Florian Becker (Februar 2010)</p>
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		<title>Lieblingsvideo #001: First Aid Kit</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 16:20:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[lieblingsvideo]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier ein Video, das im Sommer 2008 entstand. Es zeigt die schwedischen Schwestern Klara und Johanna Söderberg alias First Aid Kit, die mitten in einem Wald &#8220;Tiger Mountain Peasant&#8221; von den Fleet Foxes covern. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war die eine wahrscheinlich 15, die andere 18 Jahre alt. Beeindruckend.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ein Video, das im Sommer 2008 entstand. Es zeigt die schwedischen Schwestern Klara und Johanna Söderberg alias First Aid Kit, die mitten in einem Wald &#8220;Tiger Mountain Peasant&#8221; von den Fleet Foxes covern. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war die eine wahrscheinlich 15, die andere 18 Jahre alt. Beeindruckend.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/HMrqBldlqzA&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/HMrqBldlqzA&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Adam Green: Minor Love</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 05:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[albumrezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Minor Love&#8221; ist Adam Greens Scheidungsalbum. Denn im Dezember wurde bekannt, dass er sich von Loribeth Capella, die er im Sommer 2008 geheiratet hatte, scheiden lassen werde. Die große Liebe, die er gefunden zu haben glaubte, hatte ihn sitzen gelassen. Dass er mit Capella auch eine Duettpartnerin verlor, kann er wohl noch am ehesten verwinden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Minor Love&#8221; ist Adam Greens Scheidungsalbum. Denn im Dezember wurde bekannt, dass er sich von Loribeth Capella, die er im Sommer 2008 geheiratet hatte, scheiden lassen werde. Die große Liebe, die er gefunden zu haben glaubte, hatte ihn sitzen gelassen.<span id="more-434"></span> Dass er mit Capella auch eine Duettpartnerin verlor, kann er wohl noch am ehesten verwinden. Vielleicht war die schmerzhafte Trennung genau das richtige für den Künstler Green. So konnte (oder musste?) er sich auf die Musik konzentrieren und schrieb einige für seine Verhältnisse erstaunlich erwachsene Songs: beispielsweise das an Lou Reed erinnernde &#8220;What Makes Him Act So Bad&#8221; oder die Simon &#038; Garfunkel-Akustikballade &#8220;Don&#8217;t Call Me Uncle&#8221;. Vielleicht lag es auch am Umfeld, in dem das Album entstand. Green nahm die Songs im Hause des &#8220;Minor Love&#8221;-Produzenten Noah Georgeson auf und spielte einen Großteil der Instrumente selbst ein. Um zu zeigen, dass er noch immer der schräge, verhuschte, etwas kindliche Singer-Songwriter ist, den viele in ihm sehen, hat er auch Seltsames auf &#8220;Minor Love&#8221; gepackt: Das Lied &#8220;Oh Shucks&#8221; nahm er auf einer seltsam verzerrten E-Gitarre auf und garnierte es mit altbackenen Computerspiel-Geräuschen.</p>
<p>Kai Florian Becker (Januar 2010)</p>
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		<title>Tatort: Hilflos</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 05:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mobbing unter Schülern ist grausam. Kinder und Jugendliche können erschreckend brutal zueinander sein und einander teils irreparable seelische Schäden zufügen. Mobbing ist immer wieder auch das Thema in Drehbüchern. So wie im Fall des neuen SR-Tatorts “Hilflos” (24.01.2010, ARD, 20.15 Uhr) von Stefan Schaller und Sabine Radebold.

Im Mittelpunkt steht der Schüler Tobias Rothgerber. Er ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mobbing unter Schülern ist grausam. Kinder und Jugendliche können erschreckend brutal zueinander sein und einander teils irreparable seelische Schäden zufügen. Mobbing ist immer wieder auch das Thema in Drehbüchern. So wie im Fall des neuen SR-Tatorts “Hilflos” (24.01.2010, ARD, 20.15 Uhr) von Stefan Schaller und Sabine Radebold.<br />
<span id="more-438"></span><br />
Im Mittelpunkt steht der Schüler Tobias Rothgerber. Er ist in seiner Klasse ein Außenseiter, ist groß und dürr, trägt eine Zahnspange und wirkt ungepflegt. Er ist alles andere als beliebt. Ihm hat gar mal ein Mitschüler in seine Diddlmaus-Brotdose geschissen. Kein Wunder, dass Rothgerber ein verschlossenes und verängstigtes Wesen ist. Jetzt hat er auch noch seinen besten Freund David verloren.</p>
<p>Der stürzte den Ermittlungen des Saarbrücker Kommissar-Duos Franz Kappl (Maximilian Brückner) und Stefan Deininger (Gregor Weber) zufolge in einem abgelegenen Parkhaus von einem Stockwerk ins nächste und brach sich das Genick. Die Indizien deuten auf Tobias als Täter hin. Dieser allerdings schweigt sich gegenüber den Ermittlern beharrlich aus. Von seinen Mitschülern ist ebenso wenig etwas in Erfahrung zu bringen. Später gibt zumindest Anna Lena (Vanessa Krüger) Hinweise auf ein mögliches Motiv. Dass aber nicht von vornherein die verdächtig erscheinenden Schüler einzeln befragt werden, ist eine der wenigen Schwachpunkte des Drehbuchs.</p>
<p>Die Glanzpunkte in “Hilflos” setzen Sergej Moya in der Rolle des Tobias und Florian Bartholomäi als Jonathan Seiwert, der einzige Schüler, der ebenfalls ins Visier der Kommissare gerät. Die beiden Jungdarsteller, von denen ein jeder bereits im Rahmen des Saarbrücker Filmfestivals Max Ophüls Preis als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet wurde, spielen die Hauptfiguren dieses traurigen und beklemmenden Krimis. In dem sind selbst die sonst so willkommenen Witze von Deininger völlig deplatziert.</p>
<p>Gerade an Tobias verzweifeln Deininger und Kappl. Sie wissen nicht, wie sie auf sein Schweigen reagieren sollen. Das Guter-Cop/Böser-Cop-Spiel hat wenig Erfolg. Erst gegen Ende des Films bröckelt die Wand des Schweigens, und die erschreckenden Abgründe der Beziehung zwischen Tobias, David und Jonathan kommen zum Vorschein.</p>
<p>Das Ende hinterlässt nicht nur die Ermittler fassungslos. Dem Zuschauer ergeht es nicht viel besser. “Hilflos” ist der treffende Titel für diesen aufwühlenden, stillen und beklemmenden Tatort, dessen gelungene Story einen über einige wenige schauspielerische Mängel (siehe phasenweise bei Breininger und vor allem aber bei Davids Mutter) wohlwollend hinwegsehen lässt. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass die dem Film zugrunde liegende Geschichte rein fiktiv ist.</p>
<p>Kai Florian Becker (Januar 2010)</p>
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