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	<title>KAI FLORIAN BECKER (KFB)</title>
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		<title>Nagel: &#8220;Nichts was ich mache, ist mein Beruf&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 05:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Thorsten Nagelschmidt, Nagel genannt, war von 1993 bis 2009 Sänger der deutschen Punkrock-Band Muff Potter. Heute ist er im weitesten Sinne Künstler: Er schreibt (&#8220;Was kostet die Welt&#8221;), liest und fertigt Linolschnitte an. Ein Gespräch mit Nagel. Wie lebt es sich so ohne Band, sprich ohne Muff Potter? Als wir Ende 2009 die Band aufgelöst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thorsten Nagelschmidt, Nagel genannt, war von 1993 bis 2009 Sänger der deutschen Punkrock-Band Muff Potter. Heute ist er im weitesten Sinne Künstler: Er schreibt (&#8220;Was kostet die Welt&#8221;), liest und fertigt Linolschnitte an. Ein Gespräch mit Nagel.<span id="more-857"></span></p>
<p>Wie lebt es sich so ohne Band, sprich ohne Muff Potter?<br />
Als wir Ende 2009 die Band aufgelöst haben, war es, als ob man endlich einen viel zu schweren Rucksack von den Schultern wirft. Der natürlich auch Dinge enthält, die man danach sehr vermisst. Aber ohne Band? Mal sehen was da noch kommt.</p>
<p>Haben Sie bereits neue musikalische Projekte oder ein Soloalbum in Arbeit? Oder ist das Schreiben nunmehr Ihr Hauptberuf?<br />
Nichts was ich mache, ist mein Beruf. Ich bin Autodidakt und freue mich darum umso mehr darüber, seit nun über sieben Jahren von meiner Kunst leben zu können. Und seit der Muff Potter-Auflösung verging kaum eine Woche, in der ich nicht Musik gemacht habe.</p>
<p>Derzeit sind Sie auf Lesereise. Lohnt es sich in finanzieller und resonanzmäßiger Hinsicht, Bücher zu schreiben, oder ist der Punkrocker im Vergleich zum Autor der größere Star?<br />
Es gibt natürlich Autoren, die zehnmal soviele Bücher verkaufen wie ich, zu deren Lesungen aber viel weniger Leute kommen als zu meinen. Oder umgekehrt. Die beneide und bemitleide ich zugleich. Einerseits will man natürlich die Anerkennung durch Literaturkritik und Feuilleton, andererseits bin ich sehr glücklich mit dem, was ich mache. Regelmäßig erzählen mir Menschen, dass meine Lesung die beste war, der sie je beigewohnt haben. Und ein zurückgezogenes Schriftstellerdasein mit sporadischem Abgefeiere in der sogenannten E-Kultur erscheint mir viel langweiliger als der Glamour-Aspekt, den mein Leben trotz gelegentlicher Ungewissheiten hat.<br />
Und finanziell? Ich habe nie irgendwas für Geld gemacht. Aber weniger lukrativ als Musik zu machen kann seit dem Niedergang der Musikindustrie kaum noch irgendeine künstlerische Tätigkeit sein. Insofern bin ich diesbezüglich maximal abgehärtet.</p>
<p>Sie tourten bereits mit dem schottischen Autor John Niven (&#8220;Kill Your Friends&#8221;, &#8220;Gott bewahre&#8221;) und dem Wahl-Saarländer Lee Hollis lesend durch Deutschland. Wie ist das, wenn zwei Schriftsteller zusammen reisen? Gibt es da Rock&#8217;n'Roll-Momente?<br />
Die gibt es immer &#8211; ob alleine, zu zweit oder zu zwölft. Schön ist aber die Abwechslung, die Interaktion und die Dynamik, wenn man sich die Bühne teilt. Und die Pausen, die man hat, wenn man nicht zwei Stunden alleine etwas abliefern muss.</p>
<p>Sie hatten zuletzt auch Ausstellungen mit Ihren gedruckten Linolschnitten? Wie sind Sie dazu gekommen?<br />
Ich wollte für meinen zweiten Roman &#8220;Was kostet die Welt&#8221; auf dem Cover nur Lettern haben. Kein Foto, keine Zeichnung, keine Illustration. Die von der Agentur angebotene Schrift hatte mich aber nicht wirklich begeistert. Also bin ich in den Künstlerbedarfsladen gefahren und habe mir Linolschnitt-Utensilien gekauft. Erst danach habe ich angefangen, mich wirklich für diese Kunstdruckform zu interessieren.<br />
Das besagte Cover war mein allererster Linolschnitt. Dann fing ich an, Portraits meiner rauchenden Freunde zu schnitzen. Daraus entstand meine &#8220;Raucher&#8221;-Serie, die ich irgendwann auch zeigen und verkaufen wollte. Mittlerweile sind es fast ein Dutzend Ausstellungen. Die Nachfrage wächst und die Serie auch. Es ist eine gute, einsame Arbeit.</p>
<p>Kai Florian Becker (April 2012)</p>
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		<title>Waterdown: Auf Abschiedstournee</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 05:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Waterdown waren eine der erfolgreichsten deutschen Hardcore-Bands. Nach zwölf Jahren gehen sie ein letztes Mal auf Tournee, um sich zu verabschieden, aber auch um sich im nächsten Jahr unter neuem Namen und mit neuer, stilistisch offenerer Musik zurückzumelden. Ein Gespräch mit Bassist Christian Kruse Gantke. Warum lösen sich Waterdown auf &#8211; aus Angst vor dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Waterdown waren eine der erfolgreichsten deutschen Hardcore-Bands. Nach zwölf Jahren gehen sie ein letztes Mal auf Tournee, um sich zu verabschieden, aber auch um sich im nächsten Jahr unter neuem Namen und mit neuer, stilistisch offenerer Musik zurückzumelden. Ein Gespräch mit Bassist Christian Kruse Gantke.<span id="more-853"></span></p>
<p>Warum lösen sich Waterdown auf &#8211; aus Angst vor dem 13. Jahr?<br />
Nein, nicht Angst. Wir sind zu der Erkenntnis gekommen, dass wir musikalisch nochmal etwas Neues probieren möchten, ohne Erwartungen erfüllen zu müssen. Wir haben mit Waterdown so viel erreicht und sind in der deutschen Musiklandschaft so etabliert, dass das zwar einerseits schön ist, uns andererseits aber eben auch gewisse stilistische Grenzen setzt. Und die wollen wir umgehen. Dazu kommt, dass ein gesetztes, offizielles Ende besser ist als ein langsames Dahinsiechen. Wir wollten selbst entscheiden, wann Schluss ist.</p>
<p>Haben Sie das Gefühl, musikalisch mit Waterdown alles gesagt zu haben?<br />
Nicht alles, was kreativ aus uns herauszuholen wäre, aber mit Sicherheit alles in dieser Stilrichtung. Wir selbst hören seit Ewigkeiten nichts mehr aus der Richtung, die Waterdown immer anhaftete. Der Begriff Screamo ist für uns zum Schimpfwort geworden. In fast allen Kritiken zu unserer Abschiedsplatte &#8220;Into The Flames&#8221; taucht dieses Wort auf, obwohl das jeder Grundlage entbehrt. Und genau darum geht es uns: Wir haben gemerkt, dass wir dieses Stigma nicht mehr loswerden. Also machen wir Schluss und fangen neu an.</p>
<p>Was war in den zwölf Jahren der schönste Moment?<br />
Da gibt es extrem viele. Die sechswöchige US-Tournee, die Europatouren mit Sick Of It All, Rise Against und den Gorilla Biscuits, die ausverkauften Headlinershows in Deutschland und England, generell die Sympathie, die uns viele Leute entgegengebracht haben, die Freundschaften, die wir geschlossen haben, die Möglichkeit, in 16 Ländern getourt zu haben&#8230; Ich könnte ewig weitermachen.</p>
<p>Gibt es etwas, das Sie gerne erreicht hätten?<br />
Wir sind generell mit allem zufrieden, was wir erleben durften, weil wir nichts als selbstverständlich hinnehmen. Wenn es um unerfüllte Träume geht, dann wären wir gerne noch in Japan, Australien und Neuseeland getourt.</p>
<p>Wie ist vor den letzten Konzerten die Gefühlslage?<br />
Wir haben bisher drei Shows gespielt. Die Clubs waren gut besucht, die Songs wurden sehr euphorisch aufgenommen und die Leute haben sich bei uns persönlich für zwölf Jahre Lebensbegleitung bedankt. Bisher geben uns diese letzten Auftritte das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, weil wir mit einem sehr positiven Gefühl gehen. Ich weiß allerdings ehrlich nicht, wie das nach der allerletzten Show aussehen wird.</p>
<p>Was wird nach Waterdown kommen?<br />
Wir werden gemeinsam weiter Musik machen, aber stilistisch offen und unter einem neuen Namen, den wir jetzt noch nicht verraten. Wenn man Lust hat, weiterhin Musik von uns zu hören, dann kann man das sicher in naher Zukunft tun. Die Hälfte der Platte unserer neuen Band haben wir bereits geschrieben. 2013 wird wohl unser erstes Album nach Waterdown erscheinen.</p>
<p>Kai Florian Becker (April 2012)</p>
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		<title>Corrosion Of Conformity: Eine kleine, feine Zeitreise</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 05:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[konzertrezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn alte Helden, ergo Musiker aus der Zeit, in der man sich nicht nur jung fühlte, sondern es auch war, ihr Comeback ankündigen, stellt sich stets die Frage, ob man sich freuen oder Mitleid haben soll. Schließlich geben manche ein jämmerliches Bild ab und sind nur noch ein Schatte ihrer selbst. Als allerdings vor einigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn alte Helden, ergo Musiker aus der Zeit, in der man sich nicht nur jung fühlte, sondern es auch war, ihr Comeback ankündigen, stellt sich stets die Frage, ob man sich freuen oder Mitleid haben soll. Schließlich geben manche ein jämmerliches Bild ab und sind nur noch ein Schatte ihrer selbst.<span id="more-850"></span></p>
<p>Als allerdings vor einigen Monaten die Nachricht die Runde machte, Corrosion Of Cornformity, kurz C.O.C., hätten sich wieder zusammengefunden, war die Freude sehr groß. C.O.C. war seit jeher eine besondere Band. Sie schaffte den Spagat zwischen Hardcore/Punk auf der einen Seite und Stoner Rock/Metal auf der anderen Seite. In den Achtzigern waren ihre Songs von einem Mix aus Hardcore, Punk und Thrash Metal bestimmt: wüst, wild und roh. Nachzuhören auf den Alben &#8220;Eye For An Eye&#8221; (1984) und &#8220;Animosity&#8221; (1985). Nachdem Bassist und Sänger Mike Dean 1987 der Band den Rücken gekehrt hatte, kam es zu einer ersten Pause. 1991 waren C.O.C. mit neuem Sänger (Karl Agell) und neuem Sound zurück. Auf dem im gleichen Jahr veröffentlichten Album &#8220;Blind&#8221; waren die Hardcore- und Punk-Einflüsse nahezu verschwunden. Es dominierte grooviger Metal mit dezenten Thrash-Anleihen. In der Folge und vor allem dank des Wechsels von Agell zu Sänger/Gitarrist Pepper Keenan wurden die Stoner Rock-Einflüsse immer größer. Da Keenan aber auch Mitglied bei dem lukrativen All Star-Projekt Down wurde, hatte er irgendwann keine Zeit mehr für C.O.C., so dass die Band von 2006 an abermals auf Eis lag. Bis sich Mitte 2010 die Besetzung des &#8220;Animosity&#8221;-Line-ups wieder zusammengefunden hatte. Fortan tourten Mike Dean (Bass, Gesang), Woody Weatherman (Gitarre) und Reed Mullin (Schlagzeug, Gesang) durch die USA und im letzten Jahr auch durch Europa. Nun waren sie erneut in Europa unterwegs und brachten ihr neues Album &#8220;Corrossion Of Conformity&#8221; mit, auf dem sie erstmals beide Phasen der Band vereinten: die ruppige, wilde Anfangsphase und die spätere vom Stoner Rock geprägte Zeit.</p>
<p>Gleiches gibt es über ihren Auftritt in der Escher Kulturfabrik zu sagen. Vor erschreckend lichten Reihen (geschätzte 150 Besucher) präsentierte das Trio die ganze stilistische Bandbreite ihrer bewegten Karriere, wobei der Schwerpunkt auf der punkigen Seite lag. Sie spielten in etwa gleich viele Lieder ihres neuen Albums und ihres Klassikers &#8220;Animosity&#8221;. Dazu wenige Lieder aus der Pepper Keenan-Phase, etwa den Ohrwurm &#8220;Deliverance&#8221; in einer spartanischen Version, und nur eins vom Meisterwerk &#8220;Blind&#8221; (&#8220;Vote With A Bullet&#8221;). Zweifelsohne ein bunter und durchaus gelungener Mix. Es war erstaunlich festzustellen, wie gut ihre Songs nach all den Jahren noch funktionieren. Wer hätte damals gedacht, dass sie derart zeitlos seien oder je werden würden? Ein Beispiel: Wenn Dean heutzutage in &#8220;Mad World&#8221; singt: &#8220;Certain leaders build their tools of death / Saying it&#8217;s all to keep the peace / They&#8217;re saying one thing doing another / Both sides of the scales of power / The deadly loads increase / Mad world we&#8217;re living in a mad world / We&#8217;re living in a mad mad mad mad world&#8221;, man mag nicht glauben, dass der Song aus dem Jahr 1985 stammt. Er passt ebenso perfekt ins Hier und Jetzt. Zum Schluss spielten sie den stürmisch-flotten Song &#8220;Technocrazy&#8221;. Danach verabschiedeten sich C.O.C. von ihren wenigen über die Jahre übriggebliebenen, rundum glücklichen Fans.</p>
<p>Kai Florian Becker (April 2012)</p>
 <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=850&amp;md5=e887519320f47fab0a80962924fc851d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>CALLmeKAT: Ich wuchs mit Musik auf</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 05:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil viele ihrer Freunde die dänische Singer-Songwriterin Katrine Ottosen Kat nennen, hat sie CALLmeKAT als Künstlernamen gewählt. Pfiffig &#8211; so wie ihre Musik. Nachzuhören auf ihrem aktuellen Indiepop-Werk &#8220;Where The River Turns Black&#8221;, an dem auch Gang Of Four/The B-52&#8242;s-Bassistin Sara Lee mitgewirkt hat. Auf Ihrer Homepage las ich, dass Sie in einem Wald nahe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil viele ihrer Freunde die dänische Singer-Songwriterin Katrine Ottosen Kat nennen, hat sie CALLmeKAT als Künstlernamen gewählt. Pfiffig &#8211; so wie ihre Musik. Nachzuhören auf ihrem aktuellen Indiepop-Werk &#8220;Where The River Turns Black&#8221;, an dem auch Gang Of Four/The B-52&#8242;s-Bassistin Sara Lee mitgewirkt hat.<span id="more-847"></span></p>
<p>Auf Ihrer Homepage las ich, dass Sie in einem Wald nahe Ihres Elternhaus ein zerschmettertes Piano stand, auf dem Sie gespielt haben. Ist das wahr?<br />
Nicht wirklich. (lacht) Manche Dinge gehen in der Übersetzung anscheinend verloren. Klingt aber sehr poetisch, nicht wahr? Ich wünschte, es wäre so gewesen. Aber zu den Fakten: Während eines Großteils meiner Kindheit lebten wir in einem Waldhaus. Ich fand es cool, von Bäumen und Tieren umzingelt zu sein. In meiner Schule, die auf der anderen Seite einer Wiese lag, stand ein heruntergekommenes Piano, zu dem ich mich sehr hingezogen fühlte. Ich klimperte oft nachmittags darauf herum, wenn es nicht besetzt war.</p>
<p>Und so kamen Sie zur Musik?<br />
Nun, meine Mutter sagt, ich hätte schon gesungen, bevor ich sprechen konnte. Das zählt aber wohl nicht, oder? Insofern ist besagtes Piano der Startpunkt meiner Karriere.</p>
<p>Waren Ihre Eltern musikalisch?<br />
Zuhause kamen wir oft zusammen und sangen. Mein Vater spielte früher gerne Gitarre und sang alte Lieder. Das war sein liebstes Hobby. An Wochenenden spielte er auch oft für andere. Tagsüber arbeitete er im Wald. Unsere Mutter tanzte unterdessen mit uns zur Musik. Auch in meiner Schule gab es viel Musik. Das war ganz normal und selbstverständlich für uns. Ich wuchs also mit Musik auf.</p>
<p>Einen Preis haben Sie auch schon bekommen. Wie war das, als Sie in Ihrer Heimat als &#8220;Beste Alternative Künstlerin&#8221; ausgezeichnet wurden?<br />
Das war eine verrückte Veranstaltung. Der Abend wurde von Jack Daniels gesponsert. Meine Band und ich dachten nicht im Traum daran, zu gewinnen. So kippten wir einen kostenlosen Whiskey nach dem anderen in uns rein. Wir hatten wahrlich unseren Spaß.</p>
<p>Für &#8220;Where The River Turns Black&#8221; arbeiteten Sie mit Produzent und Multiinstrumentalist Joe Magistro und Bassistin Sara Lee zusammen. Wie lernten Sie die legendäre Lee kennen?<br />
Über Joe. Sie kennen sich schon sehr lange, sind eng miteinander befreundet und leben beide im US-Bundesstaat New York. Mittlerweile bin auch ich gut mir ihr befreundet. Die Chemie stimmte eben. Wir hatten eine unglaublich gute Zeit im Studio. Es war wundervoll, die Songs live einzuspielen.</p>
<p>Kai Florian Becker (März 2012)</p>
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		<title>The Mars Volta: Noctourniquet</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[albumrezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[The Mars Volta sind keine Kinder von Traurigkeit. Wer sich eines ihrer Alben zulegt, sollte wissen, dass er sich auf einiges gefasst machen muss. Da stellt der neueste Streich namens &#8220;Noctourniquet&#8221; keine Ausnahme dar. Aufgenommen wurde das sechste Studioalbum in der Besetzung Omar Rodríguez-López, dem Kopf, Gitarristen und Produzenten der Band, Sänger Cedric Bixler-Zavala, Bassist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>The Mars Volta sind keine Kinder von Traurigkeit. Wer sich eines ihrer Alben zulegt, sollte wissen, dass er sich auf einiges gefasst machen muss. Da stellt der neueste Streich namens &#8220;Noctourniquet&#8221; keine Ausnahme dar.<span id="more-844"></span></p>
<p>Aufgenommen wurde das sechste Studioalbum in der Besetzung Omar Rodríguez-López, dem Kopf, Gitarristen und Produzenten der Band, Sänger Cedric Bixler-Zavala, Bassist Juan Alderete, Keyboarder Marcel Rodríguez-López und Neuzugang Deantoni Parks, der am Schlagzeug Unglaubliches vollbringt. Nachzuhören in &#8220;Aegis&#8221; und &#8220;Dyslexicon&#8221;. Parks drischt derart hektisch auf die Snare- und Bassdrum ein, so dass man meinen könnte, er stünde unter Starkstrom. Wäre da nicht diese beeindruckende Präzision. Irre.</p>
<p>Nicht mit im Studio dabei waren Isaiah Ikey Owens (Keyboard), der anscheinend aus der Band gekegelt wurde, und der ehemalige Red Hot Chili Peppers-Gitarrist John Frusciante, der auf den vorherigen Alben Gast war. An der Hierarchie innerhalb der Band hat sich derweil nichts geändert. Die Federführung hatte erwartungsgemäß Omar Rodríguez-López. Er komponierte ein Album basierend auf dem Comic-Bösewicht Solomon Grundy, einem riesigen Zombie, der schon gegen Batman und Superman gekämpft hat, und auf griechischer Mythologie, speziell auf der Geschichte des schönen Jünglings Hyakinthos, Sohn des Spartaner-Königs Amyklas.</p>
<p>Mit antiker Musik hat &#8220;Noctourniquet&#8221; aber nichts gemein. Verspielter, kunterbunter und von Neo-Hippies dargebotener progressiver Rock ist Trumpf. Nichts für Zartbesaitete und nur je nach Tagesform restlos genießbar. Aber Musik darf auch mal den Geist fordern, statt nur stumpf einzulullen. The Mars Volta schlagen in ihren Liedern Haken, überraschen den Hörer und zeigen ihm Klangwelten weit jenseits des Massengeschmacks auf. &#8220;Noctourniquet&#8221; ist farbenfroh wie ein Kaleidoskop: malerisch (&#8220;Empty Vessels Make The Loudest Sound&#8221;), psychedelisch bis drogengeschwängert (&#8220;Imago&#8221;), klug rockend (&#8220;Molochwalker&#8221;), seltsam märchenhaft (&#8220;Lapochka&#8221;, &#8220;Trinkets Pale Of Moon&#8221;) oder verworren elektronisch (&#8220;In Absentia&#8221;).</p>
<p>Omar Rodríguez-López&#8217; Versprechen, ein Album mit &#8220;hypnotischen Melodien und Grenzgänger-Elektro-Ambient&#8221; abzuliefern, hat er eingelöst. Wer sich darauf einlässt, den erwarten 65 teils anstrengende, sicherlich aber ebenso spannende Minuten mit vielen genialen Momenten.</p>
<p>Kai Florian Becker (April 2012)</p>
 <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=844&amp;md5=b0173002c27fd3a71bc1c9154ac33494" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Madonna: MDNA</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 15:39:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[albumrezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ach Du Schreck, so klingt Madonna anno 2012? Das ist der spontane Gedanke, der einem beim ersten Hördurchlauf ihres neuen Albums &#8220;MDNA&#8221; durch den Kopf schießt. &#8220;Girl Gone Wild&#8221;, der Auftakt ihres zwölften Studioalbums, ist gelinde gesagt eine Katastrophe und erinnert an kümmerliche Eurodisco-Songs, die kein Mensch je gebraucht hat. Erschreckend ist, dass auch der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach Du Schreck, so klingt Madonna anno 2012? Das ist der spontane Gedanke, der einem beim ersten Hördurchlauf ihres neuen Albums &#8220;MDNA&#8221; durch den Kopf schießt. &#8220;Girl Gone Wild&#8221;, der Auftakt ihres zwölften Studioalbums, ist gelinde gesagt eine Katastrophe und erinnert an kümmerliche Eurodisco-Songs, die kein Mensch je gebraucht hat.<span id="more-841"></span> Erschreckend ist, dass auch der zweite Song ein Totalausfall ist. Es geht grob gesagt um die Ermordung eines Liebhabers: &#8220;Bang bang, shot you dead / Shot my lover in the head&#8221;. Später schreit Madonna &#8211; irgendwo zwischen Laszivität und Hysterie in ihrer<br />
Stimme: &#8220;Now drive bitch / I said drive bitch / And while you&#8217;re at it, die bitch / That&#8217;s right drive bitch&#8221;. Wie konnte sie sich auf dieses primitive Niveau herunterlassen und solch einen dämlichen Song veröffentlichen?</p>
<p>Die gar nicht so berauschende erste Singleauskopplung &#8220;Give Me All Your Luvin&#8217;&#8221;, in der neben Madonna die britische Electro-Künstlerin M.I.A. und die HipHop/R&#8217;n'B-Newcomerin Nicki Minaj zu hören sind, ist der beste Song auf &#8220;MDNA&#8221;. Akzeptabel ist auch &#8220;I Don&#8217;t Give A&#8221;, in dem erneut Minaj mitwirkt. Das riecht nach Staffelübergabe: Die gealterte Pop-Königin übergibt an die 29-Jährige Stakkato-Sängerin aus Trinidad und Tobago. Nun liegen unter anderem auf ihr die Pop-Hoffnungen.</p>
<p>Madonna indes katapultierte sich nicht nur mit ihrem gescheiterten Hilfsprojekt in Afrika in die Negativschlagzeilen (gemeint ist der geplante, aber nicht realisierte Bau einer Mädchenschule in Malawi). Auch musikalisch gibt es fast nichts Positives über die einstige Pop-Königin zu berichten. Sie greift mit erstaunlicher Zielsicherheit nahezu ständig daneben. Früher war es genau umgekehrt. Da waren ihre Alben voller Ohrwürmer und es gab wenige Ausfälle.</p>
<p>In einigen aktuellen Kritiken hieß es, sie habe ihren Platz auf dem Pop-Thron verloren. Dem kann man nur zustimmen. &#8220;MDNA&#8221; ist ihrer nicht würdig. Hatte sie früher immer das Ohr am Puls der Zeit und die angesagtesten Produzenten oder Musiker um sich geschart und mit ihnen Erstaunliches vollbracht, macht sie heuer einen desorientierten, ratlosen Eindruck. Guten Pop machen längst andere.<br />
Im Refrain von &#8220;Masterpiece&#8221; heißt es &#8220;Nothing&#8217;s indestructible&#8221;. Weder ist &#8220;MDNA&#8221; ein Meisterwerk, noch ist ihr Antlitz unzerstörbar. Schlimmer noch: Sie selbst hält Hammer und Meißel in der Hand.</p>
<p>Kai Florian Becker (April 2012)</p>
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		<title>Peter Doherty: Hör bitte auf, Peter!</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 14:52:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[konzertrezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Abend mit zwei gänzlich verschiedenen Seiten. Zuerst betrat die aus Saarbrücken stammende Britpop-Band Loony die Bühne des gut gefüllten Clubs der Escher Rockhal. Sie durfte nur zu zweit und mit einem reinen Akustikset anreisen. Das war die Vorgabe von Peter Doherty oder dessen Managements. Nils Crauser, Gitarrist und Sänger, und Peter Musler an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Abend mit zwei gänzlich verschiedenen Seiten. Zuerst betrat die aus Saarbrücken stammende Britpop-Band Loony die Bühne des gut gefüllten Clubs der Escher Rockhal. Sie durfte nur zu zweit und mit einem reinen Akustikset anreisen. Das war die Vorgabe von Peter Doherty oder dessen Managements.<span id="more-838"></span> Nils Crauser, Gitarrist und Sänger, und Peter Musler an der zweiten Gitarre machten ihre Sache vortrefflich und nutzen die für sie seltene Möglichkeit, sich mal außerhalb Saarbrückens geschweige denn des Saarlandes, ja, sogar Deutschlands zu präsentieren. Sie waren verständlicherweise etwas aufgeregt, vor solch großer, erwartungsgemäß kritischer Kulisse und vor Peter Doherty im Speziellen zu spielen. Zumal sie erst recht kurzfristig die Zusage dafür erhalten hatten. Zum Glück kam ihr lupenreiner Britpop, der von Crausers Liam Gallagher-Stimme lebte, recht gut an. Sie durften nach 30 Minuten zweifelsohne zufrieden sein und sich gewiss sein, das Publikum weder gelangweilt noch genervt zu haben.</p>
<p>Das von Peter Dohertys Show behaupten zu können, wäre schön gewesen, ist jedoch nach den zwei Stunden oberpeinlichen Gebarens absolut undenkbar. Der erste Grund, an einem Fünkchen Restverstand bei Doherty zu zweifeln, lieferte die über 45 Minuten währende Umbaupause zwischen den Sets. Okay, es bedarf natürlich viel Arbeit und Zeit, einen Mikrofonständer und etwas Kleinkram von der Bühne zu befördern. Rockstar hin oder her, aber seine Fans derart auf die Folter zu spannen, das ist eine Frechheit sondergleichen. Da hört der Spaß auf. Früher trat er oft genug gar nicht auf. Das entschuldigt aber nicht dieses Stargehabe. Eins sollte er flugs realisieren: Ohne Fans, keine Karriere.</p>
<p>Irgendwann bequemte er sich tatsächlich auf die Bühne und begrüßte das vor Erlösung überglückliche Publikum mit einem nuscheligen &#8220;Guten Morgen&#8221;. Oha. Schon hier konnte einem das Lachen über seine Lässigkeit im Halse stecken bleiben. Denn dieser Mensch, mit Hut und Akustikgitarre ausgestattet, war in hohem Maße unnüchtern.</p>
<p>Viele seiner Fans waren jedoch froh, dass er überhaupt erschienen war und feierten seine Songs frenetisch. Selbst als er völlig orientierungslos an den Gitarrensaiten rumzupfte. Man fragte sich, ob er im Vorfeld zu viele Drogen oder doch noch zu wenige konsumiert hatte. Was hat dieser Mann ein Talent und hat er nicht zwei tolle Bands hervor gebracht: die Babyshambles, vor allem aber The Libertines. Und was macht er? Er schmeißt seine Karriere und sich in die Gosse und lässt sich dabei zusehen, wie er langsam aber sicher verendet. Es wurde am Montagabend von Minute zu Minute unerträglicher, diesem Trauerspiel beizuwohnen. Aus Enttäuschung wurde kurzzeitig Mitleid, dann schnell Fassungslosigkeit und letztlich reine Wut.</p>
<p>Die Pausen zwischen den Liedern, deren Darbietung fast ausnahmslos mies war, wurden länger und länger. Er stimmte ewig seine Gitarre, saß minutenlang auf der Bühne und starrte und murmelte vor sich hin, trank und torkelte oder sah seinen Balletttänzerinnen hinterher, deren Tanzeinlagen bei weitem nicht das Bizarrste waren. Das Nonplusultra an Peinlichkeit war Dohertys Top Notes-Cover &#8220;Twist And Shout&#8221;. Es klang so, als hätte es ein sturzbetrunkener Fußballhooligan eingeschrien.<br />
Es war zum Fremdschämen und zum Abgewöhnen. Warum nicht konsequenterweise alle Besucher irgendwann die Lust an diesem desaströsen Konzert verloren und gingen, das bleibt neben der Frage, wann es Doherty endlich geschafft hat, sich ins Nirvana zu saufen und zu spritzen, das große Geheimnis dieses Abends. Waren es wirklich noch Fans oder größtenteils sensationsgeile Schaulustige, die nach einer solchen Darbietung gelechzt hatten und deren Verlangen endlich befriedigt wurde? Wer nach dieser Show noch einmal freiwillig eine Karte für ein Peter Doherty-Konzert kauft, muss von allen guten Geistern verlassen sein.</p>
<p>Kai Florian Becker (April 2012)</p>
 <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=838&amp;md5=b07e2660df4b8ffef2479e9f42712e4d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Boots Electric: Es war unausweichlich</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/10/boots-electric-es-war-unausweichlich/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 05:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Jesse Hughes, neben Josh Homme (Queens Of The Stone Age) Kopf von Eagles Of Death Metal, hat unter dem Namen Boots Electric das Soloalbum &#8220;Honkey Kong&#8221; veröffentlicht. Die Songs komponierte er zusammen mit Money Mark, der als Beastie Boys-Keyboarder bekannt wurde. saar-scene störte Hughes bei der Gartenarbeit mit seiner Freundin Tuesday Cross, einer ehemaligen Pornodarstellerin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jesse Hughes, neben Josh Homme (Queens Of The Stone Age) Kopf von Eagles Of Death Metal, hat unter dem Namen Boots Electric das Soloalbum &#8220;Honkey Kong&#8221; veröffentlicht. Die Songs komponierte er zusammen mit Money Mark, der als Beastie Boys-Keyboarder bekannt wurde. saar-scene störte Hughes bei der Gartenarbeit mit seiner Freundin Tuesday Cross, einer ehemaligen Pornodarstellerin und nunmehr Bassistin in seiner Band.<span id="more-836"></span></p>
<p>Du hattest schon einige Künstlernamen. Wie bist Du auf Boots Electric gekommen?<br />
Hughes: Wie so vieles in meinem Leben, so hat auch das mit Joshua Homme zu tun. Ich hieß anfangs Devil. Aber als Devil kann man sonntags nicht seine Mutter besuchen gehen und bei ihr essen. Also musste ein anderer Name her. Ich bin früher viel Rollschuh gelaufen. Daher nannte mich Josh irgendwann &#8216;fruit boots&#8217;, ein Slangwort für Inlineskater. Als ich dann endlich im Rock&#8217;n'Roll angekommen war, sagte er, ich hätte die &#8216;fruit boots&#8217; gegen elektrische Stiefel eingetauscht.</p>
<p>Wie kam es, dass Du für &#8220;Honkey Kong&#8221; ausgerechnet mit Money Mark zusammengearbeitet hast?<br />
Hughes: Es war eine sehr wichtige Entscheidung, ihn dazu zu holen. Aber erst mal will ich erklären, warum ich ein Soloalbum machen wollte. Es ging nicht um mein Ego. Ich wollte all meinen Freunden, die mir über Jahre geholfen hatten, danken. Es war ein unausweichlicher Schritt für mich. Also ging ich zu meinen Wurzeln zurück und überlegte, welches Album mich als Kid am meisten beeindruckt hatte und mich dazu brachte, Musik zu machen. Das war &#8216;Check Your Head&#8217; von den Beastie Boys. So kam ich auf Money Mark.</p>
<p>Die Songs überraschen. Du als Rock&#8217;n'Roller machst nun gar keinen Rock&#8217;n'Roll. Bist Du den R&#8217;n'R leid oder muss R&#8217;n'R nicht nach R&#8217;n'R klingen, um R&#8217;n'R zu sein?<br />
Hughes: Das ist eine verdammt gute Frage… Da steckt viel Wahrheit dahinter. Nimm etwa Punkrock: Public Enemy sind ebenso Punkrock wie Black Flag. Und N.W.A. ist ebenso R&#8217;n'R wie Ted Nugent. R&#8217;n'R ist eine Attitüde. (…) Letztlich ist Eagles Of Death Metal mein nacktarschiger Versuch, flachgelegt zu werden. Boots Electric ist der anspruchsvolle Versuch, flachgelegt zu werden.</p>
<p>Bei einer der letzten Europatourneen von EODM hattet ihr Pornosonnenbrillen und Klebe-Schnurbärte im Angebot. Wie sieht das Boots Electric-Merchandising aus?<br />
Hughes: Oh, wir haben ganz hervorragende Ideen.</p>
<p>Schwingende Schwänze oder so?<br />
Hughes: Da bringst du mich auf eine Idee: ein Schwanz als Metronom-Zeiger. Da steht dann drauf: &#8216;Keep time with the swinging dick of Boots Electric&#8217;. Mann, großartig. (…) Nein, wir haben Damenslips entworfen, auf deren Innenseite mein Gesicht abgebildet ist. Haha.</p>
<p>Kai Florian Becker (September 2011)</p>
 <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=836&amp;md5=0a02b29c064c3b54cfd70e8fe9ebbf2d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Möfahead: Von Discowixern und Schiffschaukelbremsern</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/09/mofahead-von-discowixern-und-schiffschaukelbremsern/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 05:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie tragen Künstlernamen wie Judas von Mattel und Wolfgang Amadeus, schweigen sich aber über ihre Herkunft aus. Wenn man per E-Mail mit ihnen Kontakt aufnehmen will, muss man seine Nachrichten an ein Postfach senden, das &#8220;King of Rock &#038; Worschd&#8221; heißt. Wird einem ein Interview gewährt, muss man sich auf ehrliche, ironiefreie Antworten gefasst machen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie tragen Künstlernamen wie Judas von Mattel und Wolfgang Amadeus, schweigen sich aber über ihre Herkunft aus. Wenn man per E-Mail mit ihnen Kontakt aufnehmen will, muss man seine Nachrichten an ein Postfach senden, das &#8220;King of Rock &#038; Worschd&#8221; heißt. Wird einem ein Interview gewährt, muss man sich auf ehrliche, ironiefreie Antworten gefasst machen. Kai Florian Becker wagte es dennoch und interviewte Möfahead, die just ihr Debütalbum &#8220;Zauber der Magie&#8221; veröffentlichten.<span id="more-824"></span></p>
<p>Möfahead sei &#8220;eine Band wie ein Oktan&#8221;, sagt Ihr. Schöner Spruch, aber was hat der zu bedeuten?<br />
Judas von Mattel: Wie jeder, der ein Kraftfahrzeug fährt, weiß, definiert die Oktanzahl ein Maß für die Klopffestigkeit eines Ottokraftstoffes. Wir haben uns gedacht, das wäre ein gutes Wortspiel, das jeder versteht, weil ja der Klopffaktor der Zweitaktmischung geringer ausfällt als beim Benzin.<br />
Wolfgang Amadeus Mofa: Oft denken die Leute tatsächlich, wir hätten einen Schreibfehler. Bei Möfahead bedeutet Klopffaktor auch, wie fest unser Schlagzeuger Thor Hammerschmied auf seine Fußtrommel tritt. Dieser Klopffaktor liegt nach unseren Messungen bei einem Oktan.</p>
<p>Der Real Madrid-Fußballer Cristiano Ronaldo ist kein erklärtes Idol von Euch. Bei einem Eurer letzten Auftritte hattet Ihr ihm das Lied &#8220;Discowixer&#8221; gewidmet. Warum ausgerechnet ihm?<br />
Judas von Mattel: Nach reichlichen Überlegungen und vielen Gedanken haben wir gesagt: Genau, das ist es. Das trifft den Nagel voll. Weil die Spieler der zweiten Mannschaft, bei uns wo wir herkommen, am liebsten so aussehen wollen und dann auch diese Farben anziehen und sich übelst Margarine in die Haare machen und immer brauner werden. Sowas gehört weder auf den Fußballplatz noch in die Dorfdiskothek. Wenn wir mal ein heißes Eisen angefasst haben, dann lassen wir es auch nicht so schnell wieder los. Phrasendreschen ist nicht unser Ding. Wir lassen uns den Mund nicht verbieten. Einer muss ja mal die Wahrheit sagen. Wie war noch mal die Frage?</p>
<p>Aber stehen die Möfacats, Eure Sängerinnen, auf den schönen Ronaldo?<br />
Diesel Deluxe: Nein, ich mag lange schwarze Haare, Lederjacken und Kleinkriminalität. Außerdem sollte er ein schönes buntes Tattoo am Arm haben, Rock oder Hardrock hören und ein geiles Mofa fahren.<br />
Cara M. Bolage: Ein Job mit Zukunft und Aufstiegschancen ist auch nicht unwichtig, zum Beispiel Kartenabreißer bei der Himalaya-Bahn oder Stoßautobahneinparker.</p>
<p>Sind die Möfacats dazu verdammt, nur mit den Männern in der Band anzubändeln oder dürfen sie sich auch im Publikum beim männlichen Frischfleischangebot bedienen?<br />
Petroletti Villamofa: Die Möfacats sind frei wie ein Igel. Wir holen uns, was wir brauchen. Wenn ein hübscher Schiffschaukelbremser im Publikum steht, wird auch mal poussiert.</p>
<p>Kai Florian Becker (September 2011)</p>
 <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=824&amp;md5=8784f5f3dcce872ae24bd0d610fda3db" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lovers Electric: Impossible Dreams</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/09/lovers-electric-impossible-dreams/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 15:59:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[albumrezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Lovers Electric waren bereits im Vorprogramm von O.M.D. als auch von Hurts zu sehen. Zwei Bands, in deren Umfeld sich die beiden Australier sicherlich wohlgefühlt haben. Musikalisch gesehen trennen sie keine Welten. Allesamt sind sie in den Achtzigern hängengeblieben oder, da noch zu jung, haben sich auf die Achtziger zurückbesonnen. Eine weitere Gemeinsamkeit: Alle drei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lovers Electric waren bereits im Vorprogramm von O.M.D. als auch von Hurts zu sehen. Zwei Bands, in deren Umfeld sich die beiden Australier sicherlich wohlgefühlt haben. Musikalisch gesehen trennen sie keine Welten. Allesamt sind sie in den Achtzigern hängengeblieben oder, da noch zu jung, haben sich auf die Achtziger zurückbesonnen.<span id="more-822"></span> Eine weitere Gemeinsamkeit: Alle drei Bands bestehen zur Hauptsache aus zwei Protagonisten. Andy McCluskey und Paul Humphreys sind die beiden Köpfe hinter Orchestral Manoeuvres In The Dark, Theo Hutchcraft und Adam Anderson ziehen bei Hurts die Strippen und Lovers Electric, das sind Eden Boucher und David Turley &#8211; mit dem feinen Unterschied, dass Boucher und Turley als einzige den gemeinsamen Bund der Ehe geschlossen haben.</p>
<p>Boucher sagt, dass Cindy Lauper einen sehr großen Einfluss auf sie hatte: &#8220;So wie wahrscheinlich jede starke Frau, die sich künstlerisch betätigt. Ich mag starke Frauen, die nicht so tun müssen, als wenn sie jemand anderes wären oder die bei jedem gesungenen Ton darauf achten, ob sie dabei auch toll aussehen.&#8221; Lauper ist auf dem Debütalbum &#8220;Impossible Dreams&#8221; weit weniger präsent wie ihre Landsfrau Kylie Minogue, die man in &#8220;Hearts Jaded&#8221; in ihrer Stimme heraushören kann.<br />
Lovers Electric klingen trotz des immensen Achtziger-Einflusses nicht plastisch. Die Lieder sind lebendig und abwechslungsreich. Boucher und Turley gehen mit viel Selbstbewusstsein zu Werke. Wen wundert das, wenn sie mit 15 Jahren Australien in Richtung Großbritannien verlassen hatte, um mit ihren Schwestern Theater zu spielen. Danach, immer noch nicht volljährig, gründete sie ein Modelabel, deren Kleider sie heute noch zur Schau trägt.</p>
<p>Turley wiederum hatte mit 16 seine erste Band, tourte mit der über die britische Insel und lernte dabei seine heutige Ehefrau kennen. Lovers Electric ist die Geschichte zweier Frühreifer, die ihr Leben schnell in die eigene Hand genommen haben. Sie haben klare Vorstellungen, was sie wollen, und entgegen manch anderer sogenannter Electropop-Sensationen der vergangenen Jahre, offenbaren ihre Kompositionen ein beachtliches Hit-Potenzial. Die Melodien sind eingängig, ohne kitschig und pseudo-nostalgisch zu sein. Man sollte keinesfalls den Fehler begehen, dieses Album fix durchzuhören und abzuhaken. Erst beim zweiten oder dritten Durchlauf werden all seine Geheimnisse, wird all seine Schönheit erkennbar. Und am Ende beglückt einen immer wieder die Ballade &#8220;Keep The Fire Burning&#8221;.</p>
<p>Kai Florian Becker (August 2011)</p>
 <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=822&amp;md5=670d5a93f17488fd1b4bb07f837dfb37" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Thees Uhlmann: Thees Uhlmann</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 15:49:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon komisch, dass Thees Uhlmann, bekannt als Sänger und Gitarrist der deutschen Rockband Tomte, mit seinem selbstbetitelten Solodebüt sein bisher bestes Album abliefert. Vielleicht weil er erstmalig seine eigenen Ideen ohne Kompromisse einzugehen umsetzen konnte? Oder weil Tomte seit zwei Jahren pausieren und Uhlmann diese Pause gut getan hat? Wie auch immer: Anno 2011 singt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon komisch, dass Thees Uhlmann, bekannt als Sänger und Gitarrist der deutschen Rockband Tomte, mit seinem selbstbetitelten Solodebüt sein bisher bestes Album abliefert. Vielleicht weil er erstmalig seine eigenen Ideen ohne Kompromisse einzugehen umsetzen konnte?<span id="more-819"></span> Oder weil Tomte seit zwei Jahren pausieren und Uhlmann diese Pause gut getan hat? Wie auch immer: Anno 2011 singt er besser und schüttelt sich bereits mit dem Auftaktsong &#8220;Zum Laichen Und Sterben Ziehen Die Lachse Den Fluss Hinauf&#8221; einen makellosen Hit aus dem Ärmel. Auch &#8220;Die Nacht War Kurz (Ich Stehe Früh Auf)&#8221; überzeugt dank eines eingängigen Refrains, etwas Klavier und Mundharmonika. Die Freiheit des Solomusikers weckte in Uhlmann scheinbar neue Geister. In &#8220;&#038; Jay-Z Singt Uns Ein Lied&#8221;, einem weiteren Ohrwurm, hat er Casper, den neuen Star am Deutsch-HipHop-Himmel, im Schlepptau. Man möchte Uhlmann wünschen, Tomte würden sich nicht so schnell reformieren.</p>
<p>Kai Florian Becker (August 2011)</p>
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		<title>Red Hot Chili Peppers: I&#8217;m With You</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 15:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie sagen, sie seien nach der zweijährigen Pause und dem Wechsel an der Gitarre (Josh Klinghoffer kam für John Frusciante) eine runderneuerte Band. Wer das glaubt, den besucht alljährlich noch der Osterhase und der Weihnachtsmann. Seit dem Tode von Hillel Slovak hatte der Gitarrist bei Red Hot Chili Peppers stets die Außenseiterrolle. Sei es der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sagen, sie seien nach der zweijährigen Pause und dem Wechsel an der Gitarre (Josh Klinghoffer kam für John Frusciante) eine runderneuerte Band. Wer das glaubt, den besucht alljährlich noch der Osterhase und der Weihnachtsmann.<span id="more-816"></span></p>
<p>Seit dem Tode von Hillel Slovak hatte der Gitarrist bei Red Hot Chili Peppers stets die Außenseiterrolle. Sei es der stille John Frusciante, der zwei Mal bei ihnen einstieg (1988 und 1998), der exzentrische Dave Navarro, der mit Jane&#8217;s Addiction bekannt wurde, oder jetzt Frusciantes Kumpel Klinghoffer. Ergo ist die Schlussfolgerung, Letztgenannter hätte der Band zu mehr Feuer und Esprit verholfen, falsch. Klinghoffer steht in der Bandhierarchie ganz unten. Ähnlich ist es bei Metallica, wo seit dem Tode von Cliff Burton anno 1986 der Bassist das geringste Mitspracherecht hat und mitunter gar mies behandelt wird (siehe Jason Newstedt). Das Red Hot Chili Peppers vorzuwerfen, ginge jedoch zu weit.</p>
<p>Nicht aber zu behaupten, dass &#8220;I&#8217;m With You&#8221; (Warner) ein erschreckend schwaches Chili Peppers-Werk ist. Die &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; sprach zu Recht von einer amtsmüden Band. Um den Titel wörtlich zu nehmen: Es wird nicht ganz klar, auf welcher Seite die Kalifornier stehen. Bestimmt nicht auf der ihrer älteren Fans. Die Mainstream-Medien können noch so oft die Großartigkeit dieser Band heraufbeschwören und runterbeten, wie toll all ihre Platten sind &#8211; das unsägliche Doppelalbum &#8220;Stadium Arcadium&#8221; wird jetzt sogar als gut bezeichnet. Das ändert nichts daran, dass &#8220;I&#8217;m With You&#8221; eine herbe Enttäuschung ist. Das letzte makellose Chili Peppers-Album war &#8220;Blood Sugar Sex Magik&#8221;. 1991 spielten sie sich mit &#8220;Give It Away&#8221;, dem Radio-Dauerbrenner &#8220;Under The Bridge&#8221; und &#8220;Breaking The Girl&#8221; in die Herzen unzähliger Fans.</p>
<p>Diesmal ist bereits die erste, mit viel Tamtam angekündigte Single &#8220;The Adventures Of Rain Dance Maggie&#8221; der absolute Reinfall. So bitter es für die Fans klingen mag: Das Feuer ist bei Anthony Kiedis, Flea, Chad Smith und Klinghoffer seit langem erloschen. Es bedarf schon viel Geduld, das Album nicht vorzeitig aus dem CD Player zu werfen. Wer durchhält wird wenigstens mit der wunderschönen Ballade &#8220;Police Station&#8221; entlohnt, die an elfter Stelle kommt. Zuvor weiß &#8220;Brendan&#8217;s Death Song&#8221; einigermaßen zu gefallen; ebenso &#8220;Did I Let You Know&#8221;. Aber das auch nur aus der Not heraus, weil nichts Besseres zur Hand ist. Akzeptabel ist auch das allerletzte Stück &#8220;Dance Dance Dance&#8221;. Doch am Ende bleibt ein für diese einst so kreative und wegweisende Band ein vernichtendes Urteil. &#8220;I&#8217;m With You&#8221; ist wie ein delikates Rumpsteak oder Kobe-Rinderfilet, das allerdings bei voller Hitze eine halbe Stunde pro Seite durchgebraten wurde und als zäher und fader Lederlappen auf den Teller kommt.</p>
<p>Kai Florian Becker (August 2011)</p>
 <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=816&amp;md5=553a83821883e4e35e9fd629588199db" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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