<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>KAI FLORIAN BECKER (KFB) &#187; interviews</title>
	<atom:link href="http://www.kaiflorian.de/category/texte/interviews/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.kaiflorian.de</link>
	<description>- journalist -</description>
	<lastBuildDate>Sat, 08 Oct 2011 05:00:17 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Boots Electric: Es war unausweichlich</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/10/boots-electric-es-war-unausweichlich/</link>
		<comments>http://www.kaiflorian.de/2011/10/boots-electric-es-war-unausweichlich/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 05:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kaiflorian.de/?p=836</guid>
		<description><![CDATA[Jesse Hughes, neben Josh Homme (Queens Of The Stone Age) Kopf von Eagles Of Death Metal, hat unter dem Namen Boots Electric das Soloalbum "Honkey Kong" veröffentlicht. Die Songs komponierte er zusammen mit Money Mark, der als Beastie Boys-Keyboarder bekannt wurde. saar-scene störte Hughes bei der Gartenarbeit mit seiner Freundin Tuesday Cross, einer ehemaligen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jesse Hughes, neben Josh Homme (Queens Of The Stone Age) Kopf von Eagles Of Death Metal, hat unter dem Namen Boots Electric das Soloalbum &#8220;Honkey Kong&#8221; veröffentlicht. Die Songs komponierte er zusammen mit Money Mark, der als Beastie Boys-Keyboarder bekannt wurde. saar-scene störte Hughes bei der Gartenarbeit mit seiner Freundin Tuesday Cross, einer ehemaligen Pornodarstellerin und nunmehr Bassistin in seiner Band.<span id="more-836"></span></p>
<p>Du hattest schon einige Künstlernamen. Wie bist Du auf Boots Electric gekommen?<br />
Hughes: Wie so vieles in meinem Leben, so hat auch das mit Joshua Homme zu tun. Ich hieß anfangs Devil. Aber als Devil kann man sonntags nicht seine Mutter besuchen gehen und bei ihr essen. Also musste ein anderer Name her. Ich bin früher viel Rollschuh gelaufen. Daher nannte mich Josh irgendwann &#8216;fruit boots&#8217;, ein Slangwort für Inlineskater. Als ich dann endlich im Rock&#8217;n'Roll angekommen war, sagte er, ich hätte die &#8216;fruit boots&#8217; gegen elektrische Stiefel eingetauscht.</p>
<p>Wie kam es, dass Du für &#8220;Honkey Kong&#8221; ausgerechnet mit Money Mark zusammengearbeitet hast?<br />
Hughes: Es war eine sehr wichtige Entscheidung, ihn dazu zu holen. Aber erst mal will ich erklären, warum ich ein Soloalbum machen wollte. Es ging nicht um mein Ego. Ich wollte all meinen Freunden, die mir über Jahre geholfen hatten, danken. Es war ein unausweichlicher Schritt für mich. Also ging ich zu meinen Wurzeln zurück und überlegte, welches Album mich als Kid am meisten beeindruckt hatte und mich dazu brachte, Musik zu machen. Das war &#8216;Check Your Head&#8217; von den Beastie Boys. So kam ich auf Money Mark.</p>
<p>Die Songs überraschen. Du als Rock&#8217;n'Roller machst nun gar keinen Rock&#8217;n'Roll. Bist Du den R&#8217;n'R leid oder muss R&#8217;n'R nicht nach R&#8217;n'R klingen, um R&#8217;n'R zu sein?<br />
Hughes: Das ist eine verdammt gute Frage… Da steckt viel Wahrheit dahinter. Nimm etwa Punkrock: Public Enemy sind ebenso Punkrock wie Black Flag. Und N.W.A. ist ebenso R&#8217;n'R wie Ted Nugent. R&#8217;n'R ist eine Attitüde. (…) Letztlich ist Eagles Of Death Metal mein nacktarschiger Versuch, flachgelegt zu werden. Boots Electric ist der anspruchsvolle Versuch, flachgelegt zu werden.</p>
<p>Bei einer der letzten Europatourneen von EODM hattet ihr Pornosonnenbrillen und Klebe-Schnurbärte im Angebot. Wie sieht das Boots Electric-Merchandising aus?<br />
Hughes: Oh, wir haben ganz hervorragende Ideen.</p>
<p>Schwingende Schwänze oder so?<br />
Hughes: Da bringst du mich auf eine Idee: ein Schwanz als Metronom-Zeiger. Da steht dann drauf: &#8216;Keep time with the swinging dick of Boots Electric&#8217;. Mann, großartig. (…) Nein, wir haben Damenslips entworfen, auf deren Innenseite mein Gesicht abgebildet ist. Haha.</p>
<p>Kai Florian Becker (September 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=836&amp;md5=0a02b29c064c3b54cfd70e8fe9ebbf2d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kaiflorian.de/2011/10/boots-electric-es-war-unausweichlich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Möfahead: Von Discowixern und Schiffschaukelbremsern</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/09/mofahead-von-discowixern-und-schiffschaukelbremsern/</link>
		<comments>http://www.kaiflorian.de/2011/09/mofahead-von-discowixern-und-schiffschaukelbremsern/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 05:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kaiflorian.de/?p=824</guid>
		<description><![CDATA[Sie tragen Künstlernamen wie Judas von Mattel und Wolfgang Amadeus, schweigen sich aber über ihre Herkunft aus. Wenn man per E-Mail mit ihnen Kontakt aufnehmen will, muss man seine Nachrichten an ein Postfach senden, das "King of Rock &#038; Worschd" heißt. Wird einem ein Interview gewährt, muss man sich auf ehrliche, ironiefreie Antworten gefasst ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie tragen Künstlernamen wie Judas von Mattel und Wolfgang Amadeus, schweigen sich aber über ihre Herkunft aus. Wenn man per E-Mail mit ihnen Kontakt aufnehmen will, muss man seine Nachrichten an ein Postfach senden, das &#8220;King of Rock &#038; Worschd&#8221; heißt. Wird einem ein Interview gewährt, muss man sich auf ehrliche, ironiefreie Antworten gefasst machen. Kai Florian Becker wagte es dennoch und interviewte Möfahead, die just ihr Debütalbum &#8220;Zauber der Magie&#8221; veröffentlichten.<span id="more-824"></span></p>
<p>Möfahead sei &#8220;eine Band wie ein Oktan&#8221;, sagt Ihr. Schöner Spruch, aber was hat der zu bedeuten?<br />
Judas von Mattel: Wie jeder, der ein Kraftfahrzeug fährt, weiß, definiert die Oktanzahl ein Maß für die Klopffestigkeit eines Ottokraftstoffes. Wir haben uns gedacht, das wäre ein gutes Wortspiel, das jeder versteht, weil ja der Klopffaktor der Zweitaktmischung geringer ausfällt als beim Benzin.<br />
Wolfgang Amadeus Mofa: Oft denken die Leute tatsächlich, wir hätten einen Schreibfehler. Bei Möfahead bedeutet Klopffaktor auch, wie fest unser Schlagzeuger Thor Hammerschmied auf seine Fußtrommel tritt. Dieser Klopffaktor liegt nach unseren Messungen bei einem Oktan.</p>
<p>Der Real Madrid-Fußballer Cristiano Ronaldo ist kein erklärtes Idol von Euch. Bei einem Eurer letzten Auftritte hattet Ihr ihm das Lied &#8220;Discowixer&#8221; gewidmet. Warum ausgerechnet ihm?<br />
Judas von Mattel: Nach reichlichen Überlegungen und vielen Gedanken haben wir gesagt: Genau, das ist es. Das trifft den Nagel voll. Weil die Spieler der zweiten Mannschaft, bei uns wo wir herkommen, am liebsten so aussehen wollen und dann auch diese Farben anziehen und sich übelst Margarine in die Haare machen und immer brauner werden. Sowas gehört weder auf den Fußballplatz noch in die Dorfdiskothek. Wenn wir mal ein heißes Eisen angefasst haben, dann lassen wir es auch nicht so schnell wieder los. Phrasendreschen ist nicht unser Ding. Wir lassen uns den Mund nicht verbieten. Einer muss ja mal die Wahrheit sagen. Wie war noch mal die Frage?</p>
<p>Aber stehen die Möfacats, Eure Sängerinnen, auf den schönen Ronaldo?<br />
Diesel Deluxe: Nein, ich mag lange schwarze Haare, Lederjacken und Kleinkriminalität. Außerdem sollte er ein schönes buntes Tattoo am Arm haben, Rock oder Hardrock hören und ein geiles Mofa fahren.<br />
Cara M. Bolage: Ein Job mit Zukunft und Aufstiegschancen ist auch nicht unwichtig, zum Beispiel Kartenabreißer bei der Himalaya-Bahn oder Stoßautobahneinparker.</p>
<p>Sind die Möfacats dazu verdammt, nur mit den Männern in der Band anzubändeln oder dürfen sie sich auch im Publikum beim männlichen Frischfleischangebot bedienen?<br />
Petroletti Villamofa: Die Möfacats sind frei wie ein Igel. Wir holen uns, was wir brauchen. Wenn ein hübscher Schiffschaukelbremser im Publikum steht, wird auch mal poussiert.</p>
<p>Kai Florian Becker (September 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=824&amp;md5=8784f5f3dcce872ae24bd0d610fda3db" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kaiflorian.de/2011/09/mofahead-von-discowixern-und-schiffschaukelbremsern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Paul Miles: Lemmy und das Masturbieren</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/08/paul-miles-lemmy-und-das-masturbieren/</link>
		<comments>http://www.kaiflorian.de/2011/08/paul-miles-lemmy-und-das-masturbieren/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 16:08:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kaiflorian.de/?p=833</guid>
		<description><![CDATA[Eine Frau machte den Australier Paul Miles 1989 zum Mötley Crüe-Fan. Seitdem ist es seine absolute Lieblingsband. Daher hat der leidenschaftliche Crüe-Fan, DJ und Autor einige Bücher über die LA-Band geschrieben. Doch nun macht er mit "Sextipps von Rockstars" von sich reden. 23 hat er befragt. Darunter Lemmy von Motörhead, Jesse Hughes (Eagles Of ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Frau machte den Australier Paul Miles 1989 zum Mötley Crüe-Fan. Seitdem ist es seine absolute Lieblingsband. Daher hat der leidenschaftliche Crüe-Fan, DJ und Autor einige Bücher über die LA-Band geschrieben. Doch nun macht er mit &#8220;Sextipps von Rockstars&#8221; von sich reden. 23 hat er befragt. Darunter Lemmy von Motörhead, Jesse Hughes (Eagles Of Death Metal), Courtney Taylor-Taylor (The Dandy Warhols) und Biohazards Evan Seinfeld, der mal mit Pornostar Tera Patrick verheiratet war. Ein Buch mit explizitem Inhalt. Grund genug, Paul Miles zu interviewen.<span id="more-833"></span></p>
<p>Wie bist du auf die Idee gekommen, Musiker nach Sextipps zu befragen?<br />
Miles: Neil Strauss bat mich, ihm bei dem Buch &#8216;The Dirt&#8217;, der erfolgreichen Autobiografie von Mötley Crüe, zu helfen. Etwa vier Jahre später tauschten wir uns bezüglich weiterer Buchideen aus. Ich wollte ein Rock&#8217;n'Roll-Kochbuch namens &#8220;Rezepte von Rockstars&#8221; machen. Strauss schlug Sex als besseres Thema vor. Wahrscheinlich weil er gerade die Autobiografie von Pornostar Jenna Jameson geschrieben hatte. So fing alles an.</p>
<p>War es schwierig, auskunftsfreudige Interviewpartner zu finden?<br />
Miles: Es war eine Herausforderung. Ich habe bei allen nur erdenklichen bekannten Rockstars angefragt &#8211; auch Rod Stewart, Steven Tyler, David Bowie, Robert Plant, Iggy Pop, Mick Jagger, David Lee Roth, Roger Daltrey, Bryan Adams und sogar Bono. Gerade mal 15 Prozent meiner Wunschliste waren bereit dazu. Einige bzw. deren Management ignorierten meine höflichen Anfragen völlig. Andere lehnten u.a. aus Zeitgründen ab, wünschten mir aber wenigstens viel Erfolg. Ich bin glücklich mit der Auswahl, die zustande gekommen ist. Ich wollte auch das gesamte Rockspektrum abdecken.</p>
<p>Gab es Sachverhalte, die du nicht erzählen durftest oder wolltest?<br />
Miles: Abgesehen davon, dass ich einige Namen änderte, um gewisse Leute nicht zu kriminalisieren, wurde nichts zensiert. Was jetzt im Buch steht, ist die direkte Transkription der Interviews.</p>
<p>Wovon warst du besonders positiv oder negativ überrascht?<br />
Miles: Vieles in dem Buch ist sehr, sehr privat. Ich weiß noch, dass ich leicht nervös war, als ich Lemmy wegen des Interviews anrief. Ich war mir sicher, der Pate des Metal würde mir sagen, ich solle mich verpissen, als ich ihn nach Details zum Masturbieren befragte. Dankenswerterweise war er ein sehr anständiger Kerl, was eine angenehme Überraschung war. Er war ebenso humorvoll wie Jesse Hughes. Die meisten schienen das Interview genossen zu haben, weil es mal was anderes war. Das Buch endet mit dem Wunschpartner-Profil: Wenn man all die Antworten nebeneinander stellt, ist es sehr interessant zu sehen, welche gemeinsamen Charakteristiken und Eigenschaften zum idealen Sexpartner eines Rockstars führen. Überraschend finde ich, dass die Frau brünette Haare und natürliche Brüste haben sollte. Das entlarvt die typischen Klischees.</p>
<p>Kai Florian Becker (August 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=833&amp;md5=2000527648ee464e2f9673281cbe4668" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kaiflorian.de/2011/08/paul-miles-lemmy-und-das-masturbieren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Robert Stadlober: Das war sehr zwiespältig</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/07/robert-stadlober-das-war-sehr-zwiespaltig/</link>
		<comments>http://www.kaiflorian.de/2011/07/robert-stadlober-das-war-sehr-zwiespaltig/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 16:02:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kaiflorian.de/?p=828</guid>
		<description><![CDATA[Robert Stadlober schaffte in den Filmen "Sonnenallee" und "Crazy" seinen Durchbruch als Schauspieler. Er ist im Kino, im Fernsehen und auch am Theater zu sehen. Was die wenigsten wissen werden: Der 28-Jährige ist auch Musiker. Er ist Sänger und Gitarrist der Indiepop-Band Gary, die am kommenden Wochenende auf dem Nauwieser Fest gastieren wird. Kai ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Robert Stadlober schaffte in den Filmen &#8220;Sonnenallee&#8221; und &#8220;Crazy&#8221; seinen Durchbruch als Schauspieler. Er ist im Kino, im Fernsehen und auch am Theater zu sehen. Was die wenigsten wissen werden: Der 28-Jährige ist auch Musiker. Er ist Sänger und Gitarrist der Indiepop-Band Gary, die am kommenden Wochenende auf dem Nauwieser Fest gastieren wird. Kai Florian Becker sprach mit dem ehemaligen Waldorfschüler und Indie-Fan Stadlober.<span id="more-828"></span></p>
<p>Haben Sie überhaupt Zeit, sich zwischen all den Drehterminen und Proben um Ihre Musikerkarriere zu kümmern? Oder ist die Musik sekundär?<br />
Stadlober: &#8220;In erster Linie ist es so, dass ich gar keine Karriere habe. Ich verachte jedwede Karriereplanung und Dinge, die sich Karriere nennen. Für mich bedeutet die Musik genauso viel wie die Schauspielerei. Beides gehört zu meinem Leben. Das eine ist weder wichtiger noch unwichtiger als das andere. Es ist alles ein Teil eines großen Ganzen. Wenn ich ein Album aufnehme, mache ich zwei Monate lang nur Musik. Wenn ich ein Theaterengagement habe, bin ich eben eine gewisse Zeit ausschließlich der Schauspielerei verpflichtet. So ergeht es ja den meisten Musikern, die selten hauptberuflich Musiker sind.&#8221;</p>
<p>Wie meinen Sie das: Karriere ist Ihnen nicht wichtig? Wie schwierig ist es folglich, innerhalb der Schauspielindustrie nicht zu sehr vermarktet zu werden?<br />
Stadlober: &#8220;Es ist eigentlich sehr leicht. Aber wenn man dennoch das Ziel hat, seinen Lebensunterhalt mit der Schauspielerei zu verdienen, ist es wiederum recht schwierig. Klar kann man zu allem nein sagen. Dann muss man sich allerdings eine andere Verdienstmöglichkeit suchen. Wenn man einen gewissen Anspruch wahren und davon leben möchte, hat das viel mit ständigem Abwägen und Zweifeln zu tun. Natürlich macht man Fehler. Man wurschtelt sich immer irgendwie durch und lernt im besten Fall immer etwas dazu und weiß, was man beim nächsten Mal besser machen könnte.&#8221;</p>
<p>Wer gibt Ihnen außer Ihrem Management Ratschläge? Ihre Familie? Ihre Freunde?<br />
Stadlober: &#8220;Ich verlasse mich da ziemlich auf mein Bauchgefühl. Zumal es ein sehr komplexes Thema ist, das andere vielleicht gar nicht so durchschauen können. Als Schauspieler und Musiker treffe ich alle Entscheidungen alleine. Es gab nie einen Manager. Ich habe lediglich eine Agentur. Die hält sich aber mit Ratschlägen zurück. Sie vermittelt lediglich.&#8221;</p>
<p>Wie wurden Sie musikalisch sozialisiert? Welche Musik hat Sie geprägt?<br />
Stadlober: &#8220;Ich bin ganz klar ein Kind der frühen und mittleren Neunziger. Als es den Indie-Boom gab &#8211; sowohl auf der englischen wie auf der amerikanischen Seite. Sei es nun Teenage Fanclub, Sebadoh, Pavement oder Lemonheads. Besonders die drei Letztgenannten waren meine großen Idole.&#8221;</p>
<p>Sind das Bands, die Sie auch heute noch hören beziehungsweise sich live ansehen?<br />
Stadlober: &#8220;Oh ja, Sebadoh habe ich mittlerweile vier Mal live gesehen. Lou Barlow liebe ich sowieso. Ich habe alles, was dieser Mann veröffentlicht hat.&#8221;</p>
<p>Barlow spielt Gitarre. Ihr erstes Instrument war aber eine Geige. Warum?<br />
Stadlober: &#8220;Ich war Waldorfschüler und zwangsbeglückt, ein Instrument spielen zu müssen. Ich war sieben Jahre alt und fand damals Mozart sehr toll. Da der Geige gespielt hatte, wollte ich das auch. Geschadet hat es mir ja nicht. Mit 13 Jahren wechselte ich dann zur Gitarre.&#8221;</p>
<p>War die Waldorfschule für Sie der richtige Weg?<br />
Stadlober: &#8220;Das ist sehr zwiespältig zu sehen. Die ersten drei, vier Jahre ist die Waldorfschule für die freie Entfaltung sehr hilfreich. Aber sobald man anfängt, eigene Interessen zu entwickeln, wird es schwierig, weil die Waldorfschule schon sehr rigide ist in Bezug auf das, was in ihr Programm passt und was nicht. Das ging bei mir mit zwölf, 13 Jahren los. Ich eckte in der Folge öfters an.&#8221;</p>
<p>Kai Florian Becker (Juli 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=828&amp;md5=a46932cb2c24deb756ca501629fb8064" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kaiflorian.de/2011/07/robert-stadlober-das-war-sehr-zwiespaltig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eva Briegel: Ich habe genügend Arbeit zu erledigen</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/07/eva-briegel-ich-habe-genugend-arbeit-zu-erledigen/</link>
		<comments>http://www.kaiflorian.de/2011/07/eva-briegel-ich-habe-genugend-arbeit-zu-erledigen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 16:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kaiflorian.de/?p=830</guid>
		<description><![CDATA[Seit ihrer ersten Single "Perfekte Welle" kennt man die aus Gießen stammende Band Juli. Deren Sängerin Eva Briegel ist seit längerem mit Andy Penn von der Pop-Band Mia. liiert. Im Frühjahr 2010 wurden sie Eltern. Wie es ist, mit einem gleichermaßen erfolgreichen Musiker zusammen und auch Mutter zu sein, erzählte Briegel.

Wie und wann sind ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ihrer ersten Single &#8220;Perfekte Welle&#8221; kennt man die aus Gießen stammende Band Juli. Deren Sängerin Eva Briegel ist seit längerem mit Andy Penn von der Pop-Band Mia. liiert. Im Frühjahr 2010 wurden sie Eltern. Wie es ist, mit einem gleichermaßen erfolgreichen Musiker zusammen und auch Mutter zu sein, erzählte Briegel.<span id="more-830"></span></p>
<p>Wie und wann sind Sie zum Singen gekommen?<br />
Briegel: &#8220;Das kann ich gar nicht genau sagen. Ich habe mein Leben lang schon ganz privat für mich gesungen: beim Spazierengehen oder bei meinen Eltern auf dem Autorücksitz. Irgendwann war ich im Kinderchor, danach im Kirchenchor. Über einen Kumpel wurde ich Background-Sängerin in einer Band. Dann verkrachte sich deren Sängerin mit ihrem Freund, dem Gitarristen, und so wurde ich kurzerhand befördert.&#8221;</p>
<p>Sie sind mit Mia.-Gitarrist Andy Penn liiert. Wie ist das bei Ihnen zuhause, wird da oft über die Musik und die Arbeit geredet?<br />
Briegel: &#8220;Ganz viel sogar. Das bereichert mich enorm, weil man dadurch viel mehr darüber nachdenkt, was man will. So komme ich auf viel mehr Ideen. Wir unterstützen uns gegenseitig. Jeder kann rumspinnen und sich in die Gedankenwelt des anderen einklinken. Anders kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen. Uns ist nie langweilig.&#8221;</p>
<p>Hängt der Haussegen schief, wenn Ihnen ein Song Ihres Freundes nicht gefällt?<br />
Briegel: &#8220;Das passiert ganz selten. Ich entdecke ihn stets in seinen Songs wieder. Es gibt einige Sachen, die mir richtig gut gefallen. Aber eigentlich keine, die ich wirklich schlecht finde.&#8221;</p>
<p>Seit Frühjahr 2010 sind Sie Eltern. Wie handhaben Sie das mit dem Touren? Ist das Kind dabei oder daheim beim Vater?<br />
Briegel: &#8220;Jetzt ist es mal so, dass beide zuhause sind. Aber generell sind beide mit auf Tour.&#8221;</p>
<p>Und wenn Mia. touren, sind Sie und Ihr Kind dann auch dabei?<br />
Briegel: &#8220;Ich glaube, ich werde dann eher daheim bleiben. Ich habe genügend Arbeit zu erledigen. Früher oder später werde ich sogar nicht drum herum kommen, eine Nanny oder dergleichen einzustellen.&#8221;</p>
<p>Sie waren Mitglied der deutschen Jury beim diesjährigen Eurovision Song Contest. Hatte Lena in Ihren Augen eine reelle Chance auf den Sieg?<br />
Briegel: &#8220;Schon. Nachdem ich den Song erstmals gehört hatte, dachte ich ehrlich gesagt, dass das nichts werden wird. Aber ihre Performance war beeindruckend: ihre Sicherheit, die Grandesse und der taffe Sex-Appeal. Das hätte ich ihr nicht zugetraut. Ich ging davon aus, sie würde unter die ersten fünf kommen. Leider lief es anders.&#8221;</p>
<p>Kai Florian Becker (Juli 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=830&amp;md5=8a973d73347f29cc6fd114d4f390d9bb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kaiflorian.de/2011/07/eva-briegel-ich-habe-genugend-arbeit-zu-erledigen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jana Förster: Es ist nur ein Job</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/07/jana-forster-es-ist-nur-ein-job/</link>
		<comments>http://www.kaiflorian.de/2011/07/jana-forster-es-ist-nur-ein-job/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Jul 2011 23:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[exklusives]]></category>
		<category><![CDATA[interviews]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kaiflorian.de/?p=795</guid>
		<description><![CDATA[Jana Förster wollte nicht kellnern oder Zeitungen austragen wie ihre Klassenkameradinnen und -kameraden. Stattdessen wurde sie mit 18 Jahren GoGo-Tänzerin und später Stripperin. Heute ist die 28-Jährige glücklich verheiratet, Mutter einer vierjährigen Tochter und in der Finanzbranche tätig. Was sie seinerzeit beim Strippen alles erlebte, schrieb sie in dem Buch "Ausgezogen" nieder.

Sie sind heute ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jana Förster wollte nicht kellnern oder Zeitungen austragen wie ihre Klassenkameradinnen und -kameraden. Stattdessen wurde sie mit 18 Jahren GoGo-Tänzerin und später Stripperin. Heute ist die 28-Jährige glücklich verheiratet, Mutter einer vierjährigen Tochter und in der Finanzbranche tätig. Was sie seinerzeit beim Strippen alles erlebte, schrieb sie in dem Buch &#8220;Ausgezogen&#8221; nieder.<span id="more-795"></span></p>
<p>Sie sind heute in der Finanzbranche tätig, früher haben Sie gestrippt &#8211; womit lässt sich leichter Geld verdienen?<br />
Förster: &#8220;Das ist nicht so einfach zu beantworten. Es lässt sich immer dann leicht Geld verdienen, wenn einem der Job Spaß macht. Das war in meinem Fall beim Strippen so und ist auch jetzt so.&#8221;</p>
<p>Nun haben Sie das Buch &#8220;Ausgezogen&#8221; veröffentlicht. Haben Sie nicht befürchtet, dass Ihre Vergangenheit Ihre derzeitigen Finanzkunden irritieren könnte? Zumal Sie recht offenherzig von Ihren damaligen sexuellen Erlebnissen berichten.<br />
Förster: &#8220;Meine Kunden kennen mich sehr gut und wissen, dass ich keine durchschnittliche Finanzberaterin bin. Ich bin anders und generell locker &#8211; auch im Umgang mit ihnen. Insofern habe ich keine Befürchtungen, dass sie mein Buch irritieren könnte. Ich gehe nicht von negativen Rückmeldungen aus. Die Leute können heutzutage mit sowas gut umgehen.&#8221;</p>
<p>Wie kommt man auf die nicht alltägliche Idee, zu strippen? Und wie reagierten Ihre Eltern?<br />
Förster: &#8220;Viele meiner Schulkameraden hatten sich seinerzeit Geld dazuverdient. Ich konnte mir allerdings nicht vorstellen, für ein paar Euro Zeitungen auszutragen oder zu kellnern. Ich entdeckte eine Zeitungsannonce, in der Frauen gesucht wurden, die tanzen konnten. Auf die habe ich mich ganz blauäugig beworben. Es stellte sich heraus, dass es um GoGo-Tanz ging. Ich tanzte vor, nahm mir eine Bedenkzeit heraus und sprach zwischendurch mit meinen Eltern. Die reagierten überraschenderweise entspannt und stellten mir nur einige Bedingungen &#8211; unter anderem, dass ich die Schule abschließen sollte. Ansonsten vertrauten Sie mir, dass ich nicht etwas tun würde, was ich nicht machen wollte. Sie wussten, dass ich nicht zu weit gehen würde. Die ersten Male fuhren sie sogar mit und wurden schnell meine größten Fans.&#8221;</p>
<p>Sie sind nie einen Schritt weiter gegangen &#8211; den hin zur Prostitution. Sicherlich gab es genügend lukrative Angebote. Wie schwer war es, den Verlockungen des Geldes zu wiederstehen?<br />
Förster: &#8220;Ich muss gestehen, dass ich wirklich nie gefragt worden bin, mich zu prostituieren. Ich weiß von einer damaligen Kollegin, dass sie später auf dem Strich landete. Mir hatte man nie ein solches Angebot unterbreitet. Wahrscheinlich, weil ich schnell die Leute aus dieser Branche erkannt hatte und sie mied. Prostitution ist von Striptease weiter entfernt als man denkt. Für mich war alles jenseits des Strippens tabu.&#8221;</p>
<p>Was war Ihre skurrilste Erfahrung als Stripperin?<br />
Förster: &#8220;Die Geschichte steht auch im Buch. Es war ein Strip mit einer Frau auf einer Erotikmesse. Die Presse war da, unendlich viele Zuschauer und alles ging schief. Erst bekam meine Partnerin heißes Wachs ins Auge, dann rasselten wir mit den Köpfen aneinander. Ich wäre am liebsten vor Scham im Boden versunken.&#8221;</p>
<p>Gab es eine spezielle Musik, einen Song, zu dem Sie am liebsten strippten? Oder war die Musik von Auftrag zu Auftrag verschieden?<br />
Förster: &#8220;Für meine Einzelstrips hatte ich tatsächlich einen Lieblingssong. Ich bin ein großer Madonna-Fan und ließ immer ihren Song &#8216;Erotica&#8217; laufen. Dieses Lied ist Sinnlichkeit pur.&#8221;</p>
<p>Können Sie sich &#8216;Erotica&#8217; heute noch unbefangen hören?<br />
Förster: &#8220;Oh ja. Ich freue mich, sobald ich es im Radio höre. Was leider viel zu selten passiert. Dann kommen natürlich immer wieder all die Erinnerungen in mir hoch.&#8221;</p>
<p>Wie oft ist es Ihnen passiert, dass Sie sich die Männer mit aller Gewalt vom Leib halten mussten?<br />
Förster: &#8220;Es passierte recht häufig, dass einer zu aufdringlich wurde. Gott sei Dank wurden wir meist von einem Bodyguard begleitet. Bei Einzelstrips musste ich nur auf denjenigen aufpassen, der vor mir auf dem Stuhl saß, also den Auserkorenen, der betanzt wurde, auch Stuhlopfer genannt. Die meisten sind sehr verlegen und wollen durch eine Aktion alles ins Lächerliche ziehen, zum Beispiel, indem sie die Tänzerin irgendwo anfassen. Das war immer ein wenig knifflig. Es gab letztlich nur einen schlimmen Vorfall. Da hatte mich ein Mann angefasst, was sehr demütigend war. Ansonsten konnte ich mich immer gut wehren. Meine Highheels mit Pfennigabsatz waren dabei stets sehr hilfreich.&#8221;</p>
<p>Glauben Sie, dass sich manch ehemaliger Kunde in den Geschichten wiederfinden wird?<br />
Förster: &#8220;Ich denke schon. Aber ich habe die Namen und Orte abgewandelt. Klar, wenn ich von Stripkollegen oder von bestimmten Erlebnissen erzähle, dann könnten sich die Betroffenen schon erkennen. Wenn dem dann tatsächlich so sein sollte, gehe ich nicht davon aus, dass es die- oder derjenige zugeben würde.&#8221;</p>
<p>Hatten Sie seinerzeit einen Freund? Wie stand der zu der Sache?<br />
Förster: &#8220;Ich hatte bis auf zwei Mal keine feste Beziehung. Die taten anfangs sehr verständnisvoll, wollten aber mit der Zeit doch, dass ich mit dem Strippen aufhöre. Für mich ging das gar nicht, und damit war dann auch Schluss. Anders war es mit meinem heutigen Ehemann. Er war von Beginn an sehr tolerant, was mir sofort imponierte.&#8221;</p>
<p>Können Sie verstehen, dass Männer damit ein Problem haben, wenn die Freundin strippt?<br />
Förster: &#8220;Aus der unwissenden Sicht heraus: Ja. Aber wer sich damit auskennt oder auseinandersetzt, sollte wissen, wie es wirklich ist: Strippen ist ein Job und hat nichts mit echter Begierde zu tun. Man kann auf Knopfdruck einen lasziven Blick aufsetzen.&#8221;</p>
<p>Aber auch der aufgesetzte Blick kann den Freund rasend eifersüchtig machen.<br />
Förster: &#8220;Ich kann das bedingt nachvollziehen. Dennoch sollte man nicht zu viel rein interpretieren. Es ist nur ein Job. Zumal ich nie weitergegangen bin. Wenn bei einem Strip 50 Leute zuschauen, kam bei mir nie Erotik auf.&#8221;</p>
<p>Es geht für den Mann vielleicht nicht darum, was passiert, sondern darum, was der Zuschauer am liebsten mit Ihnen anstellen würde oder was er glaubt, in Ihnen zu sehen.<br />
Förster: &#8220;Stimmt, das ist ein schwieriges Thema. Da muss man als Frau stark sein und drüber stehen. Meine damaligen Freunde konnten das nicht. Auf der anderen Seite gehört es doch auch zum Leben dazu, der Fantasie ab und zu freien Lauf zu lassen und auf der Straße dem anderen Geschlecht hinterher zu schauen. Ich habe durch den Job eine ganz andere Einstellung zu der Sache bekommen. Ich finde es überhaupt nicht verwerflich, wenn mein Mann sich nach einer anderen Frau umdreht. Ich unterhalte mich dann sogar mit ihm darüber, dass sie einen tollen Hintern hat.&#8221;</p>
<p>Sind Sie sich als Stripperin nie benutzt vorgekommen? Schließlich haben Sie den Männern das geboten, nach was die verlangt hatten&#8230;<br />
Förster: &#8220;Nein, nie. Denn die Spielregeln hatte ich bestimmt &#8211; nicht die Männer. Es gab wie gesagt nur eine Situation, in der ein Typ mich unsittlich angefasst hatte. Das war sehr demütigend. Allerdings können davon auch viele andere Frauen berichten. Sowas passiert selbst in der Discothek oder auf Partys.&#8221;</p>
<p>Was war Ihr Geheimrezept beim Strippen? Worin haben Sie sich Ihrer Meinung nach von der Konkurrenz unterschieden?<br />
Förster: &#8220;Ich war nie die 90-60-90-Frau. Ich hatte nie die perfekten Masse und keine Beine bis zum Himmel. Ich war und bin Durchschnitt. Aber man sollte sich nie zu viel Gedanken um seinen Körper und seine Figur machen. Das braucht man nicht, solange man dem Mann das Gefühl gibt, dass man ihn begehrt und haben will. Das habe ich beim Strippen durch Gesten und Blickkontakt gut hinbekommen. Und genau das würde ich am liebsten der Frauenwelt weitergeben: Es bringt nichts, sich verrückt zu machen. Offenheit, Lockerheit und Natürlichkeit sind der bessere Weg.&#8221;</p>
<p>Kai Florian Becker (Mai 2011)</p>
<p>&#8220;Ausgezogen: 33 verrückte und erotische Geschichten aus dem frivolen Leben einer Stripperin&#8221;, 208 Seiten, Taschenbuch, ISBN 978-3-89602-588-3, Schwarzkopf &#038; Schwarzkopf Verlag, Berlin 2011</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=795&amp;md5=c960faabe6bdb215d115a24f800f9f02" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kaiflorian.de/2011/07/jana-forster-es-ist-nur-ein-job/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Atzen: Konkurrenzlos gut</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/06/die-atzen-konkurrenzlos-gut/</link>
		<comments>http://www.kaiflorian.de/2011/06/die-atzen-konkurrenzlos-gut/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 23:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kaiflorian.de/?p=770</guid>
		<description><![CDATA[Die Atzen, das sind Vincente de Teba Költerhoff alias Frauenarzt und Marc Schneider, besser bekannt als Manny Marc. Sie machen laut eigener Aussage "Atzen Musik", eine Mischung aus HipHop, Pop, Electro und auch Schlager. Der Erfolg spricht für sie: Die Single "Disco Pogo" stand auf Platz 2 und das Album "Atzen Musik Vol.2" auf ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Atzen, das sind Vincente de Teba Költerhoff alias Frauenarzt und Marc Schneider, besser bekannt als Manny Marc. Sie machen laut eigener Aussage &#8220;Atzen Musik&#8221;, eine Mischung aus HipHop, Pop, Electro und auch Schlager. Der Erfolg spricht für sie: Die Single &#8220;Disco Pogo&#8221; stand auf Platz 2 und das Album &#8220;Atzen Musik Vol.2&#8243; auf Platz 5 der deutschen Charts. Kai Florian Becker sprach mit dem Duo.<span id="more-770"></span></p>
<p>Sie haben mit Alexander Marcus, der auf unnachahmliche Weise und in überspitzt klischeehafter Manier Electro mit Volksmusik bzw. Schlager kombiniert &#8211; ein Stil, der Electrolore genannt wird &#8211; den Song &#8220;Florida Lady&#8221; aufgenommen. Wie kam es zu dieser ungewöhnlichen Kooperation?<br />
Frauenarzt: &#8220;Das hat einfach perfekt gepasst. Alexander hat mit Electrolore genauso seinen eigenen Stil wie wir mit unserer Atzen Musik. Deshalb haben wir übers Internet Kontakt mit ihm aufgenommen. Eins kam zum anderen. &#8216;Florida Lady&#8217; war der Startschuss für unseren großen Erfolg.&#8221;</p>
<p>Auf der anderen Seite taucht Nena, ein altgedienter deutscher Popstar, in ihrem Song &#8220;Strobo Pop&#8221; auf. Wie kam das?<br />
Manny Marc: &#8220;Wir würden Nena niemals als altgedient bezeichnen. Für uns ist sie viel mehr die deutsche Madonna. Als Kinder der 80er Jahre sind wir mit ihrer Musik groß geworden und schätzen sie als Künstlerin sehr. Auf der Aftershow-Party der Echo Verleihung 2010 durften wir sie persönlich kennenlernen. Wir hatten uns auf Anhieb gut verstanden und E-Mail-Adressen ausgetauscht. Ein dreiviertel Jahr später mailten wir ihr eine Demoversion von &#8216;Strobo Pop&#8217;. Sie fand den Song super und hat sich sofort bereit erklärt, mitzumachen. Das hat uns natürlich megamäßig gefreut.&#8221;</p>
<p>Was glauben Sie, macht den Reiz aus, mit Ihnen zu arbeiten? Was unterscheidet Sie von der Konkurrenz?<br />
Manny Marc: &#8220;Welche Konkurrenz? Im Ernst: Wir haben eine relativ einzigartige Stellung in der deutschen Musiklandschaft und arbeiten vor allem gern mit Leuten zusammen, mit denen wir uns gut verstehen. Was den Reiz ausmacht, müssen andere beurteilen. Auf jeden Fall merken die Leute, dass wir &#8216;echt&#8217; sind und Musik nicht des Geldes wegen, sondern aus purer Leidenschaft heraus machen. Das kommt bei anderen Musikern, die ähnlich gestrickt sind, gut an.&#8221;</p>
<p>Sie hatten in der Vergangenheit einigen Ärger. Einige Alben von Frauenarzt wurden aufgrund pornografischer Texte indiziert. Konnten Sie das nachvollziehen?<br />
Frauenarzt: &#8220;Wir haben zu dieser Zeit viel Miami Bass-Musik gehört. Zudem haben uns Bands wie 2 Live Crew beeinflusst. Wenn man derartige Texte auf Deutsch rappt, hört sich das gleich viel schlimmer an. Sicherlich waren viele dieser Lieder nicht für Kinder und Jugendliche bestimmt. Leider ist es dem deutschen Gesetzgeber bisher nicht gelungen, eine vernünftige Umgangsform mit Erwachsenenmusik zu finden wie es sie in der Filmwirtschaft in Form von FSK-Kennzeichnungen gibt. Jedenfalls ist es schwer nachvollziehbar, dass ein Rapper wie Snoop Dogg, der über das Schlagen von Frauen singt, von den deutschen Medien hofiert wird und wir wiederum wegen ein paar offensichtlich überspitzt gemeinter pornographischer Textpassagen verteufelt und indiziert wurden.&#8221;</p>
<p>Kai Florian Becker (Juni 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kaiflorian.de/2011/06/die-atzen-konkurrenzlos-gut/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ray Luzier: Keine Lust auf ein Celebrity-Dasein</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/06/ray-luzier-keine-lust-auf-ein-celebrity-dasein/</link>
		<comments>http://www.kaiflorian.de/2011/06/ray-luzier-keine-lust-auf-ein-celebrity-dasein/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 23:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kaiflorian.de/?p=783</guid>
		<description><![CDATA[Ray Luzier wurde in West Newton, Pennsylvania im Schoße einer unmusikalischen Lehrerfamilie groß. Er war noch ein Kind, als ihm seine Eltern ein Schlagzeug schenkten und damit das Instrument, von dem er nicht mehr lassen konnte. Der heute 40-Jährige studierte Musik, arbeitete als Schlagzeuglehrer und hat schon für den ehemaligen Ozzy Osbourne-Gitarristen Jake E. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ray Luzier wurde in West Newton, Pennsylvania im Schoße einer unmusikalischen Lehrerfamilie groß. Er war noch ein Kind, als ihm seine Eltern ein Schlagzeug schenkten und damit das Instrument, von dem er nicht mehr lassen konnte. Der heute 40-Jährige studierte Musik, arbeitete als Schlagzeuglehrer und hat schon für den ehemaligen Ozzy Osbourne-Gitarristen Jake E. Lee, Bill Sheehan und David Lee Roth die Stöcke geschwungen. Es war alles dabei: von Thrash Metal bis Jazz. Seit Oktober 2007 sitzt er für Korn hinter dem Schlagzeug. Ein Gespräch mit Luzier über seinen Werdegang, sein anspruchsvolles Engagement bei den Nu Metal-Urgesteinen Korn und sein Geheimrezept beim Vorspielen.<span id="more-783"></span></p>
<p>Wann genau fingen Sie an, Schlagzeug zu spielen?<br />
Luzier: &#8220;Da war ich sechs Jahre alt. In meiner Familie hatte niemand eine musikalische Vorgeschichte. Dank meiner Mutter wurde ich aber mit Beatles, Chuck Berry und Elvis Presley dauerberieselt. So entwickelte ich großes Interesse an der Musik. Schließlich ließen sich meine Eltern dazu hinreißen, mir ein Schlagzeug zu kaufen.&#8221;</p>
<p>Haben Sie selbst auch Familie?<br />
Luzier: &#8220;Ja, mein Sohn ist gerade zwölf Wochen alt geworden. Ich bin überglücklich.&#8221;</p>
<p>Würden Sie ihm unter heutigen Gesichtspunkten raten, Musiker zu werden?<br />
Luzier: &#8220;Vollzeitmusiker wohl nicht. Das Musikgeschäft ist verrückt. Es ist ein knallharter Job, für den man sehr viel Geduld, Eifer und Ausdauer benötigt. Ein Instrument zu spielen, macht ungeheuren Spaß, aber die geschäftliche Seite kann einen frustrieren. Dennoch würde ich mich freuen, wenn er irgendwann ein Instrument beherrschen würde.&#8221;</p>
<p>Sie sind seit 2007 bei Korn tätig, doch erst seit zwei Jahren offizielles Bandmitglied. War das nicht eine komische Situation, zwei Jahre lang inoffizielles Mitglied zu sein?<br />
Luzier: &#8220;Bands sind wie Ehen. Du musst Veränderungen akzeptieren. Ich bin mit ganzem Herzen Musiker und auch musikbegeistert. Ich gehe heute noch regelmäßig auf Konzerte. Es ist nicht einfach, zu akzeptieren, wenn sich eine Band verändert und ein Mitglied ausgetauscht wird. Aber so ist das Leben. Jeder muss für sich wissen, was am besten ist. Ohne die noch verbliebenen Gründungsmitglieder von Korn, die vor 19 Jahren die Band aus der Taufe gehoben haben, gäbe es diese sicherlich nicht mehr. Ich bin überaus dankbar, ein Teil von Korn sein zu dürfen. Letztlich muss man sich in jede Band hinein arbeiten, sich anpassen. Korn ist eine gewaltige Band mit einem ganz speziellen Sound. Mit ihnen zu musizieren, erfüllt mich mit Stolz.&#8221;</p>
<p>Sie suchen gerne die Herausforderung?<br />
Luzier: &#8220;Natürlich. Ich bin für mein Leben gern Musiker und auch Musikfan. Als ich nach der High School nach Los Angeles zog, war für mich klar, dass ich für den Rest meines Lebens Musik machen wollte, egal ob ich viel oder gar kein Geld damit verdiene. Ich bin von Herzen Musiker, ein Vollblutmusiker, um ehrlich zu sein. Wenn du das wirklich willst, musst du dir die verschiedensten Stile drauf schaffen, um jederzeit flexibel zu sein. Es gibt keine Sicherheit. Du weißt nie, wann ein Engagement enden und wo man dann landen wird. Ich habe bereits einen sehr langen Lernprozess hinter mir.&#8221;</p>
<p>Wenn Sie sagen, privat häufig auf Konzerte zu gehen: Werden Sie oft erkannt und um ein Autogramm gebeten?<br />
Luzier: &#8220;Nein. Lustigerweise sehe ich nicht wie ein typisches Korn-Mitglied aus. Ich habe keine Tattoos oder so. Daher werde ich ganz selten angesprochen. Beim Einkaufen passiert mir das schon gar nicht. Darüber bin ich sehr froh. Ich habe keine Lust auf ein Celebrity-Dasein.&#8221;</p>
<p>Sie haben auch schon für eine japanische Band namens Kat-Tun gespielt. Wie kam es dazu?<br />
Luzier: &#8220;Haha. Nun, wenn es die Zeit zulässt, arbeite ich als Session-Schlagzeuger. Zwei Mal pro Jahr toure ich mit einer Musikschule durch Japan und gebe Schlagzeugkurse. Dabei lernt man viele einheimische Künstler kennen, so auch die besagte Band.&#8221;</p>
<p>Sie sind nicht nur ein guter Lehrer, Sie lernen auch selbst noch und das recht fix. Statt der geforderten fünf Songs, hatten sie für das erste Vorspielen bei Korn 33 Songs einstudiert. Beeindruckend.<br />
Luzier: &#8220;Da ich Sessionsmusiker bin, habe ich mein ganzes Leben lang lernen müssen. Einmal musste ich für ein Konzert binnen drei Tagen 40 Songs lernen. Ich bin schnell, ja. Wenn man zu einem Vorspielen geht, muss man sich überlegen, was einen von der Konkurrenz unterscheiden könnte. Viele können gewisse Parts genauso akkurat spielen wie man selbst. Also studiere ich eine Band und bringe mir deren gesamtes Repertoire bei. Als ich für Jake E. Lee vorspielte, waren drei Songs gefordert. Ich kannte letztlich die plus alle Badlands- und Ozzy-Songs in- und auswendig. So überrascht und überzeugt man die Leute.&#8221;</p>
<p>Sie hätten sich sicherlich eine einfachere Aufgabe aufbürden können als für Korn zu trommeln…<br />
Luzier: &#8220;Stimmt, es ist ein sehr körperlicher Job und erfordert viel Konzentration. Es heißt ja, Korn hätten die besten Fans der Welt. Was ich da schon erlebt habe, ist unglaublich. Wir haben schon in Südafrika, Australien und Russland gespielt, und selbst da findet man loyale Fans. So fällt es uns nicht schwer, jeden Abend so aufzutreten, als sei es unser letztes Konzert. Wir lieben unseren Job. Ich habe in all der Zeit nicht einmal erlebt, dass Jonathan (Davis, Sänger) gesagt hat, er hätte keine Motivation, auf die Bühne zu gehen. Das spüren die Fans.&#8221;</p>
<p>Kai Florian Becker (Juni 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kaiflorian.de/2011/06/ray-luzier-keine-lust-auf-ein-celebrity-dasein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Datashock: Der kleinste gemeinsame Nenner</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/05/datashock-der-kleinste-gemeinsame-nenner/</link>
		<comments>http://www.kaiflorian.de/2011/05/datashock-der-kleinste-gemeinsame-nenner/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 May 2011 05:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kaiflorian.de/?p=723</guid>
		<description><![CDATA[Sie behaupten, "junge Punks" zu sein, die einen auf "alte Hippies" machen. Die sechs Kern-Musikerinnen und -Musiker des Krautrock-Kollektivs Datashock lernten sich einst in einem selbstverwalteten Jugendzentrum in Saarlouis kennen. Heute machen sie "altbackene" Musik, das aber auf moderne Art und Weise und hohem Niveau, wie ihr aktuelles viertes Album "Pyramiden von Giessen" zeigt. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie behaupten, &#8220;junge Punks&#8221; zu sein, die einen auf &#8220;alte Hippies&#8221; machen. Die sechs Kern-Musikerinnen und -Musiker des Krautrock-Kollektivs Datashock lernten sich einst in einem selbstverwalteten Jugendzentrum in Saarlouis kennen. Heute machen sie &#8220;altbackene&#8221; Musik, das aber auf moderne Art und Weise und hohem Niveau, wie ihr aktuelles viertes Album &#8220;Pyramiden von Giessen&#8221; zeigt. Kai Florian Becker sprach mit Gründer Pascal Hector sowie Jan Werner und Sebastian Haas.<span id="more-723"></span></p>
<p>Ist Datashock ein loses, sich in stetigem Wandel befindliches Kollektiv oder eine Band im herkömmlichen Sinne?<br />
Hector: &#8220;Beides. Es gibt einen Kern, der seit zwei Jahren besteht. Zu diesem gesellen sich immer wieder neue Leute dazu.&#8221;<br />
Werner: &#8220;Unsere Band funktioniert aber auch in abgespeckter Variante, wenn mal ein Kernmitglied fehlt.&#8221;</p>
<p>Wie kommen junge Musiker dazu, antiquierten Krautrock zu machen?<br />
Werner: &#8220;Das war so nicht geplant. Vor drei Jahren, als ich mit Pascal noch alleine musizierte, hätte ich mir nicht vorstellen können, je diese Musik zu machen.&#8221;</p>
<p>Wurden Sie demnach von klassischen Krautrock-Platten inspiriert?<br />
Haas: &#8220;Die einen ja, die anderen nein. Wir sind teils per Zufall beim Krautrock gelandet, teilweise war es geplant.&#8221;<br />
Werner: &#8220;Wir haben alle unterschiedliche Geschmäcker. Krautrock ist unser kleinster gemeinsamer Nenner. Ich zum Beispiel finde die elektronische Komponente in unserer Musik am interessantesten, während andere die rockige vorziehen.&#8221;</p>
<p>Bei so vielen Leuten mit vielen verschiedenen Instrumenten, sind da die Bühnen nicht regelmäßig zu klein?<br />
Hector: &#8220;Wir haben schon alles gespielt: vom Zugabteil bis zur großen Bühne. Wir passen in kleine wie in große Räume &#8211; genügend Platz haben wir allerdings nirgends.&#8221;</p>
<p>Die Songs auf &#8220;Pyramiden von Giessen&#8221; klingen wie Jam-Sessions. Sind sie, so wie sie auf dem Album zu hören sind, fertig, oder Grundlage für immer neue Live-Variationen?<br />
Hector: &#8220;Das Album besteht ja schon aus Improvisationen, die sich live so nicht wieder reproduzieren lassen. Allerhöchstens noch die Melodie, Stimmung oder Tonart.&#8221;<br />
Haas: &#8220;Es wäre absurd, eine Reproduktion der Studioaufnahmen zu versuchen. Das machen wir generell nicht.&#8221;<br />
Werner: &#8220;Wenn wir es versuchen würden, würde das kein gutes Konzert ergeben. Es wäre zu stoisch. Das Risiko, live zu scheitern, ist daher groß und zudem tagesformabhängig.&#8221;</p>
<p>Kai Florian Becker (Mai 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kaiflorian.de/2011/05/datashock-der-kleinste-gemeinsame-nenner/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bernd Begemann: Ein Augenblick der Verstörtheit</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/05/bernd-begemann-ein-augenblick-der-verstortheit/</link>
		<comments>http://www.kaiflorian.de/2011/05/bernd-begemann-ein-augenblick-der-verstortheit/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 May 2011 16:21:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kaiflorian.de/?p=733</guid>
		<description><![CDATA[Bernd Begemann, Jahrgang 1962, ist in Saarbrücken ein gern gesehener Gast. Immerhin hat der Wahlhamburger hier schon sieben Mal gespielt. Er ist beliebt, dieser grundsympathische Musiker, der in steter Regelmäßigkeit mal mit Band, mal als Alleinunterhalter durch die Lande zieht. Kai Florian Becker sprach mit dem Vagabunden Begemann.

Sie sind seit vielen, vielen Jahren Musiker. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bernd Begemann, Jahrgang 1962, ist in Saarbrücken ein gern gesehener Gast. Immerhin hat der Wahlhamburger hier schon sieben Mal gespielt. Er ist beliebt, dieser grundsympathische Musiker, der in steter Regelmäßigkeit mal mit Band, mal als Alleinunterhalter durch die Lande zieht. Kai Florian Becker sprach mit dem Vagabunden Begemann.<span id="more-733"></span></p>
<p>Sie sind seit vielen, vielen Jahren Musiker. Träumen Sie noch vom Durchbruch? Oder genügt Ihnen ein gewisser Insiderstatus und das Arbeiten in der zweiten Reihe für prominente Künstler wie Dieter Thomas Kuhn, Heinz Hoenig und Die Prinzen?<br />
Begemann: &#8220;Nun, erstmal sind Prominente selten Künstler. Zweitens gibt es da draußen eine Menge Leute, die Hits hatten und mir jetzt meine Pizza bringen. Drittens habe ich es nie darauf angelegt, gemocht zu werden. Menschen, die unbedingt populär sein wollen, sind meiner Meinung nach psychisch gestört. Ich fühle mich erfolgreich, weil ich Dinge erfunden habe und jeden Tag weiterforsche. Wenn dann irgendwelche Bürschchen Erfolg mit der Travestie meiner Errungenschaften haben, zucke ich die Achseln und wähne mich Lichtjahre voraus.&#8221;</p>
<p>Zusammen mit dem ehemaligen Jeremy Days-Mitglied Dirk Darmstaedter nahmen Sie 2010 am &#8220;Bundesvision Song Contest&#8221; teil und belegten den letzten Platz. Hätten Sie gedacht, so wenig Zustimmung mit dem Freddy Quinn-Lied &#8220;So geht das jede Nacht&#8221; zu erhalten?<br />
Begemann: &#8220;Ja. Mir war unsere völlige Deplatziertheit durchaus bewusst. Als Künstler hat es mich aber gereizt, einen Augenblick der Verstörtheit zu erzeugen, indem man RTL-Deutschland mit verdrängter kultureller Vergangenheit konfrontiert.&#8221;</p>
<p>Mit Darmstaedter nahmen sie auch das Album &#8220;So geht das jede Nacht&#8221; auf &#8211; mit deutschen Rock&#8217;n'Roll- und Rockabilly-Songs aus den Fünfzigern und Sechzigern. Darunter das flippige &#8220;Sputnik Rock&#8221;, im Original von Ralf Bendix, &#8220;Warenhaus Rock&#8221; von Delle Hensch und den Rockies und den Peter Kraus-Hit &#8220;Susi sagt es Gaby&#8221;. Das muss höllisch Spaß gemacht haben&#8230;<br />
Begemann: &#8220;Oh ja. Wir waren berauscht von unseren Entdeckungen und hatten das Gefühl, dass diese Lieder so etwas wie eine geheime BRD-Geschichte erzählen.&#8221;</p>
<p>Sie spielten früher für die St. Pauli Thunderbirds Baseball. Wieso hatte es Ihnen ausgerechnet diese Sportart angetan?<br />
Begemann: &#8220;Leider ist St. Paulis Baseballabteilung aufgelöst worden. Aber um das Warum zu beantworten. Das tue ich am besten in Walt Whitman&#8217;s Worten. Der sagte mal: &#8216;Baseball ist alles, was gut ist an den USA.&#8217;&#8221;</p>
<p>Kai Florian Becker (Mai 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kaiflorian.de/2011/05/bernd-begemann-ein-augenblick-der-verstortheit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Station 17: Totale Lust-Platte</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/04/station-17-totale-lust-platte/</link>
		<comments>http://www.kaiflorian.de/2011/04/station-17-totale-lust-platte/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 14:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kaiflorian.de/?p=674</guid>
		<description><![CDATA[1988 wurde in Hamburg die Band Station 17 gegründet, in der seit jeher Menschen mit und Menschen ohne Behinderung miteinander musizieren. Diese Tatsache mag die Band allerdings nicht mehr thematisiert wissen und lieber ausschließlich über Musik reden. Gerade ist ihr Album "Fieber" erschienen. Kai Florian Becker im Gespräch mit Peter Tiedeken (Bass, Ex-The Robocop ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1988 wurde in Hamburg die Band Station 17 gegründet, in der seit jeher Menschen mit und Menschen ohne Behinderung miteinander musizieren. Diese Tatsache mag die Band allerdings nicht mehr thematisiert wissen und lieber ausschließlich über Musik reden. Gerade ist ihr Album &#8220;Fieber&#8221; erschienen. Kai Florian Becker im Gespräch mit Peter Tiedeken (Bass, Ex-The Robocop Kraus) und Christian Fleck (Synthesizer, zudem Mitglied bei Like A Stuntman).<span id="more-674"></span></p>
<p>Zu Ihrem vorletzten Album &#8220;Goldstein Variationen&#8221; wurde die Band umbesetzt. Warum war dieser Schnitt notwendig?<br />
Tiedecken: &#8220;Nun, das war eine institutionelle Geschichte. Sagt man zumindest. Es gibt noch eine andere Version. In meinen Augen gab es einige Musiker, die keinen Bock mehr hatten, Musik zu machen. Es waren wieder welche gefragt, die mit vollem Eifer mitmachen wollten. Mittlerweile haben wir eine Besetzung, die das Konzept von Station 17 sehr gut versteht und total Lust darauf hat.&#8221;</p>
<p>Die Elektronik hat in Ihren Songs einen wichtigen Stellenwert. Es heißt sogar, typische Rocksongs hätten für Sie keine Bewandtnis mehr. Warum nicht?<br />
Tiedecken: &#8220;In Anbetracht dessen, was die einzelnen Bandmitglieder imstande sind, zu tun, ist es wenig sinnvoll, klassische Rocksongs zu machen. Dazu kommt, dass mich Rock in der Regel nicht sehr berührt. Insgesamt ist unser Musikgeschmack sehr breit gefächert. Zuletzt haben wir uns aber stark von moderner Avantgarde beeinflussen lassen, weil der freie Ansatz mehr Spielspaß garantiert.&#8221;</p>
<p>Warum ist das Album über weite Strecken instrumental?<br />
Tiedecken: &#8220;Ganz einfach: Weil keiner Lust hatte, ans Mikrofon zu gehen. Dafür aber Lust, ein Instrument zur Hand zu nehmen. &#8216;Fieber&#8217; ist eine totale Lust-Platte &#8211; allerdings nicht im sexuellen Sinne. Jeder hat das gemacht, worauf er Bock hatte. Das Mikrofon war nie so verlockend. Insofern war es keine bewusste Entscheidung zum Instrumentalen hin.&#8221;<br />
Fleck: &#8220;Wenn in Stücken Sprache auftaucht, dann passierte das zufällig und ganz nebenher.&#8221;</p>
<p>&#8220;Fieber&#8221; wurde in nur 14 Tagen aufgenommen. Spürten Sie nicht einen ungeheuren Druck, in der Kürze der Zeit alles fertig zu bekommen?<br />
Tiedecken: &#8220;Auf jeden Fall. Allerdings gehen die Meinungen diesbezüglich innerhalb der Band weit auseinander. Einige hatten totalen Spaß daran. Andere, wie ich, spürten totalen Druck. Ich hab in der Zeit fünf Kilos zugenommen.&#8221;<br />
Fleck: &#8220;Ich habe dafür abgenommen und weitaus weniger Druck empfunden.&#8221;<br />
Tiedecken: &#8220;Ich für meinen Teil würde das nicht wieder so machen und lieber über einen langen Zeitraum hinweg ein Album konzipieren.&#8221;</p>
<p>Kai Florian Becker (April 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kaiflorian.de/2011/04/station-17-totale-lust-platte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>In Extremo: Union, nicht Hertha!</title>
		<link>http://www.kaiflorian.de/2011/03/in-extremo-union-nicht-hertha/</link>
		<comments>http://www.kaiflorian.de/2011/03/in-extremo-union-nicht-hertha/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 14:03:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[interviews]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kaiflorian.de/?p=676</guid>
		<description><![CDATA[Mit „Sängerkrieg“, im Mai 2008 veröffentlicht, standen In Extremo erstmals an der Spitze der deutschen Charts. Mit ihrem jüngsten Werk „Sterneneisen“ gelang ihnen erneut die Eroberung des Chart-Throns. Im April werden In Extremo wieder im Saarland gastieren. Dies nahm Kai Florian Becker zum Anlass, um mit Bassist Kay Lutter zu sprechen. Allerdings nicht über ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit „Sängerkrieg“, im Mai 2008 veröffentlicht, standen In Extremo erstmals an der Spitze der deutschen Charts. Mit ihrem jüngsten Werk „Sterneneisen“ gelang ihnen erneut die Eroberung des Chart-Throns. Im April werden In Extremo wieder im Saarland gastieren. Dies nahm Kai Florian Becker zum Anlass, um mit Bassist Kay Lutter zu sprechen. Allerdings nicht über Musik, sondern ausnahmsweise über Fussball.<span id="more-676"></span></p>
<p>Auf Eurer Facebook-Seite ist unter der Rubrik „Gefällt mir“ der FC Union Berlin gelistet. Seid Ihr unisono Union-Fans?<br />
Lutter: „Die Fussball-Fans, die wir in der Band haben, sind fast allesamt Union-Anhänger. Einzige Ausnahme ist unser Sänger. Der steht auf den FC Schalke 04. Aber er hat auch keine Ahnung von Fussball.“</p>
<p>Das ist offensichtlich&#8230; Wie sehr hatten sich die Union-Fans in Eurer Band über den jüngsten Sieg über Hertha BSC gefreut?<br />
Lutter: „Das war ein historischer Augenblick. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“</p>
<p>Habt Ihr diesen ordentlich gefeiert?<br />
Lutter: „Nein, wir waren an diesem Tag gar nicht als Band zusammen. Ich war beispielsweise im Urlaub beziehungsweise befand ich mich auf der Rückfahrt nach Berlin. Ich stand im Stau und schaffte es nicht mehr rechtzeitig ins Stadion. Immerhin war mein Sohn vor Ort. Mir war in diesem Moment nicht wirklich danach, zu feiern. Wenigstens hatte mein Sohn sein Handy an. So konnte ich was von der Atmosphäre im Stadion mitbekommen.“</p>
<p>Wie sieht es in Eurem Freundeskreis aus, teilt der sich in zwei Lager auf: in Union- und in Hertha-Fans?<br />
Lutter: „Unser Merchandise-Verkäufer ist Hertha-Fan. Aber dazu muss man wissen, dass er in Westberlin groß wurde.“</p>
<p>Und er wird von den Union-Anhängern innerhalb der Band geduldet?<br />
Lutter: „Kann man so sagen. Bis auf unseren Gitarristen und mich sind wir auch nicht so fanatische Fussball-Fans. Der Rest nimmt es mit Humor. Außer aktuell unser Merchandiser. Fussball ist aber immer ein gutes Thema im Tourbus.“</p>
<p>Ein Trost für Euren Merchandiser ist vielleicht, dass er mit seiner Hertha so gut wie ausgestiegen ist.<br />
Lutter: „Nun, als Berliner freut man sich natürlich, wenn es einen Berliner Bundesligaclub gibt. Union ist definitiv noch nicht so weit. Das Stadion ist noch nicht fertig, und obendrein haben wir derzeit mit dem FC Augsburg die älteste Mannschaft der Liga. Da muss noch ein bisschen was passieren. So hätte die Mannschaft keine Zukunft in der ersten Liga.“</p>
<p>Kai Florian Becker (März 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kaiflorian.de/2011/03/in-extremo-union-nicht-hertha/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

