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	<title>KAI FLORIAN BECKER (KFB) &#187; buchrezensionen</title>
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		<title>Max Goldt: Ein Buch namens Zimbo</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 14:41:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den Achtzigern war Max Goldt Musiker in der avantgardistischen Pop-Band Foyer Des Arts. Heutzutage ist er Schriftsteller und dürfte nicht nur Lesern des Satiremagazins &#8220;Titanic&#8221;, für das er seit 20 Jahren Kolumnen verfasst, ein Begriff sein. Schließlich haben seine humorvollen, augenzwinkernden, teils auch ermahnenden Texte schon knapp zwei Dutzend Bücher gefüllt. Im November 2008 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Achtzigern war Max Goldt Musiker in der avantgardistischen Pop-Band Foyer Des Arts. Heutzutage ist er Schriftsteller und dürfte nicht nur Lesern des Satiremagazins &#8220;Titanic&#8221;, für das er seit 20 Jahren Kolumnen verfasst, ein Begriff sein. Schließlich haben seine humorvollen, augenzwinkernden, teils auch ermahnenden Texte schon knapp zwei Dutzend Bücher gefüllt. Im November 2008 wurde er obendrein auf &#8220;Empfehlung (oder auf Geheiß?)&#8221; (so Goldt) von Schriftsteller Daniel Kehlmann mit dem renommierten Kleist-Preis ausgezeichnet.<span id="more-326"></span></p>
<p>Seine amüsante Dankesrede schließt auch sein neues Werk, &#8220;Ein Buch namens Zimbo: Sie werden kaum ertragen, was Ihnen mitgeteilt wird&#8221; (Rowohlt), ab. Es versammelt Texte aus den Jahren 2006 bis 2009, in denen ein ums andere Mal Goldts Stärken erkennbar werden. Zum einen nennt er eine humorvolle, auf eine schöne Art altmodische Sprache sein Eigen, in der solch wohlklingende, viel zu selten benutzte Wörter wie &#8220;dringlich&#8221;, &#8220;gesundheitsabträglich&#8221; oder &#8220;immerfort&#8221; überleben dürfen. Zum anderen ist er ein Meister darin, vom Thema abzuschweifen, um nach zig thematischen Haken doch wieder am Ausgangspunkt an zu gelangen. In &#8220;22 Tasten&#8221;, einer Geschichte, die den ebenso vielen ungenutzten Tasten seiner Computertastatur gewidmet ist, beschwert er sich ganz nebenbei darüber, dass man in Restaurants neuerdings &#8220;nur noch verrosmarintes Zeug vorgesetzt bekommt&#8221;. Der keineswegs überzeugte Raucher mimt auch den Lebensratgeber. Denn &#8220;wer in seinem Leben nicht wenigstens zwei- oder dreimal Haschisch oder LSD probiert hat, ist eigentlich ein armer Wicht&#8221; (aus &#8220;Staat, misch dich ein! Es wird auch dir nützen&#8221;). Eine provokante These, die er aber durchaus ernst zu meinen scheint.</p>
<p>Kai Florian Becker (September 2009)</p>
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		<title>Gavin Edwards: Do You Want To Know A Secret?</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 12:05:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Musikfans können extrem wissbegierig sein. Sie wollen mitunter alles über ihre Idole und deren Schaffen wissen. Das erkannte auch Gavin Edwards, ein fachkundiger Musikkritiker, der schon für die Magazine &#8220;GQ&#8221; und &#8220;Spin&#8221; schrieb. Als Redakteur des &#8220;Rolling Stone&#8221; stellte er sich den Fragen seiner Leser bzw. der Fans und versuchte, in seiner Kolumne deren Wissenslücken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Musikfans können extrem wissbegierig sein. Sie wollen mitunter alles über ihre Idole und deren Schaffen wissen. Das erkannte auch Gavin Edwards, ein fachkundiger Musikkritiker, der schon für die Magazine &#8220;GQ&#8221; und &#8220;Spin&#8221; schrieb.<span id="more-253"></span> Als Redakteur des &#8220;Rolling Stone&#8221; stellte er sich den Fragen seiner Leser bzw. der Fans und versuchte, in seiner Kolumne deren Wissenslücken zu schließen. Die einzige Bedingung war, dass die Fragen nicht belangloser Natur sein und damit nicht nur das Fachwissen von Edwards testen sollten.</p>
<p>Die Originaltexte jener Kolumne sind nun in überarbeiteter Fassung und teilweise auch in längeren Versionen in dem Buch &#8220;Do You Want To Know A Secret? &#8211; Die größten Geheimnisse, Mythen und Gerüchte der Rockwelt&#8221; zusammengefasst worden. Neben etwas banalen Fragen, die manch einer schon längst für beantwortet hielt &#8211; beispielsweise, ob Jack und Meg White von den White Stripes nun Bruder und Schwester oder doch Ehemann und Ehefrau sind (Letzteres traf bis zur Scheidung zu.), erfährt der Leser auch interessante Anekdoten. Etwa welche Drogen Grateful Dead bei den Aufnahmen zu ihrem erstem Album konsumiert hatten (Antwort: LSD).</p>
<p>Bei der Beantwortung der Fragen verlässt sich Edwards, der meist auf eine eigene Wertung der Sachlage verzichtet, nicht aufs Hörensagen. Er hat das, was er preisgibt, gut recherchiert und in Interviews mit einigen der Betroffenen herausgefunden. So entstand ein mit amüsanten Informationen gespicktes Buch, das mit satirisch-frechen Illustrationen von Jana Moskito garniert wurde. Wer wollte nicht schon mal wissen, wie viele Songs von Randy Newman Städtenamen in ihrem Titel haben. Nur auf die Frage, ob Kurt Cobain wirklich alle Songs auf dem Album &#8220;Live Through This&#8221; von Hole, der Band seiner damaligen Frau Courtney Love, schrieb, hat Edwards nur Theorien, aber keine Antworten anzubieten. Ein wenig Legendenbildung muss ja dann doch noch bleiben bei all dem Fachwissen.</p>
<p>Gavin Edwards: Do You Want To Know A Secret? &#8211; Die größten Geheimnisse, Mythen und Gerüchte der Rockwelt. Schwarzkopf &#038; Schwarzkopf.</p>
<p>Kai Florian Becker (April 2009)</p>
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		<title>Axel Hacke &amp; Michael Sowa: Wumbabas Vermächtnis</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 12:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Fabulieren über falsch verstandene Songtexte, das ist seit längerem Axel Hackes große Leidenschaft. Drei Bücher hat der wortgewandte Münchner Journalist und Autor diesem Phänomen gewidmet. Das aktuellste trägt den Titel &#8220;Wumbabas Vermächtnis: Drittes Handbuch des Verhörens&#8221; und soll laut Aussage Hackes das letzte seiner Art sein.
Was vor vielen Jahren per Zufall begann, als Leser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Fabulieren über falsch verstandene Songtexte, das ist seit längerem Axel Hackes große Leidenschaft. Drei Bücher hat der wortgewandte Münchner Journalist und Autor diesem Phänomen gewidmet. Das aktuellste trägt den Titel &#8220;Wumbabas Vermächtnis: Drittes Handbuch des Verhörens&#8221; und soll laut Aussage Hackes das letzte seiner Art sein.<span id="more-250"></span></p>
<p>Was vor vielen Jahren per Zufall begann, als Leser seiner Kolumne &#8220;Das Beste aus meinem Leben&#8221; (&#8221;Süddeutsche Zeitung&#8221;) von Verhörern berichteten, erfreut sich mittlerweile regen Leserinteresses. Heutzutage tauchen bei Hackes Lesungen regelmäßig Texte auf, die das teils sehr kreative Verhören behandeln.</p>
<p>In seinem dritten &#8220;Wumbaba&#8221;-Band schreibt er über den &#8220;slowakisch-spanischen Superlover Ladislav Bonita&#8221;. Den zumindest glaubte einer seiner Leser aus dem Madonna-Hit &#8220;La Isla Bonita&#8221; heraus gehört zu haben. Wer muss da nicht schmunzeln. Selbst die inoffizielle Hymne zur Fußball-WM 2006, &#8220;&#8216;54, &#8216;74, &#8216;90, 2006&#8243; von den Sportfreunden Stiller, wurde missverstanden. Denn statt &#8220;1 und 2 und 3 und 54, 74, 90, 2006, ja, so stimmen wir alle ein&#8221; verstand mach einer &#8220;1 und 2 und 3 und 54, 74, 90, 2006, ja, so schwimmen wir alle heim&#8221;.</p>
<p>Da so geartete Missverständnisse schon nahezu jeder mal erfahren musste, weiß man um die eigene Betroffenheit bei der Erkenntnis, Falsches für richtig erachtet zu haben. Hacke macht sich derweil nicht über die Verhörer lustig; er schildert nur ihren Ursprung und das mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. Die ebenso amüsanten Illustrationen stammen einmal mehr von Michael Sowa, der seit Jahren die Texte des Münchners treffend bebildert.</p>
<p>Vielleicht lässt Hacke den &#8220;weißen Neger Wumbaba&#8221;, übrigens ein Verhörer aus dem Lied &#8220;Der Mond ist aufgegangen&#8221;, in dem eigentlich &#8220;der weiße Nebel wunderbar&#8221; auftaucht, nochmals zurückkehren. Ansonsten wird man ihn vermissen &#8211; zumal das Verhören mittlerweile eine Wissenschaft für sich ist.</p>
<p>Axel Hacke &#038; Michael Sowa &#8220;Wumbabas Vermächtnis: Drittes Handbuch des Verhörens&#8221;, Verlag Antje Kunstmann. 9,90 Euro.</p>
<p>Kai Florian Becker (April 2009)</p>
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		<title>Nick Hornby: 31 Songs</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2003 23:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;31 Songs&#8221; heißt das neueste Buch des britischen Erfolgsautoren Nick Hornby. Das ist der Mann, der uns &#8220;About A Boy&#8221;, &#8220;Fever Pitch&#8221; und natürlich das Lieblingsbuch aller Schallplattenladenbesitzer, &#8220;High Fidelity&#8221;, beschert hat. Nun also sind es &#8220;31 Songs&#8221;, die ihn beschäftigt haben. Songs unterschiedlichster Couleur, die er zu seinen Lieblingsliedern erklärt hat oder eben solche, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;31 Songs&#8221; heißt das neueste Buch des britischen Erfolgsautoren Nick Hornby. Das ist der Mann, der uns &#8220;About A Boy&#8221;, &#8220;Fever Pitch&#8221; und natürlich das Lieblingsbuch aller Schallplattenladenbesitzer, &#8220;High Fidelity&#8221;, beschert hat. Nun also sind es &#8220;31 Songs&#8221;, die ihn beschäftigt haben. Songs unterschiedlichster Couleur, die er zu seinen Lieblingsliedern erklärt hat oder eben solche, die es kurzfristig waren.<span id="more-36"></span> Manchmal fragt man sich, warum er diesen oder jenen so sehr mag beziehungsweise mochte. Hornby hat stets eine plausible Erklärung parat. Beim Verfassen des Buches war er gar Nelly Furtados &#8220;I&#8217;m Like A Bird&#8221; verfallen. Wegen des &#8220;verletzten Optimismus&#8221;, den das Lied ausstrahlt. Zu Badly Drawn Boy alias Damon Gough hat der Autor ein besonderes Verhältnis. Gough komponierte den &#8220;About A Boy&#8221;-Soundtrack. Das Stück &#8220;A Minor Incident&#8221; liebt er, weil Gough in dem Text der Filmgeschichte um Marcus und seine Mutter Fiona eine ganz neue Seite abgewinnen kann. Eine Seite, die Hornby bis dahin nicht sah. &#8220;Pissing In A River&#8221; wiederum erinnert ihn an einen unvergesslichen Auftritt der exzentrischen Künstlerin Patti Smith in Islington, während er zu Santanas &#8220;Samba Pa Ti&#8221; gerne seine Jungfräulichkeit verloren hätte. Statt dessen war es die B-Seite von Rod Stewarts Album &#8220;Smiler&#8221;, die ihn beim &#8220;ersten Mal&#8221; begleitet hatte. &#8220;So ist das heute: Pop ist überall&#8221;. Ob im Bett, im Kino oder in Hornbys amüsanten und kurzweiligen Büchern.</p>
<p><em>Kai Florian Becker (im Juli 2003)</em></p>
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