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	<title>KAI FLORIAN BECKER (KFB) &#187; albumrezensionen</title>
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		<title>Christina Aguilera: Bionic</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 05:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[2006 erschien ihr letztes Studioalbum &#8220;Back To Basics&#8221;, immerhin ein Doppelalbum. Nach der anschließenden Welttournee nahm Christina Aguilera eine Auszeit. Schließlich kam im Januar 2008 ihr erstes Kind, Sohn Max Liron Bratman, zur Welt. Mit dessen ersten Bildern machte sie erstaunliche 1,5 Millionen US-Dollar. Trotz dieses lukrativen Nebenverdienstes wollte sie nicht zu lange pausieren und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2006 erschien ihr letztes Studioalbum &#8220;Back To Basics&#8221;, immerhin ein Doppelalbum. Nach der anschließenden Welttournee nahm Christina Aguilera eine Auszeit. Schließlich kam im Januar 2008 ihr erstes Kind, Sohn Max Liron Bratman, zur Welt. Mit dessen ersten Bildern machte sie erstaunliche 1,5 Millionen US-Dollar. Trotz dieses lukrativen Nebenverdienstes wollte sie nicht zu lange pausieren und alsbald wieder in den Popzirkus einsteigen. In den vergangenen zwölf Monaten arbeitete sie daher an ihrem Comeback-Album &#8220;Bionic&#8221;, das mit der just veröffentlichten Single &#8220;Not Myself Tonight&#8221; ankündigt wurde.</p>
<p>Erfahrene Produzenten wie Polow Da Don (Fergie, Pussycat Dolls), Tricky Stewart (Rihanna, Katy Perry, Beyoncé) sowie die australische Singer-Songwriterin Sia, Linda Perry (Pink, Gwen Stefani, Ex-4 Non Blondes) und Musiker von Le Tigre und Ladytron standen ihr bei den Aufnahmen zur Seite. Die Idee war, &#8220;einen Schritt in ihre Welt zu wagen und ihren Sound mit meinen Visionen und Sounds zu kombinieren&#8221;, erklärt Aguilera. So kamen ganz unterschiedliche, teils futuristische Songs zustande: modernster R&#038;B mit einem schrägen, aber ungemein verführerischen Rhythmus (&#8221;Bionic&#8221;), Electro der alten Schule (&#8221;Elastic Love&#8221;), ein Latin-Partysong, wie ihn Gloria Estefans einstige Band The Miami Sound Machine anno 2010 nicht hätte besser machen können (&#8221;Desnudate&#8221;), ein Electropop-Ohrwurm (&#8221;Glam&#8221;) und etwas Southern-HipHop (&#8221;Prima Donna&#8221;).</p>
<p>Die vielen Balladen, u.a. &#8220;Sex For Breakfast&#8221;, &#8220;All I Need&#8221; und &#8220;You Lost Me&#8221;, nehmen in der zweiten Albumhälfte leider erst einmal viel Luft raus, weshalb die zuvor mit wilden Rhythmen aufgeheizte Stimmung in einem Meer der Melancholie zu versinken droht. Andererseits sticht da die geschmeidige Ballade &#8220;Lift Me Up&#8221; hervor, die aus der Feder von Aguileras langjähriger Kollaborateurin Linda Perry (siehe &#8220;Beautiful&#8221; und &#8220;Hurt&#8221;) stammt. Und am Albumende stehen ja noch &#8220;Jungle Juice&#8221;, das so klingt, wie es heißt, und zwei weitere Partyhymnen: &#8220;Vanity&#8221; und &#8220;My Girls&#8221;. In Letzterem wirkt die Wahlberlinerin Merrill Beth Nisker alias Peaches, eine Expertin in Sachen Electropunk mit schlüpfrigen Texten, mit. Ohne Zweifel einer der Höhepunkte auf &#8220;Bionic&#8221;. </p>
<p>Kai Florian Becker (Juni 2010)</p>
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		<title>Black Rebel Motorcycle Club: Beat The Devil&#8217;s Tattoo</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 05:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwie nervt Schlagzeuger Nick Jago. Mal ist er in der Band, mal nicht. Aktuell ist er wieder draußen &#8211; schon zum zweiten Mal. Was sicherlich niemanden stören wird. Denn seine Position hat Leah Shapiro eingenommen, und die macht einen exzellenten Job. Sie konnte ja schon einige Erfahrungen als Live-Trommlerin des dänischen Rock-Duos The Raveonettes sammeln. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie nervt Schlagzeuger Nick Jago. Mal ist er in der Band, mal nicht. Aktuell ist er wieder draußen &#8211; schon zum zweiten Mal. Was sicherlich niemanden stören wird. Denn seine Position hat Leah Shapiro eingenommen, und die macht einen exzellenten Job.<span id="more-592"></span> Sie konnte ja schon einige Erfahrungen als Live-Trommlerin des dänischen Rock-Duos The Raveonettes sammeln. Jetzt beschert sie den Black Rebel Motorcycle Club-Songs auf &#8220;Beat The Devil&#8217;s Tattoo&#8221; ein solides rhythmisches Grundgerüst. Peter Hayes (Gitarre, Bass und Gesang) und Robert Levon Been (Bass, Gitarre, Gesang) liefern dazu ihren psychedelischen und südstaatlich angehauchten Fuzz Rock.</p>
<p>Neu erfunden hat sich das Trio nicht. Was auch nicht vonnöten war, solange sie so gewaltig rocken wie in &#8220;Conscience Killer&#8221; und gleich im Anschluss das Tempo drosseln, um einen Quasi-Popsong folgen zu lassen, dessen hochtönigen Gitarrenriffs dem Pop etwas Paroli bieten (&#8221;Bad Blood&#8221;). Später gibt es noch eine Akustikballade mit Echo im Gesang und Orgel im Hintergrund (&#8221;Sweet Feeling&#8221;), einen hingebungsvollen Zeitlupensong (&#8221;Aya&#8221;) und den Ohrwurm &#8220;Shadow&#8217;s Keeper&#8221;. Gute Platte.</p>
<p>Kai Florian Becker (Mai 2010)</p>
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		<title>CocoRosie: Grey Oceans</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 05:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die musikalische Welt der Casady-Geschwister Bianca alias Coco und Sierra (Rosie) ist eine ganz eigene. Ihre Musik ist experimentell, aufregend, spannend und hauptsächlich anders. Die einen sagen Freak Folk dazu, wobei der Freak-Anteil wesentlich größer ist als der Folk-Anteil. Avantgarde-Indiepop wäre eine passende Umschreibung. Aber auch diese wird dem künstlerischen Schaffen der beiden Damen nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die musikalische Welt der Casady-Geschwister Bianca alias Coco und Sierra (Rosie) ist eine ganz eigene. Ihre Musik ist experimentell, aufregend, spannend und hauptsächlich anders. Die einen sagen Freak Folk dazu, wobei der Freak-Anteil wesentlich größer ist als der Folk-Anteil. Avantgarde-Indiepop wäre eine passende Umschreibung. Aber auch diese wird dem künstlerischen Schaffen der beiden Damen nur annähernd gerecht.<br />
<span id="more-561"></span><br />
Auf ihrem neuen Album &#8220;Grey Oceans&#8221; gibt es beispielsweise den Song &#8220;Hopscotch&#8221;. Der fängt an wie ein kindlicher Wildwest-Saloon-Gassenhauer, ehe er in ein sphärisches Drum&#8217;n'Bass-Stück mündet. Später überlagern sich beide Teile und ergeben entgegen ihrer Gegensätzlichkeit ein erstaunlich harmonisches Lied, das mit zu den besten auf diesem seltsamen Album gehört.</p>
<p>Die ersten Aufnahmen dazu entstanden Ende 2007. In Buenos Aires lernten CocoRosie den renommierten argentinischen Produzenten Nicolas Kalwill kennen, der sie in ein Tonstudio einlud. Dort nahmen sie mit dem Jazzpianisten Gael Rakotondrabe innerhalb von fünf Tagen, in denen sie fast gänzlich auf Schlaf verzichteten, sieben Songs auf. Die Arbeiten vollendeten sie in Studios in Paris, Berlin, New York und Melbourne.</p>
<p>Der hohe künstlerische Anspruch der Schwestern ist auf &#8220;Grey Oceans&#8221; allgegenwärtig. Von ihrem Hang zur Avantgarde ganz zu schweigen. Sicherlich hat das auch mit ihren Nebenbeschäftigungen zu tun. Bianca, selbst auch bildende Künstlerin, eröffnete im Februar 2008 in Paris ihre eigene Gallerie (Mad Vicky&#8217;s Tea Gallery); Sierra ist nebenher als klassische Opernsängerin tätig. Sie haben ein facettenreiches künstlerisches Umfeld und sind vielleicht deshalb unkonventionelleren Ideen ausgesetzt.</p>
<p>Entgegen des Albumtitels hat &#8220;Grey Oceans&#8221; nichts Maritimes. Grau ist die Musik schon gar nicht. Sie ist farbenfroh und klingt so als hätten sie eine Horde Elfen mit viel Naivität und unter Drogeneinfluss in einem verwunschenen Zauberwald ersonnen. Alles ist möglich: Orientalische treffen auf asiatische Klänge (&#8221;Smokey Taboo&#8221;), Deep House trifft auf Cembalo und Ethno (&#8221;Fairy Paradise&#8221;) und LoFi-HipHop auf ein Piano (&#8221;The Moon Asked The Crow&#8221;). CocoRosie haben aber auch relativ gewöhnliche Lieder im Programm: siehe den Titelsong.</p>
<p>Kai Florian Becker (April 2010)</p>
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		<title>Cypress Hill: Rise Up</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 05:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das ist ein Comeback nach Maß: Cypress Hill, die Könige des Latino-Rap, legen sechs Jahre nach ihrem letzten Album &#8220;Till Death Do Us Part&#8221; ein neues Werk vor, das den langjährigen Fans der Band gefallen sollte.
Erwartungsgemäß heroisieren sie auch in ihrem 22. Jahr die positive Wirkung des Kiffens und das gleich in mehreren Songs. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist ein Comeback nach Maß: Cypress Hill, die Könige des Latino-Rap, legen sechs Jahre nach ihrem letzten Album &#8220;Till Death Do Us Part&#8221; ein neues Werk vor, das den langjährigen Fans der Band gefallen sollte.<span id="more-545"></span></p>
<p>Erwartungsgemäß heroisieren sie auch in ihrem 22. Jahr die positive Wirkung des Kiffens und das gleich in mehreren Songs. Im Text zu der brillanten Gangsta Rap-Hymne &#8220;K.U.S.H.&#8221; heißt es stellvertretend: &#8220;The more I smoke, the higher I get, the better I feel, I can&#8217;t quit&#8221;. Dafür sollte man sie nicht verteufeln; das gehört zu ihrem Image und ihrer Lebenseinstellung dazu.<br />
B-Real, Sen Dog, Eric Bobo und DJ Muggs verfolgten trotz der dichten Rauchschwaden, die ihre Köpfe gemeinhin umgeben, eine klare Vision mit &#8220;Rise Up&#8221;: moderne Songs zu schreiben ohne mit der eigenen Tradition zu brechen.</p>
<p>Sie haben sich also erhoben &#8211; &#8220;Rise Up&#8221; heißt so viel wie &#8220;Steh auf&#8221; &#8211; und mit diversen Gästen, darunter Dilated Peoples-Mitglied Evidence, Daron Malakian (System Of A Down), Everlast (Ex-House Of Pain) und Marc Anhtony, gefeierter Latin-Sänger und Ehemann von Jennifer Lopez, ein facettenreiches Album konzipiert. Auf dem entlockt Saitenkünstler Tom Morello (Rage Against The Machine) seiner Gitarre abenteuerliche Riffs (&#8221;Rise Up&#8221;, &#8220;Shut &#8216;Em Down&#8221;), während Mike Shinoda von den unsäglichen Linkin Park es in der seichten, nein, kitschigen Ballade &#8220;Carry Me Away&#8221; mit Säusel-Gesang versucht. Der ist einem aber schnell zuwider. Shinoda kann sich noch so sehr anstrengen, sympathischer wird er einem nimmermehr. Wenigstens hat er den Song nicht gänzlich ruiniert.</p>
<p>Sehr interessant ist &#8220;Day Destroys The Night&#8221;, eine Kollaboration mit Everlast. Es ist ein sehr düsterer, schwerfälliger Song, der auch wegen des synkopischen Beat-Konstrukts aus dem Rahmen fällt. Das Finale ist die größte Überraschung: Die gewagte und doch gelungene Latin/Salsa-Rap-Hymne &#8220;Armada Latina&#8221; mit Marc Anthony und US-Rapper Pitbull.</p>
<p>Kai Florian Becker (April 2010)</p>
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		<title>Sick Of It All: Based On A True Story</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 05:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist schlichtweg unglaublich, mit wie viel Energie die Hardcore-Veteranen auch auf diesem Album zu Werke gehen. Lou Koller und seine Mannen scheinen nicht müde zu werden, die Fahne des New Yorker Hardcore in den Himmel zu recken und ihren Aggressionen mehr oder weniger freien Lauf zu lassen. Die neuen Songs sind genauso wütend, schnell [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schlichtweg unglaublich, mit wie viel Energie die Hardcore-Veteranen auch auf diesem Album zu Werke gehen. Lou Koller und seine Mannen scheinen nicht müde zu werden, die Fahne des New Yorker Hardcore in den Himmel zu recken und ihren Aggressionen mehr oder weniger freien Lauf zu lassen. Die neuen Songs sind genauso wütend, schnell und kompromisslos, wie man es von Sick Of It All seit vielen Jahren her kennt.<span id="more-540"></span> Mit ungezügelter Härte hämmern sie &#8220;Dominated&#8221; raus, prügeln sich durch &#8220;Bent Outta Shape&#8221; und lassen die Pogo-Nummern &#8220;Lowest Common Denominator&#8221; und &#8220;Good Cop&#8221; folgen. Beeindruckend. Was übrigens auch für die Produktion gilt, die wie schon im Fall von &#8220;Death To Tyrants&#8221; Tue Madsen übernommen hatte. Der hat schon The Haunted und Heaven Shall Burn zu einem astreinen, druckvollen Sound verholfen.</p>
<p>Kai Florian Becker (April 2010)</p>
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		<title>Liars: Sisterworld</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 05:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ohne diesen Herren zu nahe treten zu wollen, aber Liars haben wirklich einen Dachschaden. Solch verrückte, seltsame Musik kann kein normaler Mensch schreiben. Um es noch deutlicher zu sagen: Im Fall von Liars kann nicht zwischen Genie und Wahnsinn getrennt werden. Sie sind geniale Wahnsinnige, und ihre Musik ist wahnsinnig genial. So sehr gar und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne diesen Herren zu nahe treten zu wollen, aber Liars haben wirklich einen Dachschaden. Solch verrückte, seltsame Musik kann kein normaler Mensch schreiben. Um es noch deutlicher zu sagen: Im Fall von Liars kann nicht zwischen Genie und Wahnsinn getrennt werden. Sie sind geniale Wahnsinnige, und ihre Musik ist wahnsinnig genial. So sehr gar und so fremdartig und anders ist sie, dass es von Mal zu Mal schwerer fällt, sie angemessen zu umschreiben, geschweige denn zu definieren.<span id="more-522"></span></p>
<p>Auf ihrem nunmehr fünften Album &#8220;Sisterworld&#8221; jagen sie nicht mehr irgendwelchen Geistern hinterher wie noch auf dem Konzeptalbum &#8220;They Were Wrong, So We Drowned&#8221; aus dem Jahr 2004. Diesmal sollen die drei US-Musiker, die vorübergehend in Berlin residierten, vom Alltag in ihrer neuen Heimat Los Angeles inspiriert worden sein. Genauer gesagt von der dort allgegenwärtigen Gewalt und der Entfremdung der Menschen. Das Bild, das Liars auf &#8220;Sisterworld&#8221; von dieser Stadt gezeichnet haben, ist ein düsteres, beängstigendes und chaotisches.</p>
<p>Der eigensinnige, verstörende wie spannende Soundtrack dazu setzt sich aus den Elementen Rock, Noise, Psychedelica, Electro und Industrial zusammen. Genauer kann man es nicht formulieren. Liars klingen nur wie Liars, und das heißt vor allem eins: anders und avantgardistisch. Davon sollte man sich allerdings nicht abschrecken lassen, sondern mutig die Herausforderung suchen. Ansonsten entgeht einem ein abenteuerliches Album.</p>
<p>Nicht uninteressant ist dessen Deluxe Edition. Auf der beiliegenden Bonus-CD ist jeder Song in einer Remixversion zu hören. Neben Neubearbeitungen von Thom Yorke (Radiohead), Tunde Adebimpe (TV On The Radio), Alan Vega (Suicide), Melvins und Devendra Banhart &#038; The Grogs wäre da auch der Pink Dollaz-Remix des Albumauftakts &#8220;Scissor&#8221; zu nennen. Dieser kursiert bereits ganz legal im Internet und ist absolut hörenswert. Wer dann schon mal in den unendlichen Weiten des Internets stöbert: Das <a href="http://www.kaiflorian.de/2010/02/lieblingsvideo-003-liars/">Video</a> dazu ist ebenfalls zu finden. Es erinnert an eine Mischung aus dem Film &#8220;The Blair Witch Project&#8221; und der TV-Serie &#8220;Lost&#8221;. Liars versuchen eben, Musik und Visuelles in Einklang miteinander zu bringen. Das ist ihnen hier erschreckend gut gelungen. </p>
<p>Kai Florian Becker (April 2010)</p>
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		<title>Gorillaz: Plastic Beach</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 05:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bands bestehen mal aus nur einer Person, einem schier unübersichtlichen Kollektiv an Musikern oder auch aus fiktiven Personen. Bei Gorillaz trifft alles irgendwie zu. Die Person, die alleinverantwortlich für die Musik ist, hört auf den Namen Damon Albarn. Sein &#8220;Bandkollege&#8221; Jamie Hewlett ist fürs Grafische zuständig. Denn eigentlich sind Gorillaz vier Comicfiguren namens 2D, Murdoc [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bands bestehen mal aus nur einer Person, einem schier unübersichtlichen Kollektiv an Musikern oder auch aus fiktiven Personen. Bei Gorillaz trifft alles irgendwie zu. Die Person, die alleinverantwortlich für die Musik ist, hört auf den Namen Damon Albarn. Sein &#8220;Bandkollege&#8221; Jamie Hewlett ist fürs Grafische zuständig. Denn eigentlich sind Gorillaz vier Comicfiguren namens 2D, Murdoc Niccals, Noodle und Russel Hobbs. Das Kollektiv wiederum ist im Fall des aktuellen Albums &#8220;Plastic Beach&#8221; eine Heerschar an Gästen.<span id="more-516"></span> Zu denen zählen die HipHop-Ikonen Snoop Dogg, Mos Def und De La Soul, Bobby Womack, Lou Reed, The Lebanese National Orchestra For Oriental Arabic Music, Gruff Rhys, Frontmann der walisischen Rockband Super Furry Animals, Mark E. Smith (The Fall) und die ehemaligen The Clash-Musiker Mick Jones und Paul Simonon. Letztgenannte haben dem Hörensagen nach dank Albarn zum ersten Mal seit dem Ende ihrer Band wieder gemeinsame Sache gemacht. Allein dafür sollten viele Musikfans dem Gozillaz-Kopf dankbar sein. Von der Musik auf &#8220;Plastic Beach&#8221; ganz zu schweigen.</p>
<p>Albarn scheinen nicht Ideen für tolle Popsongs ausgehen zu wollen. Dabei ist er seit Jahren äußerst umtriebig &#8211; sei es mit Blur, solo, mit der Allstar-Band The Good, The Bad &#038; The Queen, als Mitinitiator und Komponist des Bühnenstücks &#8220;Monkey: Journey To The West&#8221; oder eben mit Gorillaz. Umso erstaunlicher, wie gut und zugleich abwechslungsreich &#8220;Plastic Beach&#8221; geworden ist.</p>
<p>Albarn tobt sich nach Belieben im globalen Musikarchiv aus, springt von einem Genre zum nächsten und hat auf diese Weise ein intelligentes, nahezu unwiderstehliches Stil-Potpourri ersonnen. Er hat mit unterschiedlichsten Gästen 80er Pop, Electro, HipHop, Disco, Psychedelica, Easy Listening und Weltmusik frech kombiniert und doch immer homogene Songs aus seinem Hut gezaubert. So nölt jetzt Rocklegende Lou Reed in dem lässigen Electropop-Ohrwurm &#8220;Some Kind Of Nature&#8221;. Die beiden Clash-Veteranen mischen in dem futuristisch-naiven Titelsong mit. Mark E. Smith taucht in der genialen, psychedelischen Disco-Nummer &#8220;Glitzer Freeze&#8221; auf. Und der wieder zu alter Stärke gefundene Rapper Mos Def tritt in &#8220;Stylo&#8221; zum Duell mit der Soul/Funk-Legende Bobby Womack an. Angeblich soll Letzterer beim Einsingen seines Parts im Studio ohnmächtig geworden sein. Mos Def habe indes über seinen zweiten Auftritt auf &#8220;Plastic Beach&#8221;, in &#8220;Superfast Jellyfish&#8221;, gesagt, dies sei mit das Beste, was er als Rapper je gemacht habe. Albarn scheint nicht nur von sich maximalen Einsatz zu fordern.</p>
<p>Kai Florian Becker (März 2010)</p>
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		<title>Blood Red Shoes: Fire Like This</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 05:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gute Rock-Duos gibt es einige. Man denke an The White Stripes oder an The Ting Tings. Und nicht zu vergessen Blood Red Shoes aus Brighton. Laura-Mary Carter singt und spielt Gitarre, Steven Ansell singt und spielt Schlagzeug. So ähnlich ist auch die Rollenverteilung bei den eingangs erwähnten Bands. Allerdings sind Carter und Ansell The White [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gute Rock-Duos gibt es einige. Man denke an The White Stripes oder an The Ting Tings. Und nicht zu vergessen Blood Red Shoes aus Brighton. Laura-Mary Carter singt und spielt Gitarre, Steven Ansell singt und spielt Schlagzeug. So ähnlich ist auch die Rollenverteilung bei den eingangs erwähnten Bands. Allerdings sind Carter und Ansell The White Stripes näher als den poppigen The Ting Tings. Wobei die Songs auf &#8220;Fire Like This&#8221; ungeschliffen klingen und verschiedenste Einflüsse offenbaren.<br />
<span id="more-512"></span><br />
Ursprünglich kamen Blood Red Shoes nämlich vom Punkrock, haben aber auch Alternative Rock und krachigen Rock im Speziellen zu schätzen gelernt. All dies findet man in den Songs ihres zweiten Albums. Das beginnt mit dem hibbeligen &#8220;Don&#8217;t Ask&#8221;, dessen Refrain und Gitarrenmelodie schon nach dem ersten Durchlauf im Gedächtnis hängen geblieben sind. &#8220;Light It Up&#8221; verneigt sich vor alten Alternative Rock-Helden wie Dinosaur Jr. und Konsorten. Das anfangs verführerisch-ruhige &#8220;When We Wake&#8221; steigert sich schön langsam in gewaltigen Rock, um gleich wieder von der Bestie zur Schönheit zu werden. Für &#8220;Heartsink&#8221; wurden der Gitarre anscheinend Basssaiten aufgezogen: ein Song voller Energie, der Aufbruchsstimmung verbreitet. Im Kontrast dazu steht das sich über sieben Minuten erstreckende &#8220;Colours Fade&#8221;, dessen sich wiederholende Muster den Hörer einlullen. Live bestimmt nicht ohne.</p>
<p>Kai Florian Becker (März 2010)</p>
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		<title>Sade: Soldier Love</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 05:00:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit Schnelligkeit hat sie es nicht so: In 25 Jahren hat Sade nur sechs Alben mit zarten, schleichenden Songs aufgenommen. Immerhin schon zehn Jahre sind seit der Veröffentlichung ihres letzten Albums &#8220;Lover‘s Rock&#8221; verstrichen. Sie selbst erklärt die lange Pause damit, dass sie nur dann neue Songs schreibe, wenn sie etwas zu sagen hätte. So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Schnelligkeit hat sie es nicht so: In 25 Jahren hat Sade nur sechs Alben mit zarten, schleichenden Songs aufgenommen. Immerhin schon zehn Jahre sind seit der Veröffentlichung ihres letzten Albums &#8220;Lover‘s Rock&#8221; verstrichen. Sie selbst erklärt die lange Pause damit, dass sie nur dann neue Songs schreibe, wenn sie etwas zu sagen hätte.<span id="more-503"></span> So dauerte es bis zum Jahr 2008, ehe sie ihre drei Bandmitglieder zusammentrommelte und im Studio von Peter Gabriel traf. Dort nahmen sie in mehreren Anläufen zehn romantisch-traurige Lieder auf, die ganz typisch für die 51-jährige nigerianisch-britische Sängerin sind. Denn in ihren Songs werden ganz behutsam R&#038;B, Jazz, Electropop, Reggae und Easy Listening zum Sade-Sound vermengt. Spätestens wenn dann ihre Stimme einsetzt, weiß jeder, von wem das Lied stammt – zumindest all diejenigen, die je ihre unvergesslichen Hits &#8220;Smooth Operator&#8221; oder &#8220;The Sweetest Taboo&#8221; gehört haben. Es gibt keine andere Sängerin mit einer solch bestechenden, samtweichen Stimme.</p>
<p>Ihre Texte kreisen meist um das Thema Liebe. Auf ihrem neuen Album zieht sie Parallelen zwischen der Liebe und dem Krieg und hat es &#8220;Soldier Of Love&#8221; getauft. Im abschließenden &#8220;Safest Place&#8221;, einem mit Streichern und Akustikgitarre unterlegten Song, singt sie davon, dass ihr Herz ein einsamer Krieger sei, der in den Krieg gezogen war. Und dann heißt es: &#8220;So you can be sure / Your love‘s in a sacred place / The safest hiding place&#8221;. Letzten Endes gibt sie der Liebe eine Chance. Was ein schöner Schlusspunkt für dieses Album ist.</p>
<p>Kai Florian Becker (März 2010)</p>
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		<title>Part Chimp: Thriller</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 05:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rock Action Records ist ein kleines, von Mogwai initiiertes Musiklabel. Die neueste Veröffentlichung der Schotten trägt den Titel &#8220;Thriller&#8221; und stammt aus der Feder von Part Chimp. Um es vorwegzunehmen: Dies ist keine Huldigung vor dem gleichnamigen Meisterwerk von Michael Jackson.
Auf ihrem mittlerweile dritten Album geben sich Part Chimp wie gewohnt dem lauten, ungestümen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rock Action Records ist ein kleines, von Mogwai initiiertes Musiklabel. Die neueste Veröffentlichung der Schotten trägt den Titel &#8220;Thriller&#8221; und stammt aus der Feder von Part Chimp. Um es vorwegzunehmen: Dies ist keine Huldigung vor dem gleichnamigen Meisterwerk von Michael Jackson.<span id="more-476"></span></p>
<p>Auf ihrem mittlerweile dritten Album geben sich Part Chimp wie gewohnt dem lauten, ungestümen und krachenden Rock hin. Zusammen mit Neuzugang Tracy Bellaries (Ex-Ikara Colt) am Bass entzünden die drei Herren aus Camberwell in London ein deftiges, durchweg hörbares Noise Rock-Doom-Feuerwerk. Melodien sind ihnen nicht fremd (&#8221;Sweet T&#8221;). Zudem darf es mitunter sehr ruhig und leise zugehen &#8211; zumindest für etwas mehr als drei Minuten, ehe der Gitarren-Bass-Schlagzeug-Orkan abermals loslegt (&#8221;Super Moody&#8221;).</p>
<p>Man mag übrigens kaum glauben, aber Part Chimp gingen aus Ligament hervor. Eben jener Band, die 1996 auf Flower Shop Recordings, dem Label von Robin Proper-Sheppard (Sophia, Ex-The God Machine), das eindrucksvolle Album &#8220;Kind Deeds&#8221; veröffentlichte. Damals machten Tim Cedar (Gesang, Gitarre) und Schlagzeuger Jon Hamilton noch sleazigen Alternative Rock mit vereinzeltem Schreigesang. Die Ansätze für das, was mit Part Chimp folgen sollte, waren zumindest entfernt zu erkennen. Jener Hamilton spielte obendrein auf dem ersten Sophia-Album &#8220;Fixed Water&#8221; Schlagzeug. Und jetzt stehen Cedar und Hamilton bei Mogwai bzw. Rock Action unter Vertrag, die wiederum in der Vergangenheit mit Sophia tourten.</p>
<p>Kai Florian Becker (Februar 2010)</p>
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		<title>First Aid Kit: The Big Black And The Blue</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 05:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn eins derzeit gut ankommt, dann sind es mehrstimmige Gesänge. Man stelle sich vor, die Fleet Foxes wären allesamt Frauen. So klingt der Auftakt auf &#8220;The Big Black And The Blue&#8221;. Diese Feststellung allein ist schon großartig. Es wird aber noch besser: First Aid Kit, das sind die Schwedinnen Klara und Johanna Söderberg. Die eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn eins derzeit gut ankommt, dann sind es mehrstimmige Gesänge. Man stelle sich vor, die Fleet Foxes wären allesamt Frauen. So klingt der Auftakt auf &#8220;The Big Black And The Blue&#8221;. Diese Feststellung allein ist schon großartig. Es wird aber noch besser: First Aid Kit, das sind die Schwedinnen Klara und Johanna Söderberg. Die eine ist 16, die andere doch schon 19 Jahre alt. Keine Ahnung, mit welcher Musik oder unter welchen Umständen sie aufgewachsen sind. Aber ihre Stimmen gehen durch Mark und Bein. Diese Leidenschaft im Gesang ist schier beeindruckend.<span id="more-442"></span></p>
<p>Auf YouTube ist ein Video aus dem Sommer 2008 zu sehen, in dem sie <a href="http://www.kaiflorian.de/2010/01/lieblingsvideo-001-first-aid-kit/">&#8220;Tiger Mountain Peasant&#8221;</a> von den eingangs erwähnten Fleet Foxes covern. Über eine Million Menschen haben sich das schon angesehen. Wie jung, schüchtern und unscheinbar sie darin aussehen und wie gut sie diesen Song performen: Wahnsinn.</p>
<p>All das kann man auch über ihr Debütalbum &#8220;The Big Black And The Blue&#8221; sagen. Sie tragen ihre Songs mit beeindruckender Ernsthaftigkeit und Reife vor. Es ist fast schon beängstigend, wie gut Klara und Johanna Söderberg sind. First Aid Kit, die ihre Musik als &#8220;what Gary Numan would sound like if he made folk music&#8221; umschreiben, haben das erste Folk-Highlight des Jahres veröffentlicht – und leicht wird es sicherlich nicht, dieses zu überbieten.</p>
<p>Kai Florian Becker (Februar 2010)</p>
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		<title>Adam Green: Minor Love</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 05:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Minor Love&#8221; ist Adam Greens Scheidungsalbum. Denn im Dezember wurde bekannt, dass er sich von Loribeth Capella, die er im Sommer 2008 geheiratet hatte, scheiden lassen werde. Die große Liebe, die er gefunden zu haben glaubte, hatte ihn sitzen gelassen. Dass er mit Capella auch eine Duettpartnerin verlor, kann er wohl noch am ehesten verwinden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Minor Love&#8221; ist Adam Greens Scheidungsalbum. Denn im Dezember wurde bekannt, dass er sich von Loribeth Capella, die er im Sommer 2008 geheiratet hatte, scheiden lassen werde. Die große Liebe, die er gefunden zu haben glaubte, hatte ihn sitzen gelassen.<span id="more-434"></span> Dass er mit Capella auch eine Duettpartnerin verlor, kann er wohl noch am ehesten verwinden. Vielleicht war die schmerzhafte Trennung genau das richtige für den Künstler Green. So konnte (oder musste?) er sich auf die Musik konzentrieren und schrieb einige für seine Verhältnisse erstaunlich erwachsene Songs: beispielsweise das an Lou Reed erinnernde &#8220;What Makes Him Act So Bad&#8221; oder die Simon &#038; Garfunkel-Akustikballade &#8220;Don&#8217;t Call Me Uncle&#8221;. Vielleicht lag es auch am Umfeld, in dem das Album entstand. Green nahm die Songs im Hause des &#8220;Minor Love&#8221;-Produzenten Noah Georgeson auf und spielte einen Großteil der Instrumente selbst ein. Um zu zeigen, dass er noch immer der schräge, verhuschte, etwas kindliche Singer-Songwriter ist, den viele in ihm sehen, hat er auch Seltsames auf &#8220;Minor Love&#8221; gepackt: Das Lied &#8220;Oh Shucks&#8221; nahm er auf einer seltsam verzerrten E-Gitarre auf und garnierte es mit altbackenen Computerspiel-Geräuschen.</p>
<p>Kai Florian Becker (Januar 2010)</p>
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