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	<title>KAI FLORIAN BECKER (KFB) &#187; albumrezensionen</title>
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		<title>Lovers Electric: Impossible Dreams</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 15:59:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lovers Electric waren bereits im Vorprogramm von O.M.D. als auch von Hurts zu sehen. Zwei Bands, in deren Umfeld sich die beiden Australier sicherlich wohlgefühlt haben. Musikalisch gesehen trennen sie keine Welten. Allesamt sind sie in den Achtzigern hängengeblieben oder, da noch zu jung, haben sich auf die Achtziger zurückbesonnen. Eine weitere Gemeinsamkeit: Alle ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lovers Electric waren bereits im Vorprogramm von O.M.D. als auch von Hurts zu sehen. Zwei Bands, in deren Umfeld sich die beiden Australier sicherlich wohlgefühlt haben. Musikalisch gesehen trennen sie keine Welten. Allesamt sind sie in den Achtzigern hängengeblieben oder, da noch zu jung, haben sich auf die Achtziger zurückbesonnen.<span id="more-822"></span> Eine weitere Gemeinsamkeit: Alle drei Bands bestehen zur Hauptsache aus zwei Protagonisten. Andy McCluskey und Paul Humphreys sind die beiden Köpfe hinter Orchestral Manoeuvres In The Dark, Theo Hutchcraft und Adam Anderson ziehen bei Hurts die Strippen und Lovers Electric, das sind Eden Boucher und David Turley &#8211; mit dem feinen Unterschied, dass Boucher und Turley als einzige den gemeinsamen Bund der Ehe geschlossen haben.</p>
<p>Boucher sagt, dass Cindy Lauper einen sehr großen Einfluss auf sie hatte: &#8220;So wie wahrscheinlich jede starke Frau, die sich künstlerisch betätigt. Ich mag starke Frauen, die nicht so tun müssen, als wenn sie jemand anderes wären oder die bei jedem gesungenen Ton darauf achten, ob sie dabei auch toll aussehen.&#8221; Lauper ist auf dem Debütalbum &#8220;Impossible Dreams&#8221; weit weniger präsent wie ihre Landsfrau Kylie Minogue, die man in &#8220;Hearts Jaded&#8221; in ihrer Stimme heraushören kann.<br />
Lovers Electric klingen trotz des immensen Achtziger-Einflusses nicht plastisch. Die Lieder sind lebendig und abwechslungsreich. Boucher und Turley gehen mit viel Selbstbewusstsein zu Werke. Wen wundert das, wenn sie mit 15 Jahren Australien in Richtung Großbritannien verlassen hatte, um mit ihren Schwestern Theater zu spielen. Danach, immer noch nicht volljährig, gründete sie ein Modelabel, deren Kleider sie heute noch zur Schau trägt.</p>
<p>Turley wiederum hatte mit 16 seine erste Band, tourte mit der über die britische Insel und lernte dabei seine heutige Ehefrau kennen. Lovers Electric ist die Geschichte zweier Frühreifer, die ihr Leben schnell in die eigene Hand genommen haben. Sie haben klare Vorstellungen, was sie wollen, und entgegen manch anderer sogenannter Electropop-Sensationen der vergangenen Jahre, offenbaren ihre Kompositionen ein beachtliches Hit-Potenzial. Die Melodien sind eingängig, ohne kitschig und pseudo-nostalgisch zu sein. Man sollte keinesfalls den Fehler begehen, dieses Album fix durchzuhören und abzuhaken. Erst beim zweiten oder dritten Durchlauf werden all seine Geheimnisse, wird all seine Schönheit erkennbar. Und am Ende beglückt einen immer wieder die Ballade &#8220;Keep The Fire Burning&#8221;.</p>
<p>Kai Florian Becker (August 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=822&amp;md5=670d5a93f17488fd1b4bb07f837dfb37" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Thees Uhlmann: Thees Uhlmann</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 15:49:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Schon komisch, dass Thees Uhlmann, bekannt als Sänger und Gitarrist der deutschen Rockband Tomte, mit seinem selbstbetitelten Solodebüt sein bisher bestes Album abliefert. Vielleicht weil er erstmalig seine eigenen Ideen ohne Kompromisse einzugehen umsetzen konnte? Oder weil Tomte seit zwei Jahren pausieren und Uhlmann diese Pause gut getan hat? Wie auch immer: Anno 2011 ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon komisch, dass Thees Uhlmann, bekannt als Sänger und Gitarrist der deutschen Rockband Tomte, mit seinem selbstbetitelten Solodebüt sein bisher bestes Album abliefert. Vielleicht weil er erstmalig seine eigenen Ideen ohne Kompromisse einzugehen umsetzen konnte?<span id="more-819"></span> Oder weil Tomte seit zwei Jahren pausieren und Uhlmann diese Pause gut getan hat? Wie auch immer: Anno 2011 singt er besser und schüttelt sich bereits mit dem Auftaktsong &#8220;Zum Laichen Und Sterben Ziehen Die Lachse Den Fluss Hinauf&#8221; einen makellosen Hit aus dem Ärmel. Auch &#8220;Die Nacht War Kurz (Ich Stehe Früh Auf)&#8221; überzeugt dank eines eingängigen Refrains, etwas Klavier und Mundharmonika. Die Freiheit des Solomusikers weckte in Uhlmann scheinbar neue Geister. In &#8220;&#038; Jay-Z Singt Uns Ein Lied&#8221;, einem weiteren Ohrwurm, hat er Casper, den neuen Star am Deutsch-HipHop-Himmel, im Schlepptau. Man möchte Uhlmann wünschen, Tomte würden sich nicht so schnell reformieren.</p>
<p>Kai Florian Becker (August 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=819&amp;md5=c54233f5e98c9403e3f86831d8bcbd27" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Red Hot Chili Peppers: I&#8217;m With You</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 15:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie sagen, sie seien nach der zweijährigen Pause und dem Wechsel an der Gitarre (Josh Klinghoffer kam für John Frusciante) eine runderneuerte Band. Wer das glaubt, den besucht alljährlich noch der Osterhase und der Weihnachtsmann.

Seit dem Tode von Hillel Slovak hatte der Gitarrist bei Red Hot Chili Peppers stets die Außenseiterrolle. Sei es der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sagen, sie seien nach der zweijährigen Pause und dem Wechsel an der Gitarre (Josh Klinghoffer kam für John Frusciante) eine runderneuerte Band. Wer das glaubt, den besucht alljährlich noch der Osterhase und der Weihnachtsmann.<span id="more-816"></span></p>
<p>Seit dem Tode von Hillel Slovak hatte der Gitarrist bei Red Hot Chili Peppers stets die Außenseiterrolle. Sei es der stille John Frusciante, der zwei Mal bei ihnen einstieg (1988 und 1998), der exzentrische Dave Navarro, der mit Jane&#8217;s Addiction bekannt wurde, oder jetzt Frusciantes Kumpel Klinghoffer. Ergo ist die Schlussfolgerung, Letztgenannter hätte der Band zu mehr Feuer und Esprit verholfen, falsch. Klinghoffer steht in der Bandhierarchie ganz unten. Ähnlich ist es bei Metallica, wo seit dem Tode von Cliff Burton anno 1986 der Bassist das geringste Mitspracherecht hat und mitunter gar mies behandelt wird (siehe Jason Newstedt). Das Red Hot Chili Peppers vorzuwerfen, ginge jedoch zu weit.</p>
<p>Nicht aber zu behaupten, dass &#8220;I&#8217;m With You&#8221; (Warner) ein erschreckend schwaches Chili Peppers-Werk ist. Die &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; sprach zu Recht von einer amtsmüden Band. Um den Titel wörtlich zu nehmen: Es wird nicht ganz klar, auf welcher Seite die Kalifornier stehen. Bestimmt nicht auf der ihrer älteren Fans. Die Mainstream-Medien können noch so oft die Großartigkeit dieser Band heraufbeschwören und runterbeten, wie toll all ihre Platten sind &#8211; das unsägliche Doppelalbum &#8220;Stadium Arcadium&#8221; wird jetzt sogar als gut bezeichnet. Das ändert nichts daran, dass &#8220;I&#8217;m With You&#8221; eine herbe Enttäuschung ist. Das letzte makellose Chili Peppers-Album war &#8220;Blood Sugar Sex Magik&#8221;. 1991 spielten sie sich mit &#8220;Give It Away&#8221;, dem Radio-Dauerbrenner &#8220;Under The Bridge&#8221; und &#8220;Breaking The Girl&#8221; in die Herzen unzähliger Fans.</p>
<p>Diesmal ist bereits die erste, mit viel Tamtam angekündigte Single &#8220;The Adventures Of Rain Dance Maggie&#8221; der absolute Reinfall. So bitter es für die Fans klingen mag: Das Feuer ist bei Anthony Kiedis, Flea, Chad Smith und Klinghoffer seit langem erloschen. Es bedarf schon viel Geduld, das Album nicht vorzeitig aus dem CD Player zu werfen. Wer durchhält wird wenigstens mit der wunderschönen Ballade &#8220;Police Station&#8221; entlohnt, die an elfter Stelle kommt. Zuvor weiß &#8220;Brendan&#8217;s Death Song&#8221; einigermaßen zu gefallen; ebenso &#8220;Did I Let You Know&#8221;. Aber das auch nur aus der Not heraus, weil nichts Besseres zur Hand ist. Akzeptabel ist auch das allerletzte Stück &#8220;Dance Dance Dance&#8221;. Doch am Ende bleibt ein für diese einst so kreative und wegweisende Band ein vernichtendes Urteil. &#8220;I&#8217;m With You&#8221; ist wie ein delikates Rumpsteak oder Kobe-Rinderfilet, das allerdings bei voller Hitze eine halbe Stunde pro Seite durchgebraten wurde und als zäher und fader Lederlappen auf den Teller kommt.</p>
<p>Kai Florian Becker (August 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.kaiflorian.de/?flattrss_redirect&amp;id=816&amp;md5=553a83821883e4e35e9fd629588199db" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaiflorian.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Moby: Destroyed</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 23:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Richard Melville Hall, der gemeinhin Moby genannt wird, ist ein Vielkönner. Er hat schon mit Metallica, Michael Jackson, Public Enemy und New Order gearbeitet und sich selbst in so unterschiedlichen musikalischen Feldern wie Electro, Techno, Rock und Punkrock ausgetobt. Außerdem beherrscht er mehrere Instrumente. Für sein neues Album "Destroyed" hat er alle selbst bedient. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Richard Melville Hall, der gemeinhin Moby genannt wird, ist ein Vielkönner. Er hat schon mit Metallica, Michael Jackson, Public Enemy und New Order gearbeitet und sich selbst in so unterschiedlichen musikalischen Feldern wie Electro, Techno, Rock und Punkrock ausgetobt. Außerdem beherrscht er mehrere Instrumente.<span id="more-763"></span> Für sein neues Album &#8220;Destroyed&#8221; hat er alle selbst bedient. Über dieses sagte er übrigens im Vorfeld, es fiele im Vergleich zu seinen Vorgängern akustischer und weniger elektronisch aus. Das Gegenteil ist aber der Fall: &#8220;Destroyed&#8221; ist rein elektronisch. Außerdem sagte er, es sei der Soundtrack für leere Städte nachts um 2 Uhr, schließlich habe er es unterwegs und eben nachts geschrieben.</p>
<p>&#8220;Destroyed&#8221; enthält konsequenterweise schlafwandlerische, sphärische Lieder, für deren Umsetzung er sich mehrere Gastsängerinnen einlud. Spektakulär ist das nicht. Allenfalls &#8220;Lie Down In Darkness&#8221;, &#8220;After&#8221;, die Ballade &#8220;The Right Thing&#8221; und die auf Soundtrack getrimmten Electro/Klassik-Stücke &#8220;The Violent Bear It Away&#8221; und &#8220;When You Are Old&#8221; stechen heraus.</p>
<p>Kai Florian Becker (Juni 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Beastie Boys: Hot Sauce Committee Part 2</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 23:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor kurzem wurde überall das neue Soloalbum der ehemaligen X-Ray Spex-Sängerin Poly Styrene vorgestellt. Kurz nach Erschienen ihres Albums unterlag sie ihrem Krebsleiden. Auch das neue Album der New Yorker Avantgarde-Rocker TV On The Radio wurde hier rezensiert. Deren Bassist Gerard Smith verstarb eine Woche nach der Veröffentlichung - ebenfalls an Krebs. Hoffentlich setzt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem wurde überall das neue Soloalbum der ehemaligen X-Ray Spex-Sängerin Poly Styrene vorgestellt. Kurz nach Erschienen ihres Albums unterlag sie ihrem Krebsleiden. Auch das neue Album der New Yorker Avantgarde-Rocker TV On The Radio wurde hier rezensiert. Deren Bassist Gerard Smith verstarb eine Woche nach der Veröffentlichung &#8211; ebenfalls an Krebs. Hoffentlich setzt sich diese schauerliche Serie nicht fort. Denn auch Adam Yauch, einer der drei Protagonisten bei den Beastie Boys, ist an Krebs erkrankt.<span id="more-776"></span> Im Juli 2009 teilte er dies in einem im Internet veröffentlichten Video mit. Er musste sich deswegen einer Operation an der Ohrspeicheldrüse und einer Bestrahlungstherapie unterziehen. Die Band sagte alle geplanten Konzerte ab und legte die Arbeiten am nächsten Studioalbum auf Eis.</p>
<p>Im Oktober des letzten Jahres gab sie dann bekannt, dass sie Material für zwei Alben in petto habe, namentlich für &#8220;Hot Sauce Committee Part 1&#8243; und &#8220;Hot Sauce Committee Part 2&#8243;. Diese sollten, wie von Beginn an geplant, nacheinander erscheinen. Aufgrund der Verzögerung durch Yauchs Erkrankung allerdings erst &#8220;Hot Sauce Committee Part 2&#8243;. Besagtes Album enthält irrwitziger Weise die Songs von Teil eins; die von Teil zwei sollen später auf &#8220;Part 1&#8243; zu finden sein. Vollkommen logisch, oder?</p>
<p>Das schöne an &#8220;Hot Sauce Committee Part 2&#8243; ist, dass die Beastie Boys sich nicht verändert haben. Über 30 Jahre nach ihrer Gründung klingen die Mittvierziger Adam Yauch (MCA), Michael Diamond (Mike D) und Adam Horovitz (Ad-Rock) noch wie spätpubertierende Burschen, die ihren Spaß haben (siehe &#8220;Crazy Ass Shit&#8221;). Die Beats sind von der alten Schule, die Reime ebenfalls klassisch und für die Beastie Boys ganz typisch ist immer auch etwas (Punk)rock im Spiel (&#8220;Lee Majors Come Again&#8221;). Schlagzeug, Bass, Samples und Raps zu kombinieren, das ist seit jeher ihre Paradedisziplin. Wenn obendrein ein erfahrener Gast-Rapper wie Nas an Bord ist, kommt ein Grammy-nominierter Hit à la &#8220;Too Many Rappers&#8221; heraus. An anderer Stelle, in &#8220;Don&#8217;t Play No Game That I Can&#8217;t Win&#8221;, bringt die Electrobeat-Musikerin Santigold, ehemals Santogold, ein paar Reggae-Vibes mit. Die Mischung macht&#8217;s.</p>
<p>Anfang des Jahres verkündete Yauch übrigens, dass die Gerüchte, er hätte den Krebs restlos besiegt, übertrieben seien. Er hoffe aber, diesen Status bald zu erreichen. Man wünscht es ihm von Herzen. Die Serie muss reißen!</p>
<p>Kai Florian Becker (Juni 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>My Morning Jacket: Circuital</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 23:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[My Morning Jacket: Mit Frauenchor in der Leichenhalle
Ein Musikkritiker ist immer auch Musikfan und damit subjektiv. Alexis Petridis, Kritiker der britischen Tageszeitung "The Guardian", schrieb unlängst in einem hervorragenden Artikel über die Tatsache, dass er in Sachen Musik-Rezeption von seiner vierjährigen Tochter noch etwas lernen könne: Der Job des Musikkritikers sei es, die Leser ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>My Morning Jacket: Mit Frauenchor in der Leichenhalle<br />
Ein Musikkritiker ist immer auch Musikfan und damit subjektiv. Alexis Petridis, Kritiker der britischen Tageszeitung &#8220;<a href="http://www.guardian.co.uk/lifeandstyle/2011/may/28/alexis-petridis-daughter-music-critic" target="blank">The Guardian</a>&#8220;, schrieb unlängst in einem hervorragenden Artikel über die Tatsache, dass er in Sachen Musik-Rezeption von seiner vierjährigen Tochter noch etwas lernen könne: Der Job des Musikkritikers sei es, die Leser vom eigenen Geschmack zu überzeugen. Stimmt! Insofern sollen die nächsten Zeilen dazu dienen, jeden von der Rock-Band My Morning Jacket, genauer gesagt von deren Album &#8220;Circuital&#8221;, zu überzeugen.<span id="more-765"></span></p>
<p>War deren letztes Werk &#8220;Evil Urges&#8221; eine erste kleine Enttäuschung in einer Kette hervorragender Alben &#8211; die Herren aus Louisville, Kentucky, hatten ganz unerwartet eine Vorliebe für Prince und die Vermählung von Progrock mit Pop erkennen lassen &#8211; konzentrieren sie sich diesmal wieder auf jene Art Rockmusik, mit der sie sich aus dem Untergrund in die großen Hallen gespielt haben: Rock mit Country-, Soul- und psychedelischen Anleihen.</p>
<p>Jim James, Kopf, Sänger und Gitarrist der Band, gibt zwar zu, den Ausdruck &#8220;zurück zu den Wurzeln&#8221; nicht zu mögen. Doch letztlich seien die Aufnahmen zu &#8220;Circuital&#8221; nichts anderes gewesen. Wie der Titel schon andeutet schließt sich hier ein Kreis, und mit der Rückbesinnung auf alte Stärken hat das Quintett die besten Songs ihrer nun 13 Jahre währenden Laufbahn aus dem Hut gezaubert.</p>
<p>In der Ballade &#8220;Wonderful (The Way I Feel)&#8221; erklingen über weite Strecken nur eine Akustikgitarre, Streicher und James&#8217; unverkennbare Kopfstimme. Gar zum Auf-die-Knie-sinken ist &#8220;Holdin On To Black Metal&#8221;, ein gnadenlos cooler Zeitlupen-Soulrocksong, in dem James lamentiert: &#8220;Oh Black Metal you&#8217;re so misunderstood&#8221;. Garniert wird dies mit plötzlichen Bläsereinsätzen, Fuzz-Gitarren und einem Chor, der wie ein Kinderchor klingt, allerdings ein Frauenchor ist und seinen Part in einer Leichenhalle (!) eingesungen hat. Doch das ruft keine Gänsehaut hervor. Die geht auf die Vollkommenheit dieser Komposition zurück.</p>
<p>Die Songs wurden im Übrigen nicht in einer Leichenhalle, sondern in Louisville in dem Fitnessraum einer Kirche (Soll es geben!) aufgenommen und das live, das heißt gleichzeitig Instrumente und Gesang. Heutzutage eine äußerst seltene, früher eine durchaus gängige Praxis. Aber viel interessanter ist: Kirche und eine Ode an den Black Metal? Das hat natürlich was.</p>
<p>Kai Florian Becker (Juni 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Blackmail: Anima Now!</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 08:55:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Stimme zu verlieren, das stellt für eine Band einen massiven Einschnitt dar. Die übriggebliebenen Musiker sehen sich ganz automatisch mit mehreren Fragen konfrontiert: Werden die Fans die Neue oder den Neuen akzeptieren? Passt die neue Stimme zu den alten Songs? Kann das neue Mitglied die alten Songs mit ähnlicher Inbrunst wie der Vorgänger ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stimme zu verlieren, das stellt für eine Band einen massiven Einschnitt dar. Die übriggebliebenen Musiker sehen sich ganz automatisch mit mehreren Fragen konfrontiert: Werden die Fans die Neue oder den Neuen akzeptieren? Passt die neue Stimme zu den alten Songs? Kann das neue Mitglied die alten Songs mit ähnlicher Inbrunst wie der Vorgänger darbieten? Wäre es nicht konsequent, bei dem Wechsel auf solch einem markanten Posten, gleich auch den Bandnamen zu ändern? Vielleicht. Aber andere Bands haben schon Ähnliches erlebt und sind nicht auf die Nase gefallen.<span id="more-773"></span></p>
<p>Blackmail haben sich ebenfalls fürs Weitermachen entschieden. Allerdings war es lange still um sie, nachdem Sänger Aydo Abay im Dezember 2008 den Ausstieg bei der Koblenzer Rockband bekannt gegeben hatte. Das traf viele überraschend. Wahrscheinlich auch die Band selbst, die über ein Jahr brauchte, ehe sie mit Mathias Reetz (Ex-Junias) einen neuen Mann am Mikrofon (und an der Gitarre) präsentierte.</p>
<p>Zudem wechselten Blackmail das Label. Sie stehen nicht mehr bei dem renommierten Indielabel City Slang, Heimat von Arcade Fire, Lambchop und Notwist, unter Vertag, sondern bei 45 Records und damit bei sich selbst. Ob sie niemand anderes wollte oder sie alles selbst in der Hand haben wollten &#8211; man weiß es nicht.</p>
<p>Reetz feiert auf dem siebten Blackmail-Studioalbum &#8220;Anima Now!&#8221; seinen Einstand. Er ist kein Aydo Abay, aber dieser Mann ist ein ausgezeichneter Sänger, dessen Stimme tadellos zu dem leicht überarbeiteten Blackmail-Sound passt. Wenn im Beiblatt zum Album steht &#8220;Neues grandioses Album. Neue tolle Stimme. Neu gefundene Frische.&#8221;, ist dies keineswegs der Fantasie geschuldet. Blackmail, seit langem eine der besten deutschen Indierock-Bands, haben das hohe Niveau halten können und ein verspieltes, abwechslungsreiches Album aufgenommen, an dem man sich, wie auch an den Vorgängern, nicht satt hören kann. Qualitativ hochwertigeren und zugleich intelligenten Indierock, der flott nach vorne geht (&#8220;Deborah&#8221;) oder sehr ruhig von statten geht (&#8220;Night School&#8221;), gibt es hierzulande kaum. Willkommen zurück.</p>
<p>Kai Florian Becker (Juni 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bon Iver: Bon Iver</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 08:43:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einen Song einem Ort widmen, diese Idee verfolgte Justin Vernon, der Mann hinter dem Projekt Bon Iver, für sein zweites Album. Neu war für Vernon auch die grundlegende Herangehensweise. Statt wie bei seinem Debüt draußen im Nirgendwo sich in eine Holzhütte einzuschließen, die Gedanken um Sorgen, Trauer und Ängste kreisen zu lassen, bis dass ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Song einem Ort widmen, diese Idee verfolgte Justin Vernon, der Mann hinter dem Projekt Bon Iver, für sein zweites Album. Neu war für Vernon auch die grundlegende Herangehensweise. Statt wie bei seinem Debüt draußen im Nirgendwo sich in eine Holzhütte einzuschließen, die Gedanken um Sorgen, Trauer und Ängste kreisen zu lassen, bis dass genügend umwerfende melancholische Songs herausspringen, schlug er für &#8220;Bon Iver&#8221; nicht den Alleingang ein.<span id="more-760"></span></p>
<p>Die Songfragmente stammen aus Vernons Feder, doch ließ er seinen Gastmusikern auch Platz und Raum sich selbst zu verwirklichen. Zu den Gästen zählten neben einigen Stammkräften ein gewisser Rob Moose (Antony And The Johnsons, The National), der die Streicherparts arrangierte, Pedal Steel-Gitarrist Greg Leisz (Lucinda Williams) und die Blechmusiker Colin Stetson (Tom Waits, Arcade Fire), Mike Lewis (Andrew Bird) und C.J. Camerieri (Rufus Wainwright, Sufjan Stevens).</p>
<p>Aufgenommen wurde das Album in Fall Creek, in Vernons Heimatstaat Wisconsin. Statt eines angestammten Tonstudios gingen die Herren in eine ehemalige Tierklinik, die Vernon mit seinem Bruder zu einem Studio umfunktioniert hatte. Ein ungewöhnlicher Ort, der ein hervorragendes Ergebnis zutage brachte: &#8220;Bon Iver&#8221;.</p>
<p>Wie außergewöhnlich Vernons Stellung in der Singer-Songwriter-Gilde ist zeigt gleich der Auftakt &#8220;Perth&#8221;. Mal ganz abgesehen von seiner hohen knabenhaften Stimme, die nie auf einer einzigen Tonlage beharrt und variiert, das eigentlich Umwerfende ist das Arrangement aus Gitarren, Bläsern und Schlagzeug. In &#8220;Perth&#8221; kommt sogar die Doublebass zum Einsatz, was für ein Folk-Album wahrlich ungewöhnlich ist.</p>
<p>Dass Vernon für dieses Album drei Jahre benötigte, verzeiht man ihm. Nach dem Überraschungserfolg mit seinem Debütalbum &#8220;For Emma, Forever Ago&#8221; und in der Folge zahlreichen Konzerten und Gastauftritten (u.a. bei The National und Kanye West) brauchte er verständlicherweise etwas mehr Zeit.</p>
<p>Unverzeihlich ist allerdings der letzte Song des Albums: In &#8220;Beth/Rest&#8221; erklingt das schäbigste Plastik-Keyboard aus den Achtzigern, Vernons Stimme wurde mit dem Auto-Tune-Effekt verhunzt und zur Krönung wird muckermäßig auf der E-Gitarre gedudelt. Schlimm. Gott sei Dank der einzige Ausrutscher auf diesem ausgezeichneten Album, das weit über die Grenzen des Singer-Songwriter- und Folk-Genres hinaus geht.</p>
<p>Kai Florian Becker (JUni 2011)</p>
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		<title>Datashock: Pyramiden von Gießen</title>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 23:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es bedarf keiner halluzinogenen Mittelchen beziehungsweise keiner chemisch oder biologisch herbeigeführten Bewusstseinserweiterung, um sich mit "Pyramiden von Gießen", dem neusten Werk des saarländischen Kollektivs Datashock, einzulassen. Es bedarf lediglich einer gewissen Aufgeschlossenheit. Schließlich behaupten diese jungen selbsternannten Punks, einen auf alte Hippies zu machen. Und so unverfroren sie sein mögen, ihre Musik ist ein ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es bedarf keiner halluzinogenen Mittelchen beziehungsweise keiner chemisch oder biologisch herbeigeführten Bewusstseinserweiterung, um sich mit &#8220;Pyramiden von Gießen&#8221;, dem neusten Werk des saarländischen Kollektivs Datashock, einzulassen.<span id="more-757"></span> Es bedarf lediglich einer gewissen Aufgeschlossenheit. Schließlich behaupten diese jungen selbsternannten Punks, einen auf alte Hippies zu machen. Und so unverfroren sie sein mögen, ihre Musik ist ein Erlebnis. Man darf sich nicht von albernen Songtiteln wie &#8220;Schlupp vom grünen Stern&#8221; oder &#8220;Lasagne Phalanx&#8221; abschrecken lassen. In musikalischer Hinsicht sind Datashock, die einst im selbstverwalteten Jugendzentrum in Saarlouis zusammengefunden haben, ernst zu nehmen. </p>
<p>Entgegen den Titeln sind die Songs völlig frei von Ironie und Jux, dafür vollgestopft mit psychedelischen Spielereien, sphärischen Klangteppichen und Krautrock, der zu einer Zeit seine Hochphase hatte, als die Mitglieder von Datashock noch nicht geboren waren. Was nicht heißt, dass sie nicht eben diese Musik leben, spüren und absolut authentisch ins Hier und Jetzt übersetzen können. Auf &#8220;Pyramiden von Gießen&#8221; wabert, blubbert, fiept, zischt, klöppelt, rauscht und hallt es an und aus allen Ecken.</p>
<p>Kai Florian Becker (Mai 2011)</p>
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		<title>TV On The Radio: Nine Types Of Light</title>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 23:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Text war längst in der Mache als die Nachricht die Runde machte, dass der Bassist der Band, Gerard Smith, verstorben sei. Zuvor wurde im März bekannt, dass er an Lungenkrebs erkrankt sei. Nun hatte er also den Kampf gegen diese heimtückische Krankheit verloren. "Wir werden ihn fürchterlich vermissen", schrieb die Band daraufhin auf ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Text war längst in der Mache als die Nachricht die Runde machte, dass der Bassist der Band, Gerard Smith, verstorben sei. Zuvor wurde im März bekannt, dass er an Lungenkrebs erkrankt sei. Nun hatte er also den Kampf gegen diese heimtückische Krankheit verloren.<span id="more-726"></span> &#8220;Wir werden ihn fürchterlich vermissen&#8221;, schrieb die Band daraufhin auf ihrer Website und kündigte zugleich an, vorerst alle Konzertplanungen auf Eis zu legen. Wie es mit der Band weitergehen wird &#8211; ob, wie oder mit wem -, das steht in den Sternen. Der Schock muss erst einmal verdaut werden, bevor zum Tagesgeschäft übergegangen werden kann.</p>
<p>Smiths Hinterlassenschaft ist sein Beitrag zum fünften TV On The Radio-Album &#8220;Nine Types Of Light&#8221;, das fünf Tage vor seinem Tode auf den Markt kam. Ein komisches Gefühl, das neue Werk der US-Art Rocker unter diesen Umständen zu hören geschweige denn zu rezensieren. Es fällt schwer, sich auf das Wesentliche, die Musik, zu konzentrieren.</p>
<p>Dabei ist es seit jeher eine Bereicherung für Geist und Sinne, sich ihre Songs anzuhören. TV On The Radio sind anders. Ihre Musik ist höchst anspruchsvoll, ohne undurchschaubar zu sein. Was nicht selbstverständlich ist, sind hier doch gleich mehrere kreative Köpfe am Werk. Da wäre Sänger Tunde Adebimpe zu nennen, der im Nebenberuf Schauspieler ist, Multiinstrumentalist Kyp Malone, der meistens die Gitarre bedient, und nicht zuletzt Dave Sitek, der ebenfalls mehrere Instrumente beherrscht (vor allem aber die Gitarre) und mittlerweile ein versierter Produzent ist, der u.a. schon für Liars, Yeah Yeah Yeahs und die singende Schauspielerin Scarlett Johanson tätig war. Pure Verschwendung, so viele Vielkönner in einer Band zu haben.</p>
<p>Aber nur so ist wahrscheinlich garantiert, dass ein jedes ihrer Alben ein Ereignis ist. &#8220;Nine Types Of Light&#8221; steht seinen Vorgängern in nichts nach. Wieder experimentieren die New Yorker, setzen neben dem gewöhnlichen Rock-Instrumentarium auch Orgel, Piano, Klarinette, Bläser, Streicher, Samples und Loops ein. Was sie aus diesen Zutaten kreieren ist zauberhaft und visionär: beispielsweise das wilde, futuristische &#8220;No Future Shock&#8221; mit seinen Steel Drums, die funkige, opulente Ballade &#8220;Keep Your Heart&#8221; und das laute Schlussstück &#8220;Caffeinated Consciousness&#8221;. Einfach toll.</p>
<p>Kai Florian Becker (Mai 2011)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Beady Eye: Different Gear, Still Speeding</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Feb 2011 13:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liam und Noel Gallagher - zwei ungleiche Brüder, zwei Kindsköpfe, zwei Streithähne, zwei Meister der Überheblichkeit. Das Tuch zwischen ihnen ist erst einmal zerrissen. Seit August 2009 ist Oasis Geschichte und ein jeder der Gallaghers geht seinen eigenen Weg.

Noel, der nach einer handfesten Auseinandersetzung mit seinem Bruder ausstieg und damit das Ende einläutete, bastelt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liam und Noel Gallagher &#8211; zwei ungleiche Brüder, zwei Kindsköpfe, zwei Streithähne, zwei Meister der Überheblichkeit. Das Tuch zwischen ihnen ist erst einmal zerrissen. Seit August 2009 ist Oasis Geschichte und ein jeder der Gallaghers geht seinen eigenen Weg.<span id="more-662"></span></p>
<p>Noel, der nach einer handfesten Auseinandersetzung mit seinem Bruder ausstieg und damit das Ende einläutete, bastelt noch an seiner Solokarriere. Liam ist bereits einige Schritte weiter. Er hat sich seine ehemaligen Band-Kumpanen Gem Archer (Gitarre) und Andy Bell (Bass) sowie Schlagzeuger Chris Sharrock, der nie ein offizielles Oasis-Mitglied war, aber mit ihnen tourte, geschnappt und Beady Eye gegründet. Wenn man auf deren Besetzung blickt und die Vergangenheit der Musiker bedenkt, dürfte es nicht allzu sehr überraschen, dass &#8220;Different Gear, Still Speeding&#8221; gewisse musikalische Parallelen zu Oasis aufweist.</p>
<p>Okay, an die Glanzzeiten ihrer einstigen Band kommen Beady Eye nicht ran. Das schon mal vorneweg. Aber sie halten das Erbe von Oasis in Ehren. Auch wenn ihnen zwischendurch ein sinnfreier, zumindest aber unterhaltsamer, schmissiger Rock&#8217;n'Roll-Song herausrutscht wie es &#8220;Bring The Light&#8221; einer ist. Die Kernzeilen der ersten vorab veröffentlichten Single lauten: &#8220;Baby hold on/Baby come out/Baby come out/You&#8217;re gettin up, gettin up&#8221;. Nun ja.</p>
<p>Da gefällt der Albumauftakt &#8220;Four Letter Word&#8221; besser. Es ist ein schwungvoller und erfreulich harter Song, der sogleich signalisiert, dass die Herren noch Feuer im Allerwertesten haben und es trotz ihrer Stadionarena-Vergangenheit abermals wissen wollen. &#8220;You&#8217;ve had enough/Staring out of dead end eyes/It&#8217;s gonna be tough/The battle&#8217;s on and your soul is the prize&#8221;. Ob damit der Kampf zwischen Liam und Noel gemeint ist? Reine Mutmaßung.</p>
<p>In der Folge gelingen Beady Eye einige gute Lieder: die Ballade &#8220;The Roller&#8221;, die Beatles-Hommagen &#8220;Beatles And Stones&#8221; und &#8220;The Beat Goes On&#8221; und das rockige &#8220;Standing On The Edge Of The Noise&#8221;. Zum guten Schluss erklingt &#8220;The Morning Son&#8221;, das als Ballade beginnt und sich nach etwas mehr als zwei Minuten in einen opulenten Song verwandelt und gegen Ende ein paar Zähne zulegt und obendrein seine Krallen zeigt.</p>
<p>Es ist vor allem Liams Stimme, die einen immer wieder an Oasis denken lässt. Aber auch stilistisch haben sich Beady Eye nicht allzu weit von ihrer vorherigen gemeinsamen Band entfernt. Ob allerdings Liams großspurige Prophezeiung, sie würden &#8220;größer als Oasis&#8221; werden, denn er habe weder an sich noch an ihrer Musik Zweifel, sich eines Tages erfüllen wird, bleibt abzuwarten. Eine große Klappe hat er ja immer noch.</p>
<p>Kai Florian Becker (Februar 2011)</p>
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		<title>Mogwai: Hardcore Will Never Die, But You Will</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Feb 2011 13:47:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gibt es das perfekte Album? Eine schwierige Frage. Für "Hardcore Will Never Die, But You Will" trifft dies zu - zumindest nach aktuellem Stand der Dinge. Das hat mehrere Gründe. Etwa den, dass das Quintett aus Glasgow seit Jahren auf konstant hohem Niveau arbeitet und seine Fans selten bis gar nie enttäuscht hat. Sie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gibt es das perfekte Album? Eine schwierige Frage. Für &#8220;Hardcore Will Never Die, But You Will&#8221; trifft dies zu &#8211; zumindest nach aktuellem Stand der Dinge. Das hat mehrere Gründe. Etwa den, dass das Quintett aus Glasgow seit Jahren auf konstant hohem Niveau arbeitet und seine Fans selten bis gar nie enttäuscht hat. Sie sind sich und ihrem Stil, den man gemeinhin als Postrock bezeichnet, immer treu geblieben, haben dennoch nie gelangweilt, weil sie sich immer wieder schrittweise verändert haben. In kleinen Schritten wohlgemerkt. Und jetzt rotiert seit vielen Tagen &#8220;Hardcore Will Never Die, But You Will&#8221; im CD-Player und man kann sich noch gut daran erinnern, wie die Reaktion beim ersten Hördurchgang war: Bitte? Was ist das?<span id="more-656"></span></p>
<p>Seit ihrem 2008 veröffentlichten Album &#8220;The Hawk Is Howling&#8221; ist anscheinend einiges passiert in den Köpfen der Musiker. Sie haben sich demnach entschlossen, mehrere Schritte auf einmal zu nehmen, ohne einen zu großen Sprung zu wagen, den ihre Fans nicht mehr nachvollziehen können. Man könnte auch sagen: So konsequent waren Mogwai noch nie: Erstmals kristallisieren sich ihre vielseitigen Einflüsse glasklar heraus.</p>
<p>In &#8220;Mexican Grand Prix&#8221; lassen sie ihrer Vorliebe für das britische Avantgarde-Electro-Label Warp Records freien Lauf. Eben für das Label, für das sie 1999 den Song &#8220;Arcadian&#8221; von Link durch den Remix-Wolf drehen durften (zu finden auf &#8220;Warp10+3. Remixes&#8221;). Leichtfüßiges Schlagzeugspiel trifft elegische Gitarren und Keyboardflächen und sogar Gesang, der in den vergangenen Jahren bei Mogwai mehr als eine Seltenheit war. Und das ist bei weitem nicht die einzige Überraschung auf &#8220;Hardcore Will Never Die, But You Will&#8221;. Schon im darauffolgenden &#8220;Rano Pano&#8221; widmen sie sich dem Drone-Rock, einer Art psychedelisch angehauchtem Doom-Rock. Gleich danach werden Mogwai wieder sehr leise und zart, um sich nach in einer Weile  in einen Rausch zu spielen, wofür man sie seit jeher bewundert (&#8220;Death Rays&#8221;).</p>
<p>Man müsste über jeden Song etwas schreiben, um diesem Album vollends gerecht zu werden. Von daher nur noch einen Rat: Wer ernsthaft mit dem Gedanken spielt, sich dieses Album zu kaufen, der sollte sich gleich die limitierte Edition zulegen. Der liegt eine zweite CD mit dem 23-minütigen Opus &#8220;Music For A Forgotten Future (The Singing Mountain)&#8221; bei. Diesen hatten Mogwai für eine Kunstinstallation von Douglas Gordon und Olaf Nicolai in Essen komponiert. Ein erstaunlich ruhiger, auf 23 spannende Minuten ausgedehnter Film für den Kopf. Fantastisch. </p>
<p>Kai Florian Becker (Februar 2011)</p>
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